Ein Datenblatt nennt ECT 5,2 kN/m, Cobb60 28 g/m² und KIT 8. Der Prüfbericht zur selben Bestellung weist das Los wegen „Hauptfehler: Leimlücke, Ac 21 / Re 22“ zurück, und der Lieferant antwortet auf die Reklamation mit einem CoA, einem 8D-Report und dem Angebot einer Sonderfreigabe. Jeder dieser Begriffe hat eine genau festgelegte Bedeutung. Wer sie ungenau liest, nimmt am Ende das falsche Los an oder weist ein einwandfreies zurück. Dieses Glossar zur Verpackungsprüfung definiert die Prüfverfahren, Einheiten, Stichprobenregeln, Qualitätsdokumente und Fehlerbezeichnungen, die in Verpackungsspezifikationen und Qualitätsunterlagen vorkommen, jeweils mit den ISO-, TAPPI-, ASTM- und EN-Nummern, die das Verfahren kennzeichnen.
So nutzen Sie dieses Glossar
Die Seite richtet sich an Einkäufer, Qualitätsmanager und Verpackungsingenieure, die einen Prüfbericht lesen oder eine Qualitätsanforderung formulieren müssen, ohne Laborhintergrund zu haben. Die Einträge sind thematisch in Abschnitte gegliedert und innerhalb eines Abschnitts nach den englischen Originalbegriffen alphabetisch geordnet. Die Überschriften nennen den Begriff, seine Abkürzung und Normnummern sowie, wo hilfreich, die englische Bezeichnung aus internationalen Datenblättern. Typische Werte sind als solche gekennzeichnet, weil die Ergebnisse von Material, Verfahren und Labor abhängen; die für eine Bestellung geltenden Werte werden in deren Spezifikation vereinbart. Normnummern sind nur dort genannt, wo das Verfahren gut etabliert ist, und ein Prüfbericht sollte stets das genaue Verfahren und die verwendete Ausgabe nennen.
Diese Seite gehört zum Verpackungsglossar. Verwandte Teilglossare behandeln Druck und Druckvorstufe, Begriffe der Weiterverarbeitung und Fertigung, Verpackungsmaterialien sowie Regulierung, Nachhaltigkeit und Handel. Wie Muster, Freigaben und Prüfungen in der Praxis zusammenspielen, beschreibt der Beitrag Bemusterung und Qualitätskontrolle bei Verpackungen.
Prüfnormen für Verpackungen im Überblick
Die Tabelle nennt die am häufigsten zitierten Prüfverfahren für Verpackungen mit den üblichen Normen und Berichtseinheiten. Mehrere Eigenschaften werden nach mehr als einer Norm geprüft; Werte aus unterschiedlichen Verfahren sind nicht immer austauschbar.
| Eigenschaft | Typisches ISO-/EN-Verfahren | Typisches TAPPI-/ASTM-Verfahren | Übliche Einheit |
|---|---|---|---|
| Klima zur Konditionierung | ISO 187 | TAPPI T402 | 23 °C, 50 % rF |
| Grammatur | ISO 536 | - | g/m² |
| Dicke (Papier, Karton) | ISO 534 | - | µm |
| Zugfestigkeit (Papier) | ISO 1924 (Normenreihe) | - | kN/m |
| Weiterreißwiderstand (Elmendorf) | ISO 1974 | - | mN |
| Berstfestigkeit (Papier / Karton) | ISO 2758 / ISO 2759 | TAPPI T810 (Wellpappe) | kPa / psi |
| Wasseraufnahme (Cobb) | ISO 535 | TAPPI T441 | g/m² |
| Fettabweisung (KIT) | ISO 16532-2 | TAPPI T559 | Stufe 1-12 |
| Kantenstauchwiderstand (ECT) | ISO 3037 | TAPPI T811 | kN/m / lb/in |
| Flachstauchwiderstand (FCT) | ISO 3035 | TAPPI T808 | kPa |
| Stapelstauchwiderstand (BCT) | ISO 12048 | ASTM D642 | N / lbf |
| Fallpfeil-Schlagzähigkeit (Folie) | ISO 7765-1 | ASTM D1709 | g |
| Zugfestigkeit (Folie) | ISO 527-3 | ASTM D882 | MPa |
| Reibungskoeffizient | ISO 8295 | ASTM D1894 | dimensionslos |
| Siegelnahtfestigkeit | - | ASTM F88 | N/15 mm / lbf/in |
| Sauerstoffdurchlässigkeit (OTR) | ISO 15105-2 | ASTM D3985 | cm³/(m²·d·atm) |
| Wasserdampfdurchlässigkeit (WVTR) | ISO 15106 (Normenreihe) | ASTM F1249 | g/(m²·d) |
| Scheuerfestigkeit | - | ASTM D5264 | Bewertung / Dichteverlust |
| Stichprobenprüfung | ISO 2859-1 | ANSI/ASQ Z1.4 | Ac / Re |
Prüfbedingungen und Messgrundlagen
Papier, Karton und Wellpappe verändern ihre Eigenschaften mit der Feuchte, und jede Prüfung hat ihre eigene Streuung. Die folgenden Begriffe erklären, warum zwei Berichte über dasselbe Material voneinander abweichen können.
Konditionierung (Normklima; ISO 187; TAPPI T402)
Konditionierung bedeutet, Proben aus Papier, Karton oder Wellpappe vor der Prüfung in einem kontrollierten Klima zu lagern, bis ihr Feuchtegehalt stabil ist. Das Normklima nach ISO 187 und TAPPI T402 beträgt 23 °C und 50 % relative Luftfeuchte, alternativ 27 °C und 65 % rF für tropische Länder; die Proben werden meist in trockenerer Luft vorkonditioniert, damit sie das Gleichgewicht von der trockenen Seite erreichen. Fast jeder Festigkeitswert faserbasierter Verpackungen hängt von der Feuchte ab, deshalb sind Ergebnisse nicht konditionierter Proben nicht vergleichbar.
Feuchtegehalt (Moisture Content; ISO 287)
Der Feuchtegehalt ist die Masse des Wassers in Papier oder Karton als Prozentsatz seiner Masse im Probenahmezustand, bestimmt durch Ofentrocknung nach ISO 287. Verpackungspapiere und -kartons verlassen die Papierfabrik typischerweise mit etwa 5-9 % Feuchte, je nach Sorte; Werte außerhalb des vereinbarten Bereichs führen zu Wellung, Verzug, Rissen an Falzen und schwachen Leimverbindungen. Karton, der durch feuchte Klimazonen transportiert wird, nimmt unterwegs Feuchte auf, weshalb die Feuchte am Wareneingang geprüft wird.
Wiederholpräzision und Vergleichspräzision (Repeatability, Reproducibility)
Die Wiederholpräzision beschreibt die Streuung der Ergebnisse, wenn ein Prüfer dasselbe Material in kurzer Zeit am selben Gerät prüft; die Vergleichspräzision beschreibt die Streuung zwischen verschiedenen Laboren, die dasselbe Material prüfen. Normen geben beide Werte an, und die Vergleichspräzision ist meist deutlich größer. Deshalb können der Wert des Lieferanten und der Wert des Käuferlabors voneinander abweichen, ohne dass einer falsch wäre. Strittige Ergebnisse werden am besten durch eine Wiederholungsprüfung der Rückstellmuster in einem vereinbarten Labor geklärt.
Spezifikationsgrenze und Toleranz (Specification Limit, Tolerance)
Eine Spezifikationsgrenze ist der für eine Eigenschaft vereinbarte Mindest-, Höchst- oder Zielwert, die Toleranz ist die zulässige Abweichung um einen Zielwert, zum Beispiel Grammatur 80 g/m² ± 4 % oder ECT mindestens 5,0 kN/m. Einseitige Grenzen eignen sich für Festigkeitseigenschaften, zweiseitige Toleranzen für Gewicht, Dicke und Maße. Eine Grenze, die nicht in der Spezifikation steht, lässt sich bei der Prüfung nicht durchsetzen.
Typischer Wert und garantierter Mindestwert (Typical Value, Guaranteed Minimum)
Ein typischer Wert im Datenblatt ist der Durchschnitt, den eine Papierfabrik oder ein Verarbeiter erwartet, ein garantierter oder Mindestwert ist das Niveau, das jedes Los erreichen soll. Bei Festigkeitseigenschaften liegen typische Werte oft deutlich über den Mindestwerten, sodass der typische Wert eines Lieferanten nicht mit dem Mindestwert eines anderen verglichen werden sollte. Spezifikationen sollten angeben, welche Art von Wert gilt und auf welches Verfahren er sich bezieht.
Prüfungen an Papier und Karton
Laborprüfungen am Papier und Karton selbst, vor der Weiterverarbeitung. Die Sortenwahl behandelt Verpackungspapiersorten im Überblick, Materialien das Glossar Verpackungsmaterialien.
Luftdurchlässigkeit (Air Permeance; Porosität; Gurley, Bendtsen; ISO 5636)
Die Luftdurchlässigkeit, oft als Porosität bezeichnet, ist die Menge an Luft, die unter einer festgelegten Druckdifferenz durch ein Blatt strömt. Das Gurley-Verfahren (ISO 5636-5) gibt die Sekunden an, die 100 ml Luft zum Durchtritt benötigen, sodass höhere Zahlen ein geschlosseneres Blatt bedeuten; das Bendtsen-Verfahren (ISO 5636-3) gibt den Durchfluss in ml/min an, sodass niedrigere Zahlen ein geschlosseneres Blatt bedeuten. Fettdichte Papiere und Pergamin haben eine sehr geringe Luftdurchlässigkeit, und sie beeinflusst, wie sich Beschichtungen, Klebstoffe und Vakuumzuführungen an Verarbeitungsmaschinen verhalten.
Biegesteifigkeit (Bending Stiffness; Taber, L&W; ISO 2493)
Die Biegesteifigkeit ist der Widerstand von Papier oder Karton gegen Biegung, gemessen entweder als Biegewiderstand in Millinewton an einem Prüfgerät vom Typ L&W (ISO 2493-1) oder in Taber-Steifigkeitseinheiten an einem Prüfgerät vom Typ Taber (ISO 2493-2). Die Steifigkeit steigt etwa mit der dritten Potenz der Dicke, sodass voluminöse Kartons je Gramm steifer sind, und sie wird getrennt für Maschinen- und Querrichtung angegeben. Sie bestimmt, wie gut eine Faltschachtel dem Ausbeulen widersteht, wie sich eine Becherwand beim Greifen anfühlt und wie Zuschnitte durch Falt- und Formmaschinen laufen.
Siehe: Unterschiede zwischen FBB, SBS und WLC
Weißgrad und Weiße (Brightness, Whiteness; ISO 2470; CIE-Weiße)
Der ISO-Weißgrad ist das Reflexionsvermögen für blaues Licht der Wellenlänge 457 nm an einem Blattstapel, gemessen nach ISO 2470-1; er dient zur Einstufung gebleichter Papiere und Kartons. Die CIE-Weiße gewichtet das gesamte sichtbare Spektrum und reagiert stärker auf optische Aufheller. Keiner der beiden Werte beschreibt den Farbton, der in CIELAB L*, a* und b* gemessen wird. Weißgrad und Farbton unterscheiden sich zwischen Frischfaser- und Recyclingsorten sowie zwischen Papierfabriken, was auffällt, wenn Verpackungen zweier Lieferanten nebeneinander stehen.
Berstfestigkeit (Burst Strength; Mullen-Test; ISO 2758, ISO 2759)
Die Berstfestigkeit ist der Druck, der nötig ist, um Papier oder Karton zum Bersten zu bringen, das von einer Seite durch eine kreisförmige Öffnung von einer sich ausdehnenden Gummimembran gedrückt wird. Sie wird in kPa nach ISO 2758 für Papier und ISO 2759 für Karton angegeben, bei Wellpappe in psi nach TAPPI T 810. Der Berstindex, der Berstdruck geteilt durch die Grammatur, vergleicht Papiere unterschiedlichen Gewichts. Die Berstfestigkeit spiegelt Zugfestigkeit und Dehnung der Decke wider und korreliert mit der Durchstoßfestigkeit, sagt aber wenig über das Stapelverhalten aus.
Siehe: Wellpappensorten für Mailerboxen
Dicke (Caliper; ISO 534)
Die Dicke ist die Stärke eines einzelnen Blatts Papier oder Karton, gemessen mit einem Mikrometer unter definiertem Druck auf einer definierten Fläche nach ISO 534 und angegeben in Mikrometern oder in US-Points, wobei 1 pt 25,4 µm entspricht. Volumen (cm³/g) und Rohdichte (kg/m³) werden aus Dicke und Grammatur berechnet. Die Dicke bestimmt Steifigkeit, Rill- und Stanzeinstellungen sowie die Stapelhöhe flacher Zuschnitte, sodass Schwankungen beim Falten, Formen und Befüllen sichtbar werden.
Grammatur (Grammage; Flächengewicht; ISO 536)
Die Grammatur ist die Masse eines Quadratmeters Papier oder Karton in g/m², bestimmt durch Wiegen von Blättern bekannter Fläche nach ISO 536. Papierfabriken und Verarbeiter arbeiten mit Toleranzen um den Nennwert, typischerweise wenige Prozent, und die Grammatur ist die Grundlage der Materialkosten und der Gewichtsmeldung im Rahmen der EPR. Für sich genommen sagt sie nichts über Dicke oder Festigkeit aus und wird deshalb zusammen mit der Dicke und der jeweils relevanten Festigkeitsprüfung kontrolliert.
Siehe: Leitfaden zur Grammatur bei Papiertragetaschen
Lagenhaftung (Internal Bond Strength; Scott Bond; Z-Zugfestigkeit)
Die Lagenhaftung ist der Widerstand von Papier oder Karton gegen Aufspalten innerhalb seiner Dicke, gemessen durch Auseinanderziehen des Blatts senkrecht zur Oberfläche (Z-Zugfestigkeit, ISO 15754) oder mit einem schlagartigen Scott-Bond-Test, angegeben in J/m². Eine geringe Lagenhaftung bei mehrlagigem Karton zeigt sich als Delaminierung an Rillungen, unter geklebten Laschen oder beim Ablösen von Etiketten und Klebeband. Sie ist wichtig für Faltschachteln, die geklebt, stark gerillt oder mit sehr zügigen Druckfarben bedruckt werden.
