Fettdichtes Papier erhält seine Fettbeständigkeit bereits in der Papierfabrik: Dort wird Zellstoff so lange gemahlen, bis ein dichtes Blatt entsteht. Ein Weiterverarbeiter bedruckt die Rollen anschließend im Flexodruck mit wasserbasierten Farben und schneidet sie zu Zuschnitten, Rollen oder ineinandergefalzten Packungen. Bedruckte Servietten beginnen als gekreppte Tissue-Rollen, die auf einer Serviettenlinie in einem Durchgang bedruckt, geprägt, gefalzt und gezählt werden. Dieser Weg erklärt, warum zwei Angebote für „bedrucktes fettdichtes Papier, 35 g/m², 30 × 30 cm“ weit auseinanderliegen können und warum sich zwei Muster „2-lagige bedruckte Servietten, 33 × 33 cm“ in Haptik und Druckbild deutlich unterscheiden. Der Leitfaden richtet sich an Einkaufs- und Qualitätsteams, die eine Spezifikation oder einen Lieferanten beurteilen müssen, und gehört zu unserem übergeordneten Leitfaden zur Herstellung individuell bedruckter Verpackungen.

Beide Produktfamilien gehen von einer sehr leichten Bahn aus, werden in der Regel im Flexodruck mit wasserbasierten Farben und flächenarmen Motiven bedruckt und enden als gezählte Packungen in hohen Stückzahlen. Wo ein Begriff erklärt werden muss, bieten das Glossar Weiterverarbeitung und Fertigung und das Materialglossar kurze Definitionen.

Wie entstehen bedruckte Einschlagpapiere und Servietten? Die Kurzfassung

Bedruckte fettdichte Einschlagpapiere entstehen in zwei getrennten Betrieben: Eine Papierfabrik mahlt Zellstoff so lange, bis ein dichtes Blatt mit hoher Fettbeständigkeit entsteht, und ein Weiterverarbeiter bedruckt die Rollen im Flexodruck mit wasserbasierten Farben und schneidet, wickelt oder falzt sie anschließend und verpackt sie. Bedruckte Servietten beginnen als gekreppte Tissue-Mutterrollen, die bedruckt, geprägt, geschnitten, gefalzt, gezählt und eingeschlagen werden, meist in einem durchgehenden Durchlauf auf einer Serviettenlinie.

Der Weg bei fettdichten Einschlagpapieren:

  1. Stoffaufbereitung und intensive Mahlung in der Papierfabrik
  2. Blattbildung, Pressen, Trocknen und Kalandrieren zu fettdichten Mutterrollen
  3. Längsschneiden auf Druckbreite, Wareneingangsprüfung und Klimatisierung beim Weiterverarbeiter
  4. Flexodruck