Glätte und Rauheit (Smoothness; Bendtsen, PPS, Bekk, Sheffield)
Glättemessungen erfassen, wie eben die Oberfläche von Papier oder Karton ist, was die Druckqualität bestimmt, vor allem bei feinem Text und Rasterflächen. Am gebräuchlichsten sind Luftströmungsverfahren: Bendtsen-Rauheit (ISO 8791-2) und Sheffield geben einen Luftdurchfluss an, sodass niedrigere Werte glatter sind; Parker Print-Surf (PPS, ISO 8791-4) gibt die Rauheit in Mikrometern an; die Bekk-Glätte (ISO 5627) wird in Sekunden angegeben, sodass höhere Werte glatter sind. Ergebnisse unterschiedlicher Verfahren lassen sich nicht zuverlässig ineinander umrechnen.
Dehnung (Stretch; Papier)
Die Dehnung gibt an, um wie viel Prozent ihrer Ausgangslänge sich Papier im Zugversuch nach der Normenreihe ISO 1924 verlängert, bevor es reißt. Gewöhnliche Kraftpapiere dehnen sich in Maschinenrichtung typischerweise um wenige Prozent, während dehnbares Sackkraftpapier deutlich stärker dehnbar ausgelegt ist, was die Energie erhöht, die das Papier bis zum Versagen aufnimmt. Hohe Dehnung hilft Beuteln und Säcken, Stürze, Hängenbleiben und plötzliche Belastungen an den Griffen zu überstehen.
Weiterreißwiderstand (Tear Resistance; Elmendorf; ISO 1974)
Der Weiterreißwiderstand ist die Kraft, die nötig ist, einen bereits begonnenen Riss in Papier fortzusetzen, gemessen mit einem Elmendorf-Pendelgerät nach ISO 1974 und angegeben in mN; der Weiterreißindex teilt den Wert durch die Grammatur. Er wird für Maschinen- und Querrichtung angegeben und ist in Querrichtung meist höher. Er zeigt, ob ein Einriss an einem Griffausschnitt, einer Seitenfalte oder einer Aufreißkerbe zu einem Weiterreißen führen kann.
Zugfestigkeit und TEA (Tensile Strength; ISO 1924)
Die Zugfestigkeit ist die maximale Kraft je Breiteneinheit, die ein Papierstreifen vor dem Bruch aushält, angegeben in kN/m nach der Normenreihe ISO 1924; die Zugenergieaufnahme (TEA, J/m²) ist die Energie, die der Streifen bis zum Versagen aufnimmt. Beide Werte sind in Maschinenrichtung höher als in Querrichtung und werden im ISO-187-Klima von 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte geprüft. Sie bestimmen die Festigkeit von Griffen und Verstärkungsstreifen an Tragetaschen, die Nahtfestigkeit und das Fallverhalten von Säcken.
Siehe: Griffarten bei Papiertragetaschen
Nassfestigkeit (Wet Tensile Strength; ISO 3781)
Die Nassfestigkeit ist die Zugfestigkeit von Papier nach einer festgelegten Zeit im Wasserbad (ISO 3781), oft als Prozentsatz der Trockenzugfestigkeit angegeben. Gewöhnliche Papiere behalten nur einen kleinen Bruchteil ihrer Festigkeit, wenn sie nass sind, während nassfeste Papiere mit Nassfestmitteln typischerweise mehr als etwa 15 % behalten. Sie ist wichtig für Servietten, Lebensmittelbeutel, die Kondenswasser ausgesetzt sind, und Einschläge für feuchte oder gekühlte Produkte, auch wenn sich nassfestes Papier im Pulper schwerer auflösen lässt.
Fett-, Wasser- und Beschichtungsprüfungen
Prüfungen dazu, wie Papier und Karton Öl, Wasser und Flüssigkeit an Schnittkanten widerstehen und ob Barrierebeschichtungen durchgängig sind. Barrieretechnologien werden in Barrierebeschichtungen für Papierverpackungen verglichen.
Cobb-Test (Cobb60; ISO 535; TAPPI T441)
Der Cobb-Test misst, wie viel Wasser eine Papier- oder Kartonoberfläche in einer festgelegten Zeit aufnimmt, wenn sie auf einer festen Fläche mit Wasser bedeckt ist, angegeben in g/m² nach ISO 535 oder TAPPI T441. Cobb60 bedeutet 60 Sekunden Einwirkzeit; längere Einwirkzeiten wie Cobb1800 (30 Minuten) werden für stark geleimte oder beschichtete Sorten verwendet. Niedrigere Werte bedeuten eine bessere Wasserbeständigkeit, was für Decken, Becherkarton, Lebensmittelbeutel und Boxen für nasse oder saucige Speisen wichtig ist.
Siehe: To-go-Boxen für Speisen mit Flüssigkeit
Kantenaufsaugung (Edge Wicking)
Kantenaufsaugung ist das Eindringen von Flüssigkeit in die freiliegende Rohkante von Karton, etwa an der Seitennaht eines Bechers oder an der Schnittkante eines Behälters, wo keine Beschichtung die Fasern schützt. Sie wird geprüft, indem eine Probe mit freiliegender Kante in eine für den Einsatzzweck gewählte Flüssigkeit getaucht wird, etwa heißes Wasser, Kaffee, Milchsäure oder Wasserstoffperoxid, und die Aufnahme je Kantenlänge gemessen wird. Damit die Kantenaufsaugung gering bleibt, wird Becherkarton in der Masse geleimt; hohe Kantenaufsaugung zeigt sich als Verfärbung und Aufweichen entlang der Nähte.
Siehe: Innenbeschichtungen für Pappbecher
Fettdurchlässigkeitsprüfung (Grease Permeation Test; ISO 16532-1)
Die Fettdurchlässigkeitsprüfung nach ISO 16532-1 misst, wie lange Öl braucht, um durch Papier zu dringen. Dazu wird ein Prüföl, im Normverfahren Palmkernöl, auf ebene und gerillte Proben aufgebracht und ein darunterliegendes Saugpapier über die Zeit auf Verfärbung geprüft. Anders als der KIT-Test misst sie das Durchdringen des Blatts über Stunden und schließt Falze ein, was dem Verhalten eines Einschlags oder Beutels mit echten Lebensmitteln näherkommt. Die Ergebnisse werden als Zeit bis zum Versagen oder als Anteil der verfärbten Fläche angegeben.
Siehe: KIT-Test und Fettbeständigkeitsstufen
KIT-Test (TAPPI T559; ISO 16532-2)
Der KIT-Test bewertet die oberflächliche Ölabweisung von Papier mit zwölf nummerierten Mischungen aus Rizinusöl, Toluol und Heptan zunehmender Aggressivität; ein Tropfen jeder Mischung bleibt etwa 15 Sekunden liegen, wird abgewischt, und die Stelle wird auf Dunkelfärbung geprüft. Die KIT-Stufe von 1 bis 12 ist die Lösung mit der höchsten Nummer, die das Papier nicht anfärbt. Veröffentlicht als TAPPI T559 und ISO 16532-2, ist er ein schneller Screening-Test, der das Verhalten bei heißen Lebensmitteln über Minuten oder an Falzen nicht misst.
Siehe: KIT-Test und Fettbeständigkeitsstufen
Pinhole-Test (Durchgängigkeit der Beschichtung)
Ein Pinhole-Test prüft, ob eine Barrierebeschichtung oder Folienschicht durchgängig ist, indem eine gefärbte oder eindringende Flüssigkeit, etwa gefärbtes Terpentin oder eine Tintenlösung, auf die beschichtete Seite aufgebracht wird und auf der Rückseite oder auf einem Löschpapier nach Flecken gesucht wird. Pinholes entstehen durch zu geringe Auftragsmengen, raue Kartons, Staub oder Beschädigungen an Rillungen. Sie sind für fettdichte Papiere, Becherkarton und Deckelfolien wichtig, weil ein einzelnes Pinhole einen Fleck oder ein Leck verursachen kann.
Terpentinölprüfung (Turpentine Test; TAPPI T454; ISO 16532-3)
Die Terpentinölprüfung misst, wie lange gefärbtes Terpentin braucht, um fettdichtes Papier oder Pergamin über Fehlstellen im Blatt zu durchdringen, wie in TAPPI T454 und ISO 16532-3 beschrieben. Lange Durchdringungszeiten zeigen ein dichtes, geschlossenes Blatt mit wenigen Pinholes an. Es ist ein älteres Verfahren, das in Spezifikationen für fettdichte Papiere und Pergamin weiterhin neben dem KIT-Test vorkommt.
Prüfungen an Wellpappe und Kartons
Prüfungen an Wellpappenrohpapieren, fertiger Wellpappe und fertigen Kartons. Wie diese Werte in Wellpappensorten übersetzt werden, erklärt der Beitrag Wellpappensorten für Mailerboxen.
Stapelstauchwiderstand (Box Compression Test, BCT; ISO 12048; ASTM D642)
Beim Stapelstauchwiderstand (BCT) wird ein leerer oder gefüllter Karton zwischen zwei ebenen Druckplatten belastet, bis er zusammenbricht; erfasst werden die Höchstkraft in Newton oder lbf und die Verformung beim Versagen, nach Verfahren wie ISO 12048, ASTM D642 und TAPPI T804. Er ist das direkteste Maß dafür, wie sich ein Karton am Boden eines Stapels verhält. Der BCT hängt vom ECT und von der Dicke der Wellpappe sowie von den Kartonmaßen ab, und Laborwerte müssen um Sicherheitsfaktoren für Feuchte, Lagerdauer und Stapelmuster reduziert werden.
Box Maker's Certificate (BMC; Herstellerstempel)
Das Box Maker's Certificate ist der runde Stempel auf nordamerikanischen Wellpappkartons, der den Kartonhersteller nennt und entweder die Mindestberstfestigkeit und das Gesamtgewicht der Decken oder den Mindest-Kantenstauchwiderstand angibt, zusammen mit Bruttogewicht und Größenbegrenzungen. Er zeigt, welchen Zertifizierungsweg nach UFC Rule 41 oder NMFC Item 222 der Karton erfüllt. Für den europäischen Markt hergestellte Kartons tragen üblicherweise keine vergleichbare Kennzeichnung.
Berst- und ECT-Zertifizierung (UFC Rule 41; NMFC Item 222)
UFC Rule 41 (Schienenfracht) und NMFC Item 222 (Straßenfracht) sind nordamerikanische Frachtklassifikationsregeln, die nach Bruttogewicht und Größe Mindestkonstruktionen für Wellpappkartons festlegen. Beide erlauben zwei Wege: einen Berstweg (Mullen) mit Mindest-Gesamtgewichten der Decken oder einen Weg über den Kantenstauchwiderstand. Der ECT-Weg erlaubt im Allgemeinen leichtere Wellpappe oder Wellpappe mit Recyclinganteil, die dennoch gut stapelbar ist, während der Berstweg starke, schwere Decken begünstigt.
Siehe: Wellpappensorten für Mailerboxen
Dickenverlust (Caliper Loss; Wellenquetschung)
Dickenverlust ist die Abnahme der Dicke von Wellpappe durch das Quetschen der Wellen, bei der Verarbeitung durch Einzugs- und Quetschwalzen an Druck- und Stanzmaschinen oder später durch Umreifen und Stapeln. Er wird gemessen, indem die Dicke verarbeiteter Zuschnitte mit der Wellpappe im Lieferzustand verglichen wird; ein kleiner Verlust ist normal, größere Verluste mindern ECT, BCT und Polsterwirkung, selbst wenn der Papieraufbau stimmt. Häufige Ursachen sind Flexo-Postprint und zu enge Zuführeinstellungen.
Concora-Medium-Test (CMT; ISO 7263; TAPPI T809)
Der Concora-Medium-Test (CMT) misst den Flachstauchwiderstand von Wellenstoff, indem ein Streifen des Papiers in einem Laborwellenwerk gewellt, auf Klebeband fixiert und flach zusammengedrückt wird; die Kraft wird in Newton angegeben. Er zeigt, wie gut das Wellenpapier in fertiger Wellpappe dem Quetschen der Wellen widersteht. Der CMT ist eine Prüfung für Papierfabrik und Wareneingang und kein Spezifikationswert für Kartons.
Kantenstauchwiderstand (Edge Crush Test, ECT; ISO 3037; TAPPI T811)
Der Kantenstauchwiderstand (ECT) misst die Kraft, die nötig ist, einen kurzen Streifen fertiger Wellpappe, der mit senkrecht stehenden Wellen auf der Kante steht, zu stauchen, angegeben in kN/m nach ISO 3037 oder in lb/in nach TAPPI T 811. 1 lb/in entspricht etwa 0,175 kN/m, die in den USA verbreitete Sorte 32 ECT somit etwa 5,6 kN/m. Der ECT ist der beste Einzelindikator für die Stapelfestigkeit eines Kartons und die wichtigste Eingangsgröße der McKee-Formel.
Siehe: Wellpappensorten für Mailerboxen
Flachstauchwiderstand (Flat Crush Test, FCT; ISO 3035; TAPPI T808)
Der Flachstauchwiderstand (FCT) misst den Druck, der nötig ist, einwellige Wellpappe zwischen parallelen Platten flach zusammenzudrücken, angegeben in kPa nach ISO 3035 oder TAPPI T808. Er zeigt die Wellenfestigkeit und wie gut die Wellpappe dem Quetschen beim Bedrucken, Stanzen und im Gebrauch widersteht; niedrige Werte deuten meist auf schwaches Wellenpapier oder in der Wellpappenanlage beschädigte Wellen hin. Der FCT ist vor allem für bedruckte, gestanzte Kartons wichtig, die mehrere Quetschstellen durchlaufen.
McKee-Formel (McKee Formula)
Die McKee-Formel schätzt den Stauchwiderstand einer Standard-Faltkiste (RSC) aus dem Kantenstauchwiderstand der Wellpappe, ihrer Dicke und dem Kartonumfang; die vereinfachte Form lautet BCT ≈ 5,87 × ECT × √(Dicke × Umfang) in imperialen Einheiten. Sie zeigt, dass eine Verdopplung des ECT den BCT ungefähr verdoppelt und dass dickere Wellpappe den BCT bei gleichem ECT erhöht. Sie ist eine Schätzung für Standard-Faltkisten; gestanzte Bauformen, Lüftungsöffnungen und Grifflöcher verändern das Ergebnis, sodass kritische Konstruktionen als fertige Kartons geprüft werden.
Siehe: Wellpappensorten für Mailerboxen
Pin-Adhesion-Test (PAT; Wellenklebung; TAPPI T821)
Der Pin-Adhesion-Test misst die Kraft, die nötig ist, eine Decke von der Welle der Wellpappe zu trennen, mithilfe von Stiftreihen, die zwischen die Wellen eingeführt und in einer Druckprüfmaschine auseinandergezogen werden, wie in TAPPI T821 beschrieben. Die Ergebnisse werden als Kraft je Länge der Leimlinie angegeben. Niedrige Werte weisen auf schwache Stärkeleimverbindungen aus der Wellpappenanlage hin, die sich als Delaminierung, geringere Steifigkeit und verringerten ECT und BCT zeigen.
Ringstauchwiderstand (Ring Crush Test, RCT; ISO 12192; TAPPI T822)
Der Ringstauchwiderstand (RCT) misst den Stauchwiderstand eines zu einem Ring geformten Papier- oder Kartonstreifens, der hochkant zwischen Platten belastet wird, angegeben in kN/m. Er wird für Deckenpapiere, Wellenstoff und Vollpappe als Eingangsgröße für Schätzungen des ECT fertiger Wellpappe verwendet. Der RCT reagiert empfindlich auf die Probendicke und wird in Europa für die Einstufung von Wellpappenrohpapieren weitgehend durch den SCT ersetzt.
Kurzspannstauchwiderstand (Short-Span Compression Test, SCT; ISO 9895; TAPPI T826)
Der Kurzspannstauchwiderstand (SCT) misst den Stauchwiderstand von Decke oder Wellenstoff über eine freie Einspannlänge von nur 0,7 mm, die ein Ausknicken verhindert, und wird in kN/m in Maschinen- und Querrichtung nach ISO 9895 oder TAPPI T826 angegeben. Der SCT der Decken und des Wellenstoffs in Querrichtung ist die beste papierseitige Kenngröße, um den ECT der fertigen Wellpappe vorherzusagen. Wellpappenrohpapiere, darunter Kraftliner- und Testliner-Klassen, werden üblicherweise über den SCT spezifiziert.
Stapelsicherheitsfaktor (Stacking Safety Factor)
Ein Stapelsicherheitsfaktor ist das Verhältnis zwischen dem geprüften Stauchwiderstand eines Kartons und der Last, die er im Einsatz am Boden eines Stapels tragen muss. Er berücksichtigt Feuchte, Lagerdauer und Kriechen, Stapelmuster und Überstand, Handhabungsschäden und die Streuung zwischen Kartons; für die Lagerhaltung sind Faktoren von etwa 3 bis 5 üblich, bei feuchter oder langer Lagerung höhere Werte. Die Angabe eines BCT-Werts ohne Sicherheitsfaktor ist eine häufige Ursache für eingestürzte Paletten.
Transport- und Distributionsprüfungen
Prüfungen an gefüllten Packstücken, die Handhabung, Fahrzeugtransport und Klima simulieren. Sie zeigen, wie Verpackung und Inhalt die reale Transportstrecke überstehen, was Papier- und Kartonprüfungen allein nicht leisten.
ASTM D4169 (Prüfung von Distributionszyklen)
ASTM D4169 ist eine US-Norm für die Leistungsprüfung von Versandbehältern und -systemen, die aus Handhabungs-, Stapel-, Schwingungs-, Stoß- und Klimaelementen eine Laborprüffolge aufbaut, den sogenannten Distributionszyklus. Sicherheitsstufen (Assurance Levels) legen die Schärfe jedes Elements fest. Ein Ergebnis hat nur dann Aussagekraft, wenn der verwendete Distributionszyklus und die Sicherheitsstufe mit angegeben sind.
Klimatische Konditionierung für Transportprüfungen (ISO 2233)
Transportprüfungen beginnen oft mit der Konditionierung der Packstücke in einem heißen und feuchten, kalten oder zyklischen Klima, wie in ISO 2233 und in ISTA-Verfahren beschrieben, weil Papier und Wellpappe in Feuchte an Festigkeit verlieren und sich Klebstoffe und Folien in Hitze und Kälte anders verhalten. Exportsendungen in Seecontainern können starken Schwankungen von Feuchte und Kondenswasser ausgesetzt sein, sodass das Klima die tatsächliche Route abbilden sollte. Prüfungen allein im Normklima des Labors überschätzen die reale Leistung tendenziell.
Siehe: Verpackungen aus der Türkei beziehen
Druck- und Stapelprüfung (gefüllte Packstücke; Top-Load)
Bei einer Stapelprüfung wird ein gefülltes Packstück oder eine Ladeeinheit über einen längeren Zeitraum, von Stunden bis zu Wochen, mit einer konstanten Last beaufschlagt, um zu sehen, ob es sich durch Kriechen verformt oder zusammenbricht; bei einer Druckprüfung wird die Last bis zum Versagen gesteigert. ISO 12048 deckt beides ab. Stapelprüfungen können in feuchtem oder zyklischem Klima laufen, um Lager und Container nachzubilden. Sie decken Probleme auf, die ein kurzer BCT übersieht, etwa Kartons, die die Spitzenlastprüfung bestehen, aber nach Tagen in einem feuchten Lager ausbeulen.
Fallprüfung (Drop Test; Freifall; ISO 2248; ASTM D5276)
Bei einer Fallprüfung wird ein gefülltes Packstück aus festgelegter Höhe auf eine starre Fläche fallen gelassen, nacheinander auf festgelegte Flächen, Kanten und Ecken, und anschließend werden Packstück und Produkt auf Schäden geprüft. ISO 2248 und ASTM D5276 beschreiben das Verfahren, während ISTA-Verfahren und ASTM D4169 die Fallhöhen festlegen, die mit steigendem Packstückgewicht typischerweise abnehmen. Sie ist die Kernprüfung für Paket- und E-Commerce-Sendungen, weil Pakete einzeln umgeschlagen werden und dabei mehrfach fallen können.
ISTA-Prüfverfahren (ISTA-Serien)
Die International Safe Transit Association (ISTA) veröffentlicht Prüfverfahren vor dem Versand, die in Serien gegliedert sind: Serie 1 Integritätsprüfungen ohne Simulation, Serie 2 Teilsimulation, Serie 3 allgemeine Simulation, Serie 4 erweiterte Simulation, Serie 6 mitgliederspezifische Prüfungen, etwa von großen Händlern und Paketdienstleistern, und Serie 7 Entwicklungsprüfungen. Höhere Serien bilden die reale Distribution genauer nach und sind aufwendiger. Spezifikationen sollten das genaue Verfahren und die Version nennen, weil jedes eigene Konditionierung, Fallhöhen und Schwingungsprofile festlegt.
ISTA 1A
ISTA 1A ist eine Integritätsprüfung ohne Simulation für einzelne verpackte Produkte bis 68 kg (150 lb), die Schwingung mit fester Auslenkung mit einer Reihe von Stürzen aus einer vom Packstückgewicht abhängigen Höhe kombiniert. Sie ist eine einfache Screening-Prüfung, die zeigt, ob Verpackung und Produkt raue Handhabung überstehen, bildet aber keine bestimmte Distributionsumgebung nach. Sie wird häufig als Mindestprüfung für Paketware verwendet.
ISTA 3A
ISTA 3A ist eine Prüfung mit allgemeiner Simulation für einzeln über Paketdienste versandte verpackte Produkte bis 70 kg (150 lb), mit Varianten für Standard-, kleine, flache und längliche Packstücke. Sie kombiniert Klimakonditionierung, Zufallsschwingung, eine Folge von Stürzen und je nach Packstücktyp Stoßprüfungen, in einer Reihenfolge, die Paketrisiken nachbildet. Sie ist ein verbreiteter Maßstab für E-Commerce-Verpackungen, einschließlich Mailerboxen (Versandkartons mit Steckdeckel).
Siehe: individuell bedruckte Mailerboxen
Schwingungsprüfung (Vibration Test; Zufalls- und Sinusschwingung; ISO 13355; ASTM D4728)
Bei einer Schwingungsprüfung wird ein verpacktes Produkt auf einem Rütteltisch gerüttelt, um den Fahrzeugtransport nachzubilden, entweder mit einem Zufallsprofil für Lkw-, Bahn- oder Lufttransport (ISO 13355, ASTM D4728) oder mit Sinusschwingung fester oder gleitender Frequenz, um Resonanzen zu finden. Sie deckt Scheuern des Drucks, sich lösende Verschlüsse, Setzen des Inhalts und Ermüdung von Wellpappkartons auf. Oft wird eine Auflast aufgebracht, die die darüberliegenden Packstücke im Stapel darstellt.
Prüfungen an Folien und flexiblen Verpackungen
Prüfungen für Kunststofffolien, Verbundfolien, Beutel und Pouches. Verbundaufbauten und Barrierewerte erklärt der Beitrag Verbundstrukturen für Pouches und Barriereeigenschaften, Foliendicken-Einheiten behandelt Foliendicke bei Kunststoffbeuteln: Mikrometer, Gauge und mil.
Verbundhaftung (Bond Strength; Laminate Bond; ASTM F904)
Die Verbundhaftung ist die Kraft, die nötig ist, die Schichten eines Verbunds auseinanderzuziehen, gemessen an Streifen, typischerweise 15 mm oder 25 mm breit, in einer Zugprüfmaschine und angegeben in N/15 mm oder ähnlichen Einheiten; ASTM F904 beschreibt ein Verfahren. Eine niedrige Verbundhaftung führt zu Delaminierung, Tunnelbildung und Siegelnahtversagen, besonders nach Heißabfüllung oder bei Kontakt mit aggressiven Produkten. Die Werte werden nach vollständiger Aushärtung des Klebstoffs geprüft, weil Verbunde über Tage an Haftung gewinnen.
Siehe: Verbundstrukturen für Pouches und Barriereeigenschaften
Berst- und Kriechprüfung (Burst and Creep Test; Pouches; ASTM F1140; ASTM F2054)
Bei der Berst- und Kriechprüfung von Pouches wird ein gesiegelter Pouch mit Luft aufgeblasen und entweder der Druck bis zum Versagen gesteigert (Berst) oder ein festgelegter Druck für eine bestimmte Zeit gehalten, um zu sehen, ob sich Siegelnähte öffnen (Kriech). ASTM F1140 behandelt Pouches ohne Einspannung, ASTM F2054 spannt den Pouch zwischen Platten ein, sodass die Belastung gleichmäßiger auf alle Siegelnähte wirkt. Weil sie alle Siegelnähte der fertigen Verpackung gleichzeitig prüfen, ergänzen sie die Ergebnisse der Streifenprüfung der Siegelnahtfestigkeit.
Reibungskoeffizient (Coefficient of Friction, COF; ASTM D1894; ISO 8295)
Der Reibungskoeffizient (COF) ist das Verhältnis der Kraft, die nötig ist, eine Oberfläche über eine andere zu schieben, zur Kraft, die beide zusammendrückt, gemessen als statischer COF (Anfahren) und kinetischer COF (Gleiten) mit einem beschwerten Gleitschlitten nach ASTM D1894 oder ISO 8295. Folien werden Folie gegen Folie oder Folie gegen Metall geprüft, und die Werte reichen typischerweise von etwa 0,1 für glatte Folien bis 0,5 oder mehr für griffige. Der COF muss zur Verpackungslinie passen: Ist er zu hoch, schleift die Folie an Formteilen, ist er zu niedrig, rutschen Beutel und Pouches von Stapeln und Paletten.
Fallpfeil-Schlagzähigkeit (Dart Impact; ASTM D1709; ISO 7765-1)
Die Fallpfeil-Schlagzähigkeit ist das Gewicht eines aus festgelegter Höhe fallenden halbkugelförmigen Fallkörpers, bei dem 50 % der geprüften Folienproben brechen, angegeben in Gramm nach ASTM D1709 oder ISO 7765-1. Sie spiegelt die Zähigkeit der Folie gegenüber plötzlichen Stößen und Durchstößen wider, etwa durch die Ecken verpackter Waren in einer Tragetasche. LLDPE- und Metallocen-Typen erhöhen die Schlagzähigkeit gegenüber einfachem LDPE oder HDPE bei gleicher Dicke.
Dyn-Wert (Dyne Level; Oberflächenenergie; Benetzungsspannung; ISO 8296; ASTM D2578)
Der Dyn-Wert ist die Oberflächenenergie einer Kunststofffolie, gemessen mit Testtinten bekannter Oberflächenspannung (ISO 8296, ASTM D2578); ermittelt wird der höchste Wert, der die Oberfläche benetzt, ohne sich zu Tropfen zusammenzuziehen, angegeben in mN/m oder dyn/cm. Unbehandeltes Polyethylen liegt typischerweise bei etwa 30-31 mN/m, zu niedrig, damit Farben und Klebstoffe benetzen, sodass Folien korona- oder flammbehandelt werden, üblicherweise auf etwa 38-42 mN/m oder mehr für Druck und Kaschierung. Die Behandlung lässt bei Lagerung nach, daher wird der Wert kurz vor dem Druck geprüft.
Siehe: Bedrucken von Kunststoffbeuteln
Reißdehnung (Elongation at Break; Folie)
Die Reißdehnung ist der Prozentsatz, um den sich eine Folienprobe im Zugversuch nach ASTM D882 oder ISO 527-3 bis zum Bruch dehnt, angegeben für Maschinen- und Querrichtung. Geblasene Polyethylenfolien dehnen sich typischerweise um mehrere hundert Prozent, während orientierte Folien wie BOPP und PET sich deutlich weniger dehnen. Zusammen mit der Zugfestigkeit zeigt sie Zähigkeit und das Verhalten eines Beutels bei Überlastung oder Hängenbleiben.
Trübung und Glanz (Haze, Gloss; ASTM D1003; ASTM D2457; ISO 2813)
Die Trübung (Haze) ist der Prozentsatz des durchgelassenen Lichts, der beim Durchgang durch eine Folie um mehr als 2,5° gestreut wird, gemessen nach ASTM D1003; niedrige Trübung bedeutet daher eine klare, durchsichtige Folie für Sichtfenster, Deckel und Displaybeutel. Der Glanz ist die gerichtete Reflexion einer Oberfläche, gemessen mit einem Glanzmessgerät bei einem festgelegten Winkel, typischerweise 20°, 45° oder 60°, in Glanzeinheiten nach ASTM D2457 für Kunststofffolien oder ISO 2813 für Beschichtungen. Glanzwerte sind nur beim selben Winkel vergleichbar, und beide Eigenschaften hängen von Polymertyp, Additiven und Verarbeitung ab.
Siegelbereich (Heat Seal Range; Siegelfenster; Siegelkurve)
Der Siegelbereich, auch Siegelfenster, ist die Spanne der Siegeltemperaturen bei gegebenem Druck und gegebener Siegelzeit, in der eine Folie oder Beschichtung eine akzeptable Siegelnaht bildet, ohne zu verbrennen, sich zu verformen oder zu delaminieren. Er wird ermittelt, indem die Siegelnahtfestigkeit über der Siegeltemperatur in einer Siegelkurve aufgetragen wird. Ein breites Fenster toleriert Schwankungen an Verpackungslinien, und eine niedrige Siegelanspringtemperatur erlaubt höhere Laufgeschwindigkeiten.
Siegelnahtfestigkeit (Heat Seal Strength; ASTM F88)
Die Siegelnahtfestigkeit ist die Kraft, die nötig ist, eine Heißsiegelnaht aufzutrennen, gemessen, indem ein quer zur Naht geschnittener Streifen in einer Zugprüfmaschine nach ASTM F88 auseinandergezogen wird; sie wird in Europa in N/15 mm, in den USA in lbf/in angegeben. Die Versagensart, etwa Auftrennen, Delaminierung oder Reißen des Materials neben der Naht, wird mit dem Wert erfasst, weil auch eine feste, aber spröde Naht versagen kann. Sie wird für Beutel, Pouches, Deckelfolien und beschichtete Papiernähte spezifiziert.
Siehe: Ausstattungsmerkmale von Pouches
Hot Tack (Heißklebefestigkeit; ASTM F1921)
Hot Tack ist die Festigkeit einer Siegelnaht, solange sie noch schmelzflüssig oder heiß ist, gemessen, indem die Naht einen Bruchteil einer Sekunde nach dem Öffnen der Siegelbacken auseinandergezogen wird, wie in ASTM F1921 beschrieben. Er ist an vertikalen Schlauchbeutelmaschinen (VFFS) und anderen schnellen Linien wichtig, wo das Produkt auf die Bodennaht fällt, bevor sie abgekühlt ist. Siegelschichten mit gutem Hot Tack, etwa Metallocen-Polyethylen, ermöglichen schnelleres Befüllen.
Dichtheitsprüfung (Leak Test; Blasenemission; Vakuumabfall; Farbeindringprüfung)
Dichtheitsprüfungen prüfen, ob eine gesiegelte Verpackung Löcher oder Kanäle hat, durch die Luft oder Flüssigkeit dringt. Bei der Blasenemission wird die Verpackung unter Vakuum in Wasser getaucht und auf aufsteigende Blasen geachtet (ASTM D3078), bei der Farbeindringprüfung wird eine gefärbte Lösung entlang der Nähte geführt, um Kanäle sichtbar zu machen, und der Vakuumabfall misst die Druckänderung in einer Prüfkammer, ohne die Verpackung zu zerstören. Dichtheitsprüfungen finden Fehler, die Festigkeitsprüfungen der Siegelnaht übersehen, etwa eine Falte oder ein Pinhole in einer sonst festen Naht.
OTR (Sauerstoffdurchlässigkeit; ASTM D3985; ISO 15105-2)
Die OTR (Sauerstoffdurchlässigkeit, Oxygen Transmission Rate) ist das Volumen an Sauerstoff, das in 24 Stunden durch einen Quadratmeter Folie oder Verbund dringt, gemessen mit einem coulometrischen Sensor nach ASTM D3985 oder ISO 15105-2 und angegeben in cm³/(m²·d·atm) bei festgelegter Temperatur und Feuchte. Die Werte reichen von Tausenden bei dünnen einfachen Polyolefinfolien bis unter 1 bei Aluminiumfolie und Hochbarriere-Aufbauten. Werte sind nur bei gleicher Temperatur, Feuchte und Dicke vergleichbar, und einige Barrierepolymere, insbesondere EVOH, verlieren bei hoher Feuchte an Leistung.
Siehe: Verbundstrukturen für Pouches und Barriereeigenschaften
Durchstoßfestigkeit (Puncture Resistance; Folie)
Die Durchstoßfestigkeit ist die Kraft und Energie, die nötig ist, einen Prüfkörper mit geringer Geschwindigkeit durch eine Folie oder einen Verbund zu drücken, gemessen an einer Zugprüfmaschine mit definiertem Prüfkörper, zum Beispiel nach ASTM F1306. Sie ergänzt die Fallpfeil-Schlagzähigkeit, die ein schnell fallendes Gewicht verwendet, und wird dort spezifiziert, wo Pouches und Beutel scharfe oder harte Produkte wie Nudeln, Nüsse, Knochen oder Tiefkühlware enthalten. Dickere Folien, Polyamidschichten und zähe Siegelschichten erhöhen die Durchstoßfestigkeit.
Lösemittelrückstände (Residual Solvent Test)
Eine Prüfung auf Lösemittelrückstände misst Spuren von Druck- und Kaschierlösemitteln, etwa Ethylacetat oder Ethanol, die in einer bedruckten Folie oder einem Verbund verbleiben, meist mittels Headspace-Gaschromatografie, mit Ergebnissen in mg/m². Zu viel Restlösemittel verursacht Geruch, geschmackliche Beeinträchtigung und Verblocken und kann die Konformität für den Lebensmittelkontakt beeinträchtigen. Verarbeiter legen häufig interne Grenzwerte fest, und Lebensmittelmarken können für empfindliche Produkte strengere vorgeben.
Zugfestigkeit (Tensile Strength; Folie; ASTM D882; ISO 527-3)
Die Zugfestigkeit von Folie ist die maximale Spannung, die ein dünner Kunststoffstreifen beim Ziehen in einer Zugprüfmaschine aushält, angegeben in MPa nach ASTM D882 für Folien unter 1 mm Dicke oder nach ISO 527-3 (Folien und Tafeln). Sie wird in Maschinen- und Querrichtung zusammen mit Reißdehnung und E-Modul gemessen, der die Steifigkeit ausdrückt. Zugwerte zeigen, ob Beutelgriffe, Pouchwände und Folienbahnen die Belastungen im Gebrauch und bei der Verarbeitung tragen können.
Foliendicke (Thickness; Folie; ISO 4593)
Die Foliendicke wird mit einem mechanischen Mikrometer nach ISO 4593 oder an Produktionslinien mit berührungslosen Messgeräten gemessen, die über die Bahn scannen, und in µm, mil oder UK-Gauge angegeben. Sowohl die durchschnittliche Dicke als auch die Schwankung über die Bahn sind wichtig, weil dünne Stellen zuerst versagen und dickere Zonen auf der Rolle zu Dickenstreifen und Wickelfalten führen. Dickengrenzen entscheiden außerdem, wie Kunststofftragetaschen nach mehreren nationalen Vorschriften behandelt werden.
Siehe: Foliendicke bei Kunststoffbeuteln: Mikrometer, Gauge und mil
WVTR (Wasserdampfdurchlässigkeit; ASTM F1249; ISO 15106)
Die WVTR (Wasserdampfdurchlässigkeit, Water Vapour Transmission Rate) ist die Masse an Wasserdampf, die in 24 Stunden durch einen Quadratmeter Material dringt, in g/(m²·d), gemessen mit Sensoren nach ASTM F1249 oder der Normenreihe ISO 15106 oder gravimetrisch nach dem Schalenverfahren der ISO 2528 für Papier und andere Flächenmaterialien. Die Prüfungen laufen unter festgelegten Bedingungen, typischerweise 38 °C/90 % rF oder 23 °C/85 % rF, und Werte aus unterschiedlichen Bedingungen sind nicht austauschbar. Die WVTR entscheidet, wie lange trockene Lebensmittel knusprig bleiben und wie gut feuchte Lebensmittel ihr Gewicht halten.
Prüfungen an Bechern und Behältern
Funktionsprüfungen für Pappbecher, Speisebehälter und ihre Deckel, idealerweise mit dem echten Produkt bei realer Temperatur. Innenbeschichtungen werden in Innenbeschichtungen für Pappbecher verglichen, die Verwendung für heiße Speisen in Suppenbehälter aus Papier.
Füllmengenprüfung (Capacity Check; Randvoll- und Füllstrichvolumen)
Eine Füllmengenprüfung misst das Volumen, das ein Becher oder Behälter bis zum Rand und bis zur nominalen Füllmarke fasst, üblicherweise durch Wiegen von Wasser bekannter Temperatur. Nenngrößen wie 12 oz sind Bezeichnungen, sodass Spezifikationen das Randvollvolumen mit Toleranz und, wo relevant, die Füllmarke angeben sollten. Das Fassungsvermögen schwankt mit Formeinstellungen, Wandaufbau und Unrundheit und wird daher bei der Erstmusterprüfung und während der Produktion geprüft.
Siehe: Größen von Pappbechern
Heißbefüllungsprüfung (Hot-fill Test)
Bei einer Heißbefüllungsprüfung werden Becher oder Behälter mit heißem Wasser oder dem tatsächlichen Getränk oder Gericht bei der vorgesehenen Serviertemperatur befüllt, typischerweise zwischen etwa 70 °C und 95 °C, und für die erwartete Servicedauer gehalten, wobei auf Undichtigkeit, Aufweichen, sich öffnende Nähte, Geruch und Steifigkeitsverlust geprüft wird. Sie ist die praktische Prüfung für PE-beschichtete und dispersionsbeschichtete Becher, Suppenbehälter und ihre Deckel. Fülltemperatur, Haltezeit und die Frage, ob Deckel und Stapelung einbezogen sind, müssen in der Spezifikation festgelegt werden, weil jedes davon das Ergebnis verändert.
Siehe: Suppenbehälter aus Papier
Dichtheitsprüfung (Becher und Behälter)
Bei der Dichtheitsprüfung von Bechern und Behältern werden die Proben mit Wasser befüllt, oft angefärbt oder mit Netzmittel versetzt, um feine Lecks sichtbar zu machen, und für eine festgelegte Zeit aufrecht, teils geneigt oder unter Last gehalten; Seitennaht, Bodenverbindung und Seitenwand werden auf Tropfen oder Verfärbung geprüft. Die Prüfung mit dem echten Produkt bei Serviertemperatur ist zuverlässiger als kaltes Wasser allein, weil Fett, Säuren und Hitze Nähte und Beschichtungen unterschiedlich angreifen. Undichte Einheiten werden normalerweise als kritische oder Hauptfehler eingestuft.
Deckelsitzprüfung (Lid Fit Test)
Eine Deckelsitzprüfung kontrolliert, dass ein Deckel auf den passenden Becher oder Behälterrand einrastet, rundum dicht schließt und sitzen bleibt, wenn die Verpackung gekippt, gedrückt oder getragen wird, teils mit einer gefüllten Verpackung, die kopfüber gehalten wird. Der Sitz hängt vom Randdurchmesser und Randprofil des Bechers ebenso ab wie von den eigenen Toleranzen des Deckels, sodass Becher und Deckel verschiedener Lieferanten gemeinsam geprüft werden müssen. Spezifikationen sollten den Deckel benennen und die Paarung prüfen statt jedes Teil einzeln.
Siehe: Deckel für Speisebehälter aus Papier
Deckelabzugskraft (Lid Removal Force)
Die Deckelabzugskraft ist die Kraft, die nötig ist, einen Deckel von einem Becher oder Behälter abzuziehen oder abzuschälen, gemessen mit einem Kraftmessgerät oder einer Zugprüfmaschine an der Deckellasche oder dem Deckelrand. Ist sie zu niedrig, lösen sich Deckel bei der Lieferung; ist sie zu hoch, drücken Kunden den Becher zusammen und verschütten das Heißgetränk. Sie wird am besten an gefüllten, warmen Verpackungen geprüft, weil Hitze und Dampf den Sitz verändern.
Randfestigkeit (Rim Strength; Rollrand; Randstauchung)
Die Randfestigkeit ist der Widerstand des gerollten Becherrands gegen Quetschung oder Verformung, geprüft durch eine senkrechte oder radiale Last auf den Rand. Der Rollrand versteift die Becheröffnung und ist das, worauf der Deckel einrastet, sodass ein schwacher, ungleichmäßiger oder nicht vollständig gerollter Rand zu schlechtem Deckelsitz, Lecks am Deckel und Bechern führt, die beim Greifen zusammenfallen. Randdurchmesser und Rundheit werden zusammen mit der Festigkeit gemessen.
Wandsteifigkeit (Sidewall Rigidity; Eindrückprüfung; Top-Load-Prüfung)
Die Wandsteifigkeit ist der Widerstand einer Becher- oder Behälterwand gegen Druck von außen, gemessen, indem ein Prüfkörper in festgelegter Höhe gegen die Wand gedrückt und die Kraft bei einer bestimmten Auslenkung erfasst wird; bei der Top-Load-Prüfung wird von oben auf den Rand gedrückt, um Stapel- und Deckelfestigkeit zu prüfen. Die Steifigkeit hängt von Kartongrammatur und -steifigkeit, Wandaufbau und Umformqualität ab. Geringe Steifigkeit zeigt sich in Bechern, die einknicken, wenn sie voll heißem Kaffee gehalten werden, oder in Rändern, die sich verformen, wenn Deckel aufgedrückt werden.
Siehe: Unterschiede zwischen einwandigen, doppelwandigen und Ripple-Bechern
Druckqualität und Farbbeständigkeit
Messungen, mit denen gedruckte Farbe freigegeben und gesteuert wird und geprüft wird, ob der Druck Handhabung, Feuchte und Licht übersteht. Druckverfahren und Druckfehler sind im Glossar Druck und Druckvorstufe definiert.
Barcodeprüfung (Barcode Verification; ISO/IEC 15416)
Die Barcodeprüfung bewertet die Druckqualität eines linearen Barcodes mit einem Verifier, der Parameter wie Kantenkontrast, Modulation und Decodierbarkeit misst und nach ISO/IEC 15416 eine Gesamtnote von A bis F vergibt; für 2D-Codes gilt ISO/IEC 15415. Die GS1-Vorgaben für EAN/UPC-Symbole im Handel verlangen üblicherweise Note C (1,5) oder besser. Flexodruck auf Kraftpapier oder Wellpappe, Strichbreitenkorrektur und die Wahl von Strich- und Hintergrundfarben beeinflussen die Note.
Farbabstand (Delta E, ΔE; ΔE00, CIEDE2000)
Delta E (ΔE) drückt den Unterschied zwischen zwei Farben als eine einzige Zahl aus, berechnet aus Spektralphotometer-Messungen im CIELAB-Farbraum; niedrigere Werte bedeuten eine engere Übereinstimmung. Toleranzen für Verpackungen werden zwischen Käufer und Druckerei vereinbart, oft um 2-4 ΔE00 für Sonderfarben, und die Formel (ΔE76 oder CIEDE2000), Lichtart, Beobachter und Messbedingung (M0 bis M3 nach ISO 13655) müssen angegeben werden, weil jede die Zahl verändert. Eine ΔE-Toleranz hat nur gegenüber einer vereinbarten physischen oder numerischen Referenz Aussagekraft.
Siehe: Sonderfarben (Pantone) und CMYK im Verpackungsdruck
Tonwertzunahme (Dot Gain; Tone Value Increase, TVI)
Die Tonwertzunahme (Dot Gain, TVI) ist der Betrag, um den Rasterpunkte größer drucken, als sie in der Datei sind, gemessen mit einem Densitometer oder Spektralphotometer als Differenz des Tonwerts, oft im 50-%-Feld. Sie ist auf saugfähigen und rauen Substraten wie ungestrichenem Kraftpapier und im Flexodruck höher, und die Druckvorstufe gleicht sie mit Tonwertkurven aus. Unkontrollierte Tonwertzunahme verdunkelt Bilder, lässt Tiefen zulaufen und verschiebt Farben.
Siehe: Glossar Druck und Druckvorstufe
Handabzug (Ink Drawdown)
Ein Handabzug ist ein dünner, gleichmäßiger Farbfilm, der mit einer Handwalze oder einem Drahtrakel auf dem tatsächlichen Substrat aufgetragen wird, um eine Sonderfarbe vor der Produktionsauflage freizugeben. Weil dieselbe Farbe auf weißem Karton, Kraftpapier und Folie unterschiedlich aussieht, ist ein Handabzug auf dem Produktionsmaterial eine bessere Farbreferenz als ein gedruckter Farbfächer. Handabzüge werden mit einem Spektralphotometer gemessen und als Teil des Farbstandards aufbewahrt.
Lichtechtheit (Light Fastness; ISO 12040; Blauskala)
Die Lichtechtheit ist die Beständigkeit gedruckter Farbe gegen Ausbleichen unter Licht, geprüft durch Belichtung der Drucke mit gefiltertem Xenonbogenlicht neben Referenzstreifen der Blauskala, wie in ISO 12040 beschrieben, und bewertet auf der Blauskala von 1 (sehr schlecht) bis 8 (ausgezeichnet). Sie ist wichtig für Displays, Fensterverpackungen und Artikel, die unter starkem Licht gelagert werden, wo fluoreszierende und einige helle Pigmente zuerst ausbleichen. Verpackungen für die Gastronomie mit kurzer Lebensdauer benötigen selten hohe Werte.
Passertoleranz (Registration Tolerance; Passer)
Die Passertoleranz ist der zulässige Versatz zwischen Druckfarben (Farbpasser) oder zwischen Druck und Schnitt, Rillung oder Falz (Register zwischen Druck und Stanzung), meist in Millimetern angegeben. Erreichbare Werte hängen von Verfahren und Substrat ab: Bogenoffset auf Karton hält einen engeren Passer als Flexodruck auf Kraftpapier, Folie oder Wellpappe, wo sich Materialien dehnen und bewegen. Überfüllung und Sicherheitszonen in den Druckdaten werden um die Toleranz herum gestaltet, die das Verfahren halten kann.
Siehe: Druckdaten für Verpackungen aufbereiten
Beständigkeit von Drucken gegen Prüfmittel (Resistance of Prints to Agents; ISO 2836)
ISO 2836 beschreibt Prüfungen dazu, wie Drucke und Druckfarben bestimmten Prüfmitteln wie Wasser, Fetten und Ölen, Säuren, Laugen, Reinigungsmitteln und Lösemitteln widerstehen, durch Kontakt mit dem Prüfmittel oder mit damit getränktem Filterpapier, gefolgt von der Beurteilung von Ausbluten oder Farbänderung. Sie dient dazu zu prüfen, dass der Druck auf Lebensmittelverpackungen nicht ausblutet, wenn die Verpackung nass oder fettig wird oder abgewischt wird. Die Ergebnisse werden nach einem Graumaßstab oder als bestanden oder nicht bestanden bewertet.
Scheuerfestigkeit (Rub and Scuff Resistance; Sutherland-Rub-Test; ASTM D5264)
Die Scheuerfestigkeit ist die Fähigkeit gedruckter Farbe, Abrieb standzuhalten, geprüft, indem eine bedruckte Probe unter einem beschwerten Block für eine festgelegte Anzahl von Hüben an einem Scheuerprüfgerät vom Typ Sutherland (ASTM D5264) gegen ein Gegenpapier gerieben wird, wobei Farbverlust und Übertrag beurteilt werden. Scheuerbeständigkeit (Scuff Resistance) beschreibt dieselbe Eigenschaft im Gebrauch, wenn Faltschachteln, Hülsen oder Beutel in Umkartons und bei Transportschwingungen aneinander reiben. Dunkle Vollflächen, matte Veredelungen und ungestrichenes Kraftpapier scheuern am sichtbarsten, und Lacke, härtere Farben und vollständige Aushärtung verbessern die Ergebnisse.
Siehe: Veredelungen für Faltschachteln
Volltondichte (Solid Ink Density; Densitometrie)
Die Volltondichte ist die Lichtabsorption eines gedruckten Vollton-Felds, gemessen mit einem Densitometer durch den zur jeweiligen Prozessfarbe passenden Filter und in Dichteeinheiten ausgedrückt. Sie ist die wichtigste Steuergröße des Druckers für die Farbschichtdicke: zu niedrig wirkt ausgewaschen, zu hoch erhöht Tonwertzunahme, Abschmieren und Trocknungsprobleme. Dichtewerte unterscheiden sich nach Verfahren, Farbsatz und Substrat und werden daher je Auftrag vereinbart oder aus Prozessnormen wie der Normenreihe ISO 12647 entnommen.
Klebebandtest (Tape Adhesion Test; Farbhaftung; ASTM F2252)
Beim Klebebandtest wird ein Standard-Haftklebeband auf bedruckte oder beschichtete Folie oder Karton gedrückt und schnell abgezogen, anschließend wird beurteilt, wie viel Farbe oder Beschichtung sich gelöst hat; ASTM F2252 beschreibt das Verfahren für flexible Verpackungen. Er ist die Routineprüfung der Farbhaftung auf Kunststofffolien, wo eine mangelhafte Koronabehandlung oder ungeeignete Farben als Farbablösung sichtbar werden. Die Ergebnisse werden als abgelöster Prozentsatz oder auf einer Bewertungsskala angegeben.
Lebensmittelkontakt und chemische Prüfungen
Laborprüfungen, die Konformitätserklärungen für den Lebensmittelkontakt und chemische Anforderungen stützen. Den rechtlichen Rahmen beschreibt Konformität von Lebensmittelverpackungen in EU, UK und USA, die PFAS-Regeln PFAS-freie Lebensmittelverpackungen; die folgenden Definitionen beschreiben die Prüfungen, nicht rechtliche Pflichten.
Lebensmittelsimulanz (Food Simulant)
Eine Lebensmittelsimulanz ist ein Prüfmedium, das bei Migrationsprüfungen für ein Lebensmittel steht. Die Verordnung (EU) 10/2011 definiert die Simulanzien A (10 % Ethanol), B (3 % Essigsäure), C (20 % Ethanol), D1 (50 % Ethanol), D2 (Pflanzenöl) und E (Poly(2,6-diphenyl-p-phenylenoxid), bekannt als MPPO oder unter dem Handelsnamen Tenax, für trockene Lebensmittel) und ordnet sie Lebensmittelkategorien zu. Die Wahl von Simulanzien und Prüfbedingungen, die das reale Lebensmittel, die Temperatur und die Kontaktzeit abbilden, macht ein Migrationsergebnis aussagekräftig.
Schwermetallprüfung (Heavy Metals Test; Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom)
Eine Schwermetallprüfung misst Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertiges Chrom in Verpackungen oder ihren Bestandteilen wie Farben und Pigmenten, typischerweise mittels ICP-Spektrometrie nach Aufschluss, mit einem gesonderten Verfahren für sechswertiges Chrom. Das EU-Verpackungsrecht begrenzt die Summe dieser vier Metalle seit Langem auf 100 mg/kg, eine Anforderung, die in die PPWR übernommen wurde, und mehrere US-Bundesstaaten wenden über Gesetze zu Schadstoffen in Verpackungen ähnliche Grenzwerte an. Die Ergebnisse werden meist als Laborbericht oder Lieferantenerklärung auf Anforderung geliefert.
Mineralöl-Analyse (MOSH/MOAH-Prüfung)
Die Mineralöl-Analyse misst gesättigte und aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH und MOAH) in Verpackungen oder Lebensmitteln, meist mittels online gekoppelter Flüssig- und Gaschromatografie mit Flammenionisationsdetektion (LC-GC-FID), mit Ergebnissen in mg/kg für definierte Kohlenstoffzahlbereiche. Der Kohlenstoffbereich ist wichtig, weil die Flüchtigkeit bestimmt, was über die Gasphase migrieren kann. Stand Oktober 2026 gibt es keinen verbindlichen EU-Grenzwert für Verpackungen, sodass Ergebnisse mit Kundenspezifikationen verglichen werden, und die Prüfung des Lebensmittels nach der Lagerung kann aussagekräftiger sein als die Prüfung des Kartons.
Siehe: Mineralölbarrieren und lebensmittelgeeignete Faltschachteln
NIAS (nicht absichtlich zugesetzte Stoffe)
NIAS sind Stoffe, die in einem Lebensmittelkontaktmaterial vorhanden sind, ohne absichtlich zugesetzt worden zu sein, etwa Verunreinigungen in Rohstoffen, Reaktions- und Abbauprodukte sowie Kontaminanten aus dem Recycling. Die Verordnung (EU) 10/2011 verlangt ihre Bewertung bei Kunststoffen, und Screening-Analysen, oft mittels Gas- oder Flüssigchromatografie mit Massenspektrometrie, dienen dazu, sie zu finden und zu identifizieren. Eine NIAS-Bewertung wird zunehmend auch für Farben, Klebstoffe, Beschichtungen und Recyclingmaterialien erwartet.
Geruchsprüfung (Odour Test; EN 1230-1)
Eine Geruchsprüfung ist eine sensorische Beurteilung des Geruchs, den ein Verpackungsmaterial abgibt; dabei bewertet ein geschultes Panel die Geruchsintensität von Proben, die für eine festgelegte Zeit in Gläsern eingeschlossen sind, wie in EN 1230-1 für Papier und Karton beschrieben. Sie erfasst Lösemittelreste, Farbgeruch, oxidierte Beschichtungen und Geruch von Recyclingfasern, die chemische Prüfungen möglicherweise nicht anzeigen. Geruchsprüfungen sind für Verpackungen von Bechern, Kaffee, Tee und Süßwaren verbreitet.
Gesamtmigration (Overall Migration, OM; Gesamtmigrationsgrenzwert, OML)
Die Gesamtmigration ist die Gesamtmasse nichtflüchtiger Stoffe, die ein Material unter Prüfbedingungen in eine Lebensmittelsimulanz abgibt, angegeben in mg/dm² Kontaktfläche. Die Verordnung (EU) 10/2011 legt für Lebensmittelkontaktmaterialien aus Kunststoff und Kunststoffschichten einen Gesamtmigrationsgrenzwert (OML) von 10 mg/dm² fest, geprüft unter standardisierten Zeit- und Temperaturbedingungen (OM1 bis OM7), die so gewählt werden, dass sie die vorgesehene Verwendung abdecken. Die Gesamtmigration misst die Inertheit, nicht die Toxizität, und wird stets durch Prüfungen der spezifischen Migration ergänzt.
Siehe: Konformität von Lebensmittelverpackungen
Gezielte PFAS-Analyse (Targeted Analysis)
Die gezielte PFAS-Analyse misst eine definierte Liste einzelner PFAS, meist mittels Flüssigchromatografie mit Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS), und gibt jede Verbindung in µg/kg (ppb) an. Nach der Verordnung (EU) 2025/40 müssen Verpackungen für den Lebensmittelkontakt, die ab dem 12. August 2026 auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, unter 25 ppb für einzelne PFAS und unter 250 ppb für die Summe der per gezielter Analyse gemessenen PFAS bleiben. Die Ergebnisse erfassen nur die Verbindungen der Liste, sodass die Analytenliste und die Bestimmungsgrenzen des Labors geprüft werden müssen.
Siehe: PFAS-freie Lebensmittelverpackungen
Spezifische Migration (Specific Migration, SML)
Die spezifische Migration ist die Menge eines einzelnen benannten Stoffs, die aus einem Material in ein Lebensmittel oder eine Lebensmittelsimulanz übergeht, angegeben in mg/kg Lebensmittel. Die Verordnung (EU) 10/2011 legt spezifische Migrationsgrenzwerte (SML) für gelistete Stoffe wie bestimmte Monomere und Additive fest, und die Konformität kann durch Migrationsprüfung, durch Berechnung aus dem Restgehalt oder durch Modellierung gezeigt werden. Eine Konformitätserklärung sollte Stoffe mit SML benennen, damit der Abfüller sie für das Endprodukt überprüfen kann.
Geschmacksprüfung (Taint Test; Geschmacksübertragung; EN 1230-2; Robinson-Test)
Eine Geschmacksprüfung kontrolliert, ob ein Verpackungsmaterial einen Fremdgeschmack auf Lebensmittel überträgt, indem ein empfindliches Testlebensmittel mit dem Material in einem geschlossenen Behälter gelagert und von einem geschulten Panel mit einer Kontrolle verglichen wird; EN 1230-2 beschreibt das Verfahren für Papier und Karton, typischerweise mit Schokolade als Testlebensmittel im Robinson-Test. Fetthaltige, mild schmeckende Lebensmittel wie Schokolade, Butter, Kaffee und Backwaren sind am empfindlichsten. DIN 10955 ist ein verwandtes deutsches Verfahren zur sensorischen Prüfung von Verpackungsmaterialien.
Gesamtfluor (TF) und gesamtes organisches Fluor (TOF)
Gesamtfluor ist eine Screening-Messung des gesamten Fluors in einem Material, organisch und anorganisch, meist mittels Verbrennungs-Ionenchromatografie, angegeben in mg/kg (ppm); das gesamte organische Fluor (TOF) schließt anorganisches Fluorid aus. Nach der PPWR löst Gesamtfluor über 50 mg/kg die Pflicht aus nachzuweisen, ob das Fluor aus PFAS stammt (der Grenzwert selbst liegt bei 50 ppm für alle PFAS einschließlich polymerer PFAS); mehrere US-Bundesstaaten und die BPI-Kompostierbarkeitszertifizierung verwenden etwa 100 ppm TOF als Indikator. Ein Gesamtfluor-Ergebnis kann einzelne PFAS nicht identifizieren.
Siehe: PFAS-freie Lebensmittelverpackungen
Worst-Case-Prüfung (Verwendungsbedingungen)
Worst-Case-Prüfung bedeutet, die strengsten realistischen Verwendungsbedingungen zu wählen, also das aggressivste Lebensmittel, die höchste Temperatur und die längste Kontaktzeit, damit ein Prüfergebnis auch mildere Verwendungen abdeckt. Ein bei Heißbefüllungstemperatur mit den relevanten Simulanzien geprüfter Behälter kann dieselben Lebensmittel kalt serviert abdecken, eine Kaltprüfung deckt jedoch die heiße Verwendung nicht ab. Konformitätserklärungen nennen die geprüften Bedingungen, die wiederum begrenzen, wie die Verpackung verwendet werden darf.
Qualitätssysteme, Stichproben und Dokumente
Begriffe für die Freigabe, Prüfung und Dokumentation von Verpackungen und für den Umgang mit Problemen. Den Ablauf von Mustern bis zu Reklamationen beschreibt Schritt für Schritt Bemusterung und Qualitätskontrolle bei Verpackungen.
8D-Report (acht Disziplinen)
Ein 8D-Report ist ein strukturiertes Problemlösungsformat aus der Automobilindustrie, das acht Disziplinen durchläuft: Team bilden, Problem beschreiben, Sofortmaßnahmen (Containment), Ursachenanalyse, Auswahl dauerhafter Korrekturmaßnahmen, Umsetzung und Verifizierung, Wiederholung verhindern und Abschluss des Falls. Käufer fordern bei schwerwiegenden oder wiederholten Reklamationen häufig einen 8D an, weil er die Sofortmaßnahme von der dauerhaften Lösung trennt. Ein brauchbarer 8D enthält Belege wie Daten, Fotos und geänderte Arbeitsanweisungen und nicht nur Aussagen.
Annahmezahl und Rückweisezahl (Acceptance and Rejection Numbers; Ac/Re)
Die Annahmezahl (Ac) ist die höchste Anzahl fehlerhafter Einheiten in einer AQL-Stichprobe, bei der das Los angenommen wird, die Rückweisezahl (Re) ist die Anzahl, bei der das Los zurückgewiesen wird. Beide stammen aus den Tabellen der ISO 2859-1 für den Stichprobenumfangs-Kennbuchstaben und die vereinbarte AQL. Ein Beispiel: Ein Los von 50.000 Stück ergibt beim allgemeinen Prüfniveau II den Kennbuchstaben N und eine Stichprobe von 500; bei AQL 2,5 wird das Los mit bis zu 21 fehlerhaften Einheiten angenommen und bei 22 zurückgewiesen, bei AQL 1,0 lauten die Zahlen 10 und 11.
AQL (Annehmbare Qualitätsgrenzlage; Acceptance Quality Limit; ISO 2859-1; ANSI/ASQ Z1.4)
Bei der AQL-Stichprobenprüfung (Acceptance Quality Limit) wird eine Zufallsstichprobe aus einem Los geprüft statt jeder einzelnen Einheit, anhand der Tabellen der ISO 2859-1 oder der weitgehend gleichwertigen US-Norm ANSI/ASQ Z1.4. Losgröße und Prüfniveau bestimmen den Stichprobenumfang, und die für jede Fehlerklasse vereinbarte AQL legt Annahme- und Rückweisezahlen fest. Eine AQL beschreibt den schlechtesten tolerierbaren durchschnittlichen Fehleranteil über eine Reihe von Losen, keine Garantie für ein einzelnes Los, und Käufer setzen üblicherweise Nulltoleranz für kritische Fehler an, etwa 1,0-2,5 für Hauptfehler und 2,5-4,0 für Nebenfehler.
Siehe: Bemusterung und Qualitätskontrolle bei Verpackungen
Chargenrückverfolgbarkeit (Batch Traceability; Lot Traceability)
Chargenrückverfolgbarkeit ist die Fähigkeit, eine gelieferte Einheit oder einen Umkarton über seine Chargennummer mit Produktionslauf, Material- und Farbchargen, Maschine und Herstellungsdatum zu verknüpfen. Die Verordnung (EG) 1935/2004 Artikel 17 verlangt in der EU die Rückverfolgbarkeit von Lebensmittelkontaktmaterialien auf allen Stufen, und eine konsistente Chargenkennzeichnung ermöglicht Reklamationsuntersuchungen, Rückrufe und Prüfungen von Rückstellmustern. Chargennummern auf Umkartons und Palettenetiketten sind das Minimum, und Codes auf dem Artikel selbst helfen, wenn Umkartons in den Filialen entsorgt werden.
CAPA (Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen; Corrective and Preventive Action)
CAPA ist der Prozess, die Ursache einer Abweichung zu beseitigen (Korrekturmaßnahme) und ähnliche Probleme an anderer Stelle zu verhindern (Vorbeugemaßnahme), dokumentiert mit Ursache, Maßnahmen, Verantwortlichen, Terminen und einer Wirksamkeitsprüfung. Er ist ein Kernelement von Qualitätsmanagementsystemen. Ein CAPA sollte erst geschlossen werden, wenn Belege zeigen, dass das Problem nicht wieder aufgetreten ist, nicht schon, wenn die Maßnahme lediglich vereinbart wurde.
Analysezertifikat (Certificate of Analysis, CoA)
Ein Analysezertifikat (CoA) ist ein für ein bestimmtes Los ausgestelltes Dokument, das gemessene Prüfergebnisse wie Grammatur, Dicke, Feuchte, Cobb, KIT oder Siegelnahtfestigkeit gegen die Spezifikationsgrenzen ausweist. Es wird üblicherweise vom Labor des Herstellers ausgestellt oder, wo gefordert, von einem externen Labor. Ein CoA ist ein Nachweis nur für dieses Los und ersetzt weder eine Konformitätserklärung noch regelmäßige externe Prüfungen.
Konformitätsbescheinigung (Certificate of Conformance, CoC; Certificate of Conformity)
Eine Konformitätsbescheinigung (CoC) ist die Erklärung eines Lieferanten, dass eine gelieferte Charge nach der vereinbarten Spezifikation und den Zeichnungen hergestellt wurde, meist ohne einzelne Prüfergebnisse aufzuführen. Sie ist schlanker als ein CoA und üblich, wenn der Käufer auf das Qualitätssystem des Lieferanten vertraut. Im Verpackungsbereich steht CoC auch für die Produktkette (Chain of Custody) bei der FSC- und PEFC-Zertifizierung, weshalb Dokumente den Begriff ausschreiben sollten.
Sonderfreigabe (Concession; Abweichungsgenehmigung)
Eine Sonderfreigabe ist die schriftliche Zustimmung des Käufers, Ware anzunehmen, die die Spezifikation nicht vollständig erfüllt, für eine definierte Menge oder einen definierten Zeitraum, zum Beispiel ein Los mit leichter Farbabweichung, das noch verwendbar ist. Sie vermeidet die Zurückweisung verwendbarer Ware, sollte aber dokumentiert, im Umfang begrenzt und mit einer Korrekturmaßnahme verknüpft werden, damit die Abweichung nicht stillschweigend zum neuen Standard wird.
Fehlerklassifizierung (kritische Fehler, Hauptfehler, Nebenfehler)
Die Fehlerklassifizierung ordnet Prüfbefunde nach ihrer Folge: Kritische Fehler machen ein Produkt unsicher, nicht konform oder für den Anwender schädlich, etwa Verunreinigung oder ein undichter Heißgetränkebecher; Hauptfehler machen es unbrauchbar oder lassen im Gebrauch ein Versagen erwarten, etwa eine offene Klebenaht oder ein fehlender Griff; Nebenfehler sind kosmetisch und beeinträchtigen die Funktion nicht. Jede Klasse hat ihre eigene AQL, am strengsten für kritische Fehler. Eine Fehlerliste mit Fotos und vereinbarten Klassen gehört in die Spezifikation.
Siehe: Bemusterung und Qualitätskontrolle bei Verpackungen
Konformitätserklärung (Declaration of Compliance, DoC; Lebensmittelkontakt)
Eine Konformitätserklärung (DoC) ist die schriftliche Erklärung, mit der ein Lieferant bestätigt, dass ein Lebensmittelkontaktmaterial die geltenden Vorschriften für angegebene Verwendungsbedingungen wie Lebensmittelarten, Temperatur und Kontaktzeit erfüllt, und mit der Stoffe benannt werden, für die Migrationsgrenzwerte gelten. Sie ist für Kunststoffe nach der Verordnung (EU) 10/2011 auf jeder Handelsstufe außer dem Einzelhandel gesetzlich vorgeschrieben und wird von Käufern auch für Papier und Karton erwartet. Sie ist ein anderes Dokument als die EU-Konformitätserklärung nach PPWR und als ein CoA.
Siehe: Konformität von Lebensmittelverpackungen; EU-Konformitätserklärung nach PPWR
Erstmusterprüfung (First-Article Inspection, FAI)
Die Erstmusterprüfung ist eine vollständige Kontrolle der ersten Einheiten aus einem neuen Werkzeug, Verfahren oder Auftrag gegen jede Anforderung in Zeichnung und Spezifikation, einschließlich Maße, Material, Druck, Funktion und Dokumente. Bei Verpackungen folgt sie typischerweise auf die Einrichtung einer neuen Stanzform, eines neuen Becherwerkzeugs oder eines neuen Druckauftrags und wird freigegeben, bevor die restliche Auflage läuft. Der FAI-Bericht erfasst jeden Messwert gegen seine Toleranz und wird zur Referenz für spätere Lose.
Referenzmuster (Golden Sample; Mastermuster)
Ein Referenzmuster ist das freigegebene, unterschriebene physische Muster, an dem Produktion und Prüfungen gemessen werden. Es sollte in mindestens zwei Sätzen existieren, einen beim Käufer und einen beim Hersteller, idealerweise mit einem dritten für einen Inspektionsdienst, und vor Licht und Feuchte geschützt gelagert werden, weil sich Papier und Druck mit der Zeit verändern. Wenn sich Design oder Spezifikation ändern, wird das Referenzmuster ersetzt statt verändert.
Siehe: Bemusterung und Qualitätskontrolle bei Verpackungen
Prozessbegleitende Prüfung (In-Process Control, IPC; Prüfplan)
Die prozessbegleitende Prüfung umfasst die Kontrollen, die Bediener und Qualitätspersonal während der Produktion in festgelegten Abständen durchführen, etwa Farbmessungen, Passer, Leimauftrag, Maße, Siegelnahtfestigkeit und Zählungen. Sie erkennt Abweichungen, bevor ein ganzes Los betroffen ist, und ist damit wirksamer als die Endkontrolle allein. Ein Prüfplan listet jede Prüfung mit Häufigkeit, Verfahren, Grenzwert und der Reaktion bei Überschreitung auf.
Prüfniveau (Inspection Level; allgemein I, II, III; besonders S-1 bis S-4)
Das Prüfniveau in ISO 2859-1 legt fest, wie groß die Stichprobe bei gegebener Losgröße ist: allgemeine Niveaus I, II und III, wobei II der übliche Standard ist, Niveau I kleinere und Niveau III größere Stichproben ergibt. Besondere Niveaus S-1 bis S-4 verwenden sehr kleine Stichproben und eignen sich für zerstörende, langsame oder teure Prüfungen wie Berst-, Dichtheits- oder Siegelnahtprüfungen. Das Niveau wird wie die AQL vor der Prüfung vereinbart.
Grenzmuster (Limit Sample; Boundary Sample)
Ein Grenzmuster zeigt den schlechtesten noch akzeptablen Zustand eines visuellen Merkmals, etwa die hellste akzeptable Farbe, den größten zulässigen Fleck oder den stärksten akzeptablen Waschbretteffekt. Grenzmuster, oft als Paar aus gerade noch akzeptablem und gerade nicht mehr akzeptablem Beispiel aufbewahrt, machen die Sichtprüfung weniger subjektiv als schriftliche Beschreibungen. Sie sind besonders nützlich für Farbton bei Kraftpapier und Recyclingkarton sowie für kosmetische Druckfehler.
Abweichungsbericht (Non-Conformance Report, NCR; Nichtkonformität)
Eine Nichtkonformität ist jedes Nichterfüllen einer festgelegten Anforderung durch Produkt oder Prozess, festgehalten in einem Abweichungsbericht (NCR) mit Los, Menge, Belegen und Klassifizierung. Der NCR löst die Eindämmung aus, also Sofortmaßnahmen wie das Sperren oder Aussortieren von Bestand, damit fehlerhafte Ware nicht in den Gebrauch gelangt, gefolgt von Ursachenanalyse und CAPA, und er ist die Grundlage für jede Gutschrift, Nacharbeit oder Ersatzlieferung. Eine Reklamation des Käufers beim Lieferanten löst in der Regel einen NCR aus.
Freigabe nach PPAP-Vorbild (Production Part Approval; Erstbemusterung)
Eine Freigabe nach PPAP-Vorbild überträgt den Production Part Approval Process der Automobilindustrie auf Verpackungen: Vor der Serienlieferung reicht der Lieferant ein Nachweispaket ein, typischerweise Zeichnungen und Stanzkontur, Materialspezifikationen und Erklärungen, Prüfergebnisse, Erstmustermessungen, Prozessablauf, Prüfplan und freigegebene Muster, und der Käufer zeichnet es ab. Große Ketten und Markeninhaber nutzen sie für neue Artikel und wesentliche Änderungen. Eine spätere Änderung von Material, Papierfabrik, Standort oder Werkzeug löst normalerweise eine neue Freigabe aus.
Vorabmuster (Pre-Production Sample, PPS)
Ein Vorabmuster (PPS) ist ein mit den Druckdaten des Käufers auf dem vorgesehenen Material vor der Hauptauflage hergestelltes bedrucktes Muster, mit dem Aussehen, Druck und Funktion freigegeben werden. Wird es in einem anderen Verfahren als die Produktion gefertigt, zum Beispiel im Digitaldruck statt im Flexodruck, kann seine Farbe von der Serie abweichen, sodass farbkritische Aufträge zusätzlich einen Handabzug oder Andruck erhalten. Das unterschriebene Vorabmuster oder ein danach freigegebenes Produktionsmuster wird in der Regel zum Referenzmuster.
Siehe: Bemusterung und Qualitätskontrolle bei Verpackungen
Vorversandprüfung (Pre-Shipment Inspection, PSI; Endstichprobenprüfung)
Eine Vorversandprüfung ist eine AQL-basierte Prüfung fertiger, verpackter Ware, durchgeführt von Mitarbeitern des Käufers oder einem externen Inspektionsdienst, bevor die Ware das Werk verlässt, typischerweise wenn der Großteil der Bestellung, oft 80 % oder mehr, verpackt ist. Sie kontrolliert Menge, Verpackung, Kennzeichnung der Umkartons, Aussehen und Funktion gegen Spezifikation und Referenzmuster. Eine PSI kann Fehler nicht finden, die erst im Gebrauch auftreten, und wird daher mit Funktionsprüfungen wie Dichtheits-, Last- oder Fallprüfungen kombiniert.
Rückstellmuster (Retained Samples; Retention Samples)
Rückstellmuster sind Einheiten, die aus jedem Produktionslos für einen festgelegten Zeitraum aufbewahrt werden, damit eine spätere Reklamation mit dem tatsächlich Produzierten verglichen werden kann. Sie werden mit ihrer Losidentifikation unter Bedingungen gelagert, die sie nicht verändern, und die Aufbewahrungsdauer deckt üblicherweise die Haltbarkeit des abgepackten Produkts mit einem Zuschlag oder eine vertragliche Mindestdauer ab. Zusammen mit Chargennummern machen sie aus einer Reklamation einen Vergleich statt eines Streits.
Siehe: Bemusterung und Qualitätskontrolle bei Verpackungen
Ursachenanalyse (Root Cause Analysis; 5-Why-Methode; Ishikawa-Diagramm)
Die Ursachenanalyse ist die strukturierte Suche nach der eigentlichen Ursache eines Fehlers statt nach seinem Symptom, mit Werkzeugen wie der 5-Why-Methode und dem Ishikawa-Diagramm (Fischgrät), das mögliche Ursachen unter Überschriften wie Material, Maschine, Methode, Mensch, Messung und Umwelt gruppiert. Bei Verpackungen kann ein wiederkehrendes Leimversagen auf Kartonfeuchte, Leimtemperatur oder Liniengeschwindigkeit zurückgehen statt auf den Klebstoff selbst. Die verifizierte Ursache ist das, was ein CAPA oder 8D angehen muss.
Spezifikationsblatt (Technical Specification)
Ein Spezifikationsblatt ist die vereinbarte technische Beschreibung eines Verpackungsartikels: Maße mit Toleranzen, Materialsorte und Grammatur, Beschichtungen, Druckverfahren und Farbreferenzen, Veredelungen, geforderte Prüfwerte mit Verfahren, Verpackung und Kennzeichnung. Es ist das Dokument, auf das sich Prüfungen, CoAs und Reklamationen beziehen, sodass sich alles, was darin fehlt, schwer durchsetzen lässt. Es trägt eine Versionsnummer und wird bei jeder Änderung neu herausgegeben, nicht informell geändert.
Siehe: Leitfaden Angebotsanfrage für Verpackungen
Statistische Prozesskontrolle (SPC; Cpk)
Die statistische Prozesskontrolle (SPC) überwacht einen Prozess, indem Messwerte wie Grammatur, Siegelnahtfestigkeit oder Passer in Regelkarten aufgetragen werden, um normale Streuung von einer echten Veränderung zu unterscheiden. Prozessfähigkeitsindizes wie Cpk vergleichen Streuung und Zentrierung des Prozesses mit der Spezifikationstoleranz; ein Cpk von 1,33 oder mehr ist ein verbreitetes Ziel und bedeutet, dass der Prozess mit sicherem Abstand innerhalb der Grenzen liegt. Fähigkeitsdaten geben über viele Lose mehr Sicherheit als ein einzelner CoA-Wert.
Umschaltregeln (normale, verschärfte und reduzierte Prüfung)
Die Umschaltregeln der ISO 2859-1 schalten die Prüfung nach einer festgelegten Anzahl zurückgewiesener Lose von normaler auf verschärfte und nach einer anhaltenden Reihe angenommener Lose bei stabiler Produktion von normaler auf reduzierte Prüfung. Die verschärfte Prüfung verwendet strengere Annahmezahlen, die reduzierte Prüfung kleinere Stichproben. Käufer, die nur die normale Prüfung anwenden, verlieren einen Teil des Schutzes, den das Verfahren über eine Reihe von Losen bieten soll.
Fehler: Papierbeutel und Papiertragetaschen
Fehlerbezeichnungen aus Prüflisten für Blockbodenbeutel, Flachbeutel und Tragetaschen. Wie Beutel gefertigt werden und wo diese Fehler daher entstehen, beschreibt Herstellung von Papierbeuteln. Druckfehler, die für alle Formate gelten, etwa Passerfehler, Abschmieren und Wolkigkeit, sind im Glossar Druck und Druckvorstufe definiert.
Boden offen (Bottom Open; Bodennahtversagen)
Ein offener Boden liegt vor, wenn sich der geklebte Boden eines Papierbeutels öffnet oder teilweise löst, entweder direkt von der Maschine oder unter Last. Ursachen sind Leimlücken oder zu wenig Leim, ein für Papier oder Beschichtung ungeeigneter Klebstoff, zu geringer Falzdruck und eine Papierfeuchte außerhalb des vereinbarten Bereichs. Weil der Inhalt herausfallen kann, werden offene Böden als Haupt- oder kritische Fehler eingestuft und mit einer Belastungsprüfung kontrolliert.
Leimlücke (Glue Skip; fehlender Leim)
Eine Leimlücke ist eine Unterbrechung in einer Leimlinie, an der Seitennaht, am Boden oder am Griffverstärkungsstreifen eines Beutels oder an einer Klebelasche einer Faltschachtel, an der kein Leim aufgetragen wurde. Sie entsteht durch verstopfte Düsen, verschlissene Leimräder, Spritzer oder Unterbrechungen beim Rollenwechsel und zeigt sich in sich öffnenden Nähten oder sich ablösenden Verstärkungsstreifen. Leimkontrollsysteme an Verarbeitungsmaschinen sortieren viele Leimlücken aus, dennoch werden bei der Stichprobenprüfung Nähte von Hand geöffnet.
Seitenfaltenfehler (Gusset Defects; außermittige oder schiefe Seitenfalte)
Seitenfaltenfehler sind Beutel, deren Seitenfalten außermittig, ungleich tief oder schief gefaltet sind, sodass der Beutel nicht gerade steht, Vorder- und Rückseite unterschiedlich breit sind und der Druck in die Seitenfalte läuft. Sie entstehen durch Einstellungen der Schlauchformung und das Verhalten des Papiers und beeinflussen, wie sich Blockbodenbeutel in Spendern öffnen und stapeln. Die Seitenfaltentiefe wird gegen die Maßtoleranz der Spezifikation geprüft.
Siehe: Blockbodenbeutel (SOS-Beutel) im Überblick
Henkelausriss (Handle Pull-off; Griffablösung)
Ein Henkelausriss ist das Ablösen eines Kordelgriffs oder Flachhenkels von einem beladenen Beutel, entweder weil sich der Verstärkungsstreifen von der Beutelwand löst oder weil der Griff aus dem Streifen reißt. Ursachen sind zu wenig oder falsch platzierter Leim, schwaches Verstärkungs- oder Beutelpapier, zu nah am Kopffalz gesetzte Griffe und Lasten oberhalb der Auslegungsgrenze des Beutels. Er wird mit einer statischen oder dynamischen Griffbelastungsprüfung bei definiertem Gewicht geprüft, und Ausfälle sind Hauptfehler.
Siehe: Griffarten bei Papiertragetaschen
Versatz zwischen Druck und Schnitt (Print-to-Cut Variation; Schnittlängenabweichung)
Der Versatz zwischen Druck und Schnitt ist die Verschiebung des gedruckten Motivs gegenüber den Schnittkanten eines Beutels, sodass Logos höher oder tiefer sitzen als freigegeben oder angeschnitten werden. An Beutelmaschinen, die von der Rolle arbeiten, entsteht er durch Papierdehnung, Passerregelung und Schwankungen der Schnittlänge, die auch die Beutelhöhe verändern. Toleranzen werden in Millimetern angegeben und gegen das Referenzmuster geprüft.
Schlauchversatz (Tube Misalignment; Versatz der Seitennaht)
Schlauchversatz ist ein versetzter oder schiefer Überlapp der Längsnaht, die beim Falten der Papierbahn zum Schlauch entsteht, und führt zu einer schiefen Naht, einer auf der Vorderseite sichtbaren Naht oder ungleichen Seitenfalten. Er entsteht durch Bahnlauf, Schwankungen der Papierbreite und Falteinstellungen. Starker Versatz schwächt Naht und Boden und fällt bei bedruckten Beuteln auf.
Falten und Knicke (Wrinkles; Schlauchfalten)
Falten sind ungewollte Faltungen im Papier eines Beutels, typischerweise entlang des Schlauchs, nahe am Boden oder um Griffverstärkungen, verursacht durch ungleichmäßige Bahnspannung, Feuchte oder schlecht eingestellte Falteinrichtungen. Abgesehen vom Aussehen stören sie den Druck, schwächen verklebte Bereiche und können verhindern, dass sich Beutel in Spendern oder an automatischen Abpacklinien richtig öffnen. Leichte Falten sind Nebenfehler, Falten über Leimlinien sind meist Hauptfehler.
Fehler: Faltschachteln und Wellpappkartons
Fehlerbezeichnungen für Faltschachteln, Speisenboxen und Wellpappkartons. Die zugrunde liegenden Verarbeitungsschritte beschreiben Herstellung von Faltschachteln und Speisenboxen und Herstellung von Wellpappverpackungen.
Riss an der Rillung (Crack at Crease; Rillungsbruch; Faserbruch)
Rillungsbruch ist das Brechen von Beschichtung, Druck oder Fasern entlang einer Falzlinie, sichtbar als weiße oder braune Linie, wo eine Faltschachtel oder ein Karton gebogen wird. Er entsteht durch Karton, der für die Rillung zu trocken oder zu steif ist, durch nicht auf die Kartondicke abgestimmte Rillstähle und Rillkanäle, durch Falzen quer zur Laufrichtung der Fasern oder durch schweren Farb- und Lackauftrag auf dem Falz. Risse auf sichtbaren Flächen sind je nach Schwere kosmetisch oder Hauptfehler, tiefe Faserbrüche schwächen den Falz selbst.
Siehe: Stanzkonturen, Stanzformen und Prototypen für Faltschachteln
Quetschung (Crush; Kartonquetschung; Wellenquetschung)
Quetschung ist lokales oder vollflächiges Plattdrücken von Wellpappe oder Kartons durch Einzugswalzen in der Verarbeitung, Umreifung, überladene Paletten oder Stöße im Transport. Wellenquetschung verringert Dicke, Steifigkeit und Stapelfestigkeit, oft ohne sichtbare Schäden, weshalb Dicke und Flachstauchwiderstand an verarbeiteten Zuschnitten geprüft werden. Gequetschte Ecken und gewölbte Flächen an gelieferten Kartons deuten meist auf Druck- oder Handhabungsprobleme hin und nicht allein auf die Wellpappensorte.
Delaminierung (Delamination; Lagentrennung)
Delaminierung ist das Trennen von Schichten: Decke von der Welle bei Wellpappe, Lagen innerhalb von Faltschachtelkarton, Folie vom Karton bei kaschierten Faltschachteln oder Schichten innerhalb eines flexiblen Verbunds. Sie zeigt sich als Blasen, lose Decken an den Kanten oder sich ablösende Folie und geht auf schwache Verbindung, Feuchte, Hitze oder Überbiegen an Rillungen zurück. Pin-Adhesion-Test, Lagenhaftung und Verbundhaftung messen die zugrunde liegende Festigkeit.
Faserstaub und Papierfäden (Fibre Dust, Angel Hair)
Faserstaub und Papierfäden (Angel Hair) sind lose Fasern und dünne Papierstränge, die stumpfe Messer, verschlissene Schneidlinien, schlechtes Ausbrechen oder ausgefranste Stege an gestanzten Kanten und im Inneren von Kartons hinterlassen. Sie verunreinigen Produkte, besonders Lebensmittel und Elektronik, und können bei Lebensmittelsicherheits-Audits zur Beanstandung führen. Scharfe Werkzeuge, wirksames Ausbrechen und Staubabsaugung halten sie unter Kontrolle.
Fischschwanz und Spaltweitenabweichung (Fishtail; Herstellerverbindung)
Ein Fischschwanz ist eine geklebte Faltschachtel oder Faltkiste, deren Seitenteile so versetzt sind, dass die Kanten am Verschlussende ein V bilden, statt rechtwinklig zusammenzutreffen; eine Spaltweitenabweichung ist ein Fugenspalt, der an einem Ende breiter ist als am anderen. Beide entstehen durch schiefes Falten oder Kleben an der Faltschachtelklebemaschine, ungenaues Rillen oder nicht rechtwinklig geschnittene Zuschnitte. Sie verursachen Probleme an automatischen Aufricht- und Verschließanlagen und können Klebeverbindungen aufgehen lassen.
Leimversagen (Glue Failure; schlechte Verklebung; Aufspringen)
Leimversagen ist eine Seitennaht, ein Automatikboden oder eine Herstellerverbindung eines Kartons, die sich öffnet, entweder sofort oder später bei Lagerung oder Gebrauch; ein Aufspringen ist eine Klebeverbindung, die auseinanderfedert, wenn die flache Faltschachtel aufgerichtet wird. Ursachen sind Leimlücken, zu wenig oder ungeeigneter Klebstoff, Lack oder Beschichtung im Leimbereich, zu kurze Anpresszeit und Kartonfeuchte. Es wird als Hauptfehler eingestuft und durch Aufreißen der Klebeverbindungen geprüft, wobei ein Faserriss über die Verbindung auf eine gute Verklebung hinweist.
Stegfehler (Nick Defects; zu starke oder zu schwache Stege)
Stege sind kleine ungeschnittene Stellen in einer Stanzform, die Zuschnitte bis zum Ausbrechen im Bogen halten. Zu starke Stege hinterlassen beim Herausbrechen der Zuschnitte eingerissene Kanten und Fusseln, zu schwache Stege lassen Zuschnitte zu früh herausfallen und die Faltschachtelklebemaschine blockieren. Die Position der Stege beeinflusst auch das Aussehen, weil jeder Steg eine kleine Spur an der fertigen Kante hinterlässt.
Schiefer Falz (Skewed Fold; nicht rechtwinklige Faltung)
Ein schiefer Falz ist eine Falzlinie, die schräg zur vorgesehenen Rillung verläuft, oder ein nicht rechtwinklig gefaltetes Seitenteil, sodass die Faltschachtel oder der Karton kein exaktes Rechteck bildet und sich Verschlussklappen überlappen oder klaffen. Ursachen sind falsch in die Faltschachtelklebemaschine eingezogene Zuschnitte, nicht auf den Karton abgestimmte Rillungen und gegenüber dem Druck nicht passergenaues Stanzen. Schiefe wird als Differenz der Diagonalen oder als Winkelabweichung an aufgerichteten Mustern gemessen.
Verzug (Warp; Wölbung; Verdrehung; Kräuselung)
Verzug ist die Abweichung eines Bogens, Zuschnitts oder einer Wellpappenbahn von der Ebenheit, sichtbar als Wölbung längs oder quer, Verdrehung oder S-förmiges Einrollen. Bei Wellpappe entsteht er durch Feuchteunterschiede zwischen den Decken während und nach dem Wellen, bei Faltschachtelkarton durch ungleichmäßige Feuchte oder einseitige Beschichtungen und Kaschierungen. Verzogene Zuschnitte werden beim Drucken, Stanzen, in Faltschachtelklebemaschinen und in automatischen Packmaschinen falsch eingezogen, weshalb die Ebenheit oft als maximale Abweichung über eine festgelegte Länge spezifiziert wird.
Waschbretteffekt (Washboarding)
Der Waschbretteffekt ist ein sichtbares Wellenmuster auf bedruckter Wellpappe, bei dem die Decke den darunterliegenden Wellen folgt; er fällt bei groben Wellen, leichten Decken und dunklen oder glänzenden Vollflächen am stärksten auf. Er ist ein kosmetischer Fehler, der gegen ein Grenzmuster beurteilt wird, weil eine gewisse Welligkeit bei jeder Welle normal ist. Feinere Wellen, schwerere Decken, Preprint oder Kaschierung vermindern ihn.
Siehe: Bedrucken von Pizzakartons
Fehler: Becher und Behälter
Fehlerbezeichnungen für Pappbecher und runde oder eckige Speisebehälter. Formung und Siegelung beschreibt Herstellung von Pappbechern und Speisebehältern.
Bodenundichtigkeit (Bottom Leak; Versagen der Bodenverbindung; Undichtigkeit an der Bördelung)
Eine Bodenundichtigkeit ist Flüssigkeit, die durch die Verbindung zwischen Bodenscheibe und Seitenwand eines Bechers oder Behälters austritt; diese Verbindung wird heißgesiegelt und anschließend unter Druck gebördelt, um sie zu sichern. Ursachen sind zu wenig Hitze oder Druck, außermittige Bodenscheiben, Beschichtungsfehler an der Siegelstelle und ungeeignete Kombinationen aus Karton und Beschichtung. Bodenundichtigkeiten sind für Getränke und Suppen kritische oder Hauptfehler und werden durch Dichtheits- und Heißbefüllungsprüfungen gefunden.
Beschichtungsfehler (Coating Defects; Pinholes, Risse, Fehlstellen)
Beschichtungsfehler sind Unterbrechungen der PE-, PLA- oder Dispersionsbarriere auf Becherkarton und Behälterkarton, etwa Pinholes, Risse an Falzen, Fehlstellen und dünne Bereiche, durch die Flüssigkeit die Faser erreicht. Sie zeigen sich als feuchte Stellen, Verfärbungen oder aufweichende Wände, oft erst nach mehreren Minuten Kontakt mit heißer Flüssigkeit. Farbeindring- und Heißbefüllungsprüfungen decken sie auf.
Siehe: Innenbeschichtungen für Pappbecher
Undichte Seitennaht (Leaking Side Seam; Nahtleck)
Eine undichte Seitennaht ist ein Becher oder Behälter, der entlang der senkrechten Überlappung, an der der Wandzuschnitt zu einem Konus gesiegelt wird, Flüssigkeit verliert, meist nahe dem oberen oder unteren Ende der Naht. Ursachen sind schlechte Heißsiegelung, Kantenaufsaugung an der freiliegenden Kartonkante und versetzte Zuschnitte. Seitennahtlecks werden mit gefärbtem Wasser und mit echten Getränken bei Serviertemperatur geprüft und sind Haupt- oder kritische Fehler.
Unrundheit (Out-of-Round; Ovalität)
Ein unrunder Becher oder Behälter hat einen Rand oder Körper, der oval statt kreisförmig ist, gemessen als Differenz zwischen größtem und kleinstem Durchmesser. Sie entsteht durch die Formung, durch Lagerung unter Last oder durch Feuchte, und sie verhindert, dass Deckel richtig sitzen und dichten. Die Ovalität wird zusammen mit dem Randdurchmesser gegen die Toleranzen des Deckels geprüft.
Randfehler (Rim Defects; unvollständige Rollung; gerissener oder gespaltener Rand)
Randfehler sind Mängel am gerollten Rand eines Bechers oder Behälters, etwa eine unvollständige oder ungleichmäßige Rollung, ein Riss, wo der Karton beim Rollen bricht, ein Spalt an der Seitennaht oder ein plattgedrückter Rand. Sie schwächen den Rand, lassen Deckel schlecht sitzen oder lecken und können sich an den Lippen rau anfühlen. Randprofil und Durchmesser werden bei der Erstmusterprüfung und während der Produktion geprüft.
Fehler: Folien, Kunststoffbeutel und Pouches
Fehlerbezeichnungen für Blas- und Gießfolien, bedruckte Beutel und kaschierte Pouches. Die Produktionsschritte beschreiben Herstellung von Kunststoffbeuteln und Folien und Herstellung von Pouches und Verbundfolien.
Verblocken (Blocking)
Verblocken ist unerwünschtes Aneinanderhaften von Folienlagen auf einer Rolle oder zwischen gestapelten Beuteln, sodass sie sich schwer trennen oder öffnen lassen. Es entsteht durch sehr glatte Oberflächen, Wärme und Druck bei der Lagerung, zu wenig Antiblock-Additiv, Überbehandlung oder Lösemittelrückstände. Es wird geprüft, indem Beutel geöffnet oder die Kraft zum Trennen von Folienlagen gemessen wird, und ist ein Hauptfehler, wo Beutel schnell von Hand geöffnet werden.
Curl (Einrollen von Folien und Verbunden)
Curl ist die Neigung einer Folie, eines Verbunds, eines Deckels oder eines Beutels, sich einzurollen statt flach zu liegen, verursacht durch beim Extrudieren, Orientieren oder Kaschieren eingebaute Spannungen oder durch Schichten, die unterschiedlich auf Wärme und Feuchte reagieren. Eingerollte Folie läuft schlecht auf Verpackungsmaschinen, und eingerollte Pouches und Deckel lassen sich schwer befüllen und siegeln. Er wird beurteilt, indem das Abheben oder der Radius einer zugeschnittenen Probe gemessen wird.
Stippen und Fischaugen (Gels, Fish-Eyes)
Stippen oder Fischaugen sind kleine klare oder opake Knoten in Kunststofffolie, die durch nicht aufgeschmolzenes, vernetztes oder verunreinigtes Polymer entstehen und oft von einer verdünnten Zone umgeben sind, die wie ein Auge aussieht. Sie stören den Druck, können unter Belastung zu Pinholes oder Schwachstellen werden und treten bei Folien mit Recyclinganteil häufiger auf. Die Stippenzahl je Fläche wird mit optischen Scannern an der Extrusionslinie oder durch Sichtprüfung gegen ein Grenzmuster ermittelt.
Pinholes (Folie)
Pinholes sind winzige Löcher durch eine Folie, Aluminiumfolie oder einen Verbund, verursacht durch Stippen oder Verunreinigungen, die beim Dehnen der Folie aufbrechen, durch Knickrisse, Abrieb oder scharfe Produkte. Bei Barriereverpackungen kann ein einzelnes Pinhole die Haltbarkeit zunichtemachen, weshalb Pinholes mit Farbeindringprüfung, Leuchttischen oder elektrischer Detektion gesucht werden. Dünne Folien und wiederholt geknickte Verbunde sind am anfälligsten.
Siegelnahtversagen (Seal Failure; schwache Siegelnaht; Kanalleck; verbrannte Siegelnaht)
Siegelnahtversagen umfasst Heißsiegelnähte, die nicht halten: Schwache Nähte öffnen sich unter Last, Kanallecks sind schmale ungesiegelte Wege durch Falten oder eingeklemmtes Produkt, und verbrannte oder übersiegelte Nähte werden spröde und reißen neben der Siegellinie. Ursachen sind Temperatur, Druck oder Siegelzeit außerhalb des Siegelfensters, Produktverunreinigung im Siegelbereich und Falten. Siegelnahtversagen wird mit Siegelnahtfestigkeits-, Berst- und Dichtheitsprüfungen gefunden und ist normalerweise ein Haupt- oder kritischer Fehler.
Tunnelbildung (Tunnelling; Verbundtunnel)
Tunnelbildung ist ein Verbundfehler, bei dem sich eine Schicht in langen, schmalen erhabenen Kanälen von einer anderen abhebt, meist in Maschinenrichtung. Sie entsteht durch schwache Haftung in Kombination mit Spannungs- oder Schrumpfunterschieden zwischen den Schichten beim Kaschieren, Aushärten oder späteren Erwärmen. Tunnel beeinträchtigen das Aussehen und können zu Siegelnahtversagen und Pinholes führen.
Prüfbegriffe in die Spezifikation übernehmen
Eine Qualitätsanforderung ist nur so brauchbar wie ihr Wortlaut. Für jede Eigenschaft, die für die Verpackung wichtig ist, sollte eine Spezifikation das Verfahren und die Ausgabe, das Konditionierungsklima, die Einheit, die Angabe, ob der Wert Minimum, Maximum oder Zielwert mit Toleranz ist, und die Zahl der gemittelten Prüfkörper nennen. Für die Prüfung sollte sie Losdefinition, Prüfniveau und AQL je Fehlerklasse samt Fehlerliste und Grenzmustern festlegen. Daraus folgen die Dokumente: ein CoA je Los für die gemessenen Eigenschaften, eine Konformitätserklärung für den Lebensmittelkontakt sowie eine Regel zu Rückstellmustern und Chargenkennzeichnung.
- Materialprüfungen: Grammatur, Dicke und die Festigkeitseigenschaft, die zum Ausfallrisiko passt (Zugfestigkeit für Griffe, ECT für Stapelung, Berstfestigkeit für Durchstoß, Siegelnahtfestigkeit für Pouches).
- Barriereprüfungen: KIT, Cobb, OTR oder WVTR mit angegebenen Prüfbedingungen.
- Funktionsprüfungen am fertigen Artikel: Griffbelastung, Dichtheit, Heißbefüllung, Deckelsitz, Fallprüfung oder ISTA-Verfahren.
- Druck: Farbreferenzen mit ΔE-Formel und Toleranz, Passertoleranz, Scheuer- oder Klebebandtest, wo die Handhabung rau ist.
- Prüfung: AQL, Prüfniveau, Fehlerklassen, Referenz- und Grenzmuster.
- Dokumente: CoA, DoC, Prüfberichte und deren Erneuerungsintervall.
Wo diese Zeilen in einer Angebotsanfrage stehen, zeigt der Leitfaden Angebotsanfrage für Verpackungen, und wie Muster und Prüfungen terminiert werden, erklärt Bemusterung und Qualitätskontrolle bei Verpackungen. Hinter diesen Inhalten steht 9 Packaging, ein in Istanbul ansässiger Hersteller und Exporteur bedruckter Verpackungen für Geschäftskunden mit Erfahrung in der Belieferung von Fast-Food- und Kettengastronomie; die Prüfungen und Toleranzen, die für einen bestimmten Auftrag gelten, werden bei der Angebotserstellung und technischen Prüfung bestätigt. Wenn Sie eine bestehende Spezifikation oder Prüfanforderung durchsehen lassen möchten, senden Sie sie über unsere Kontaktseite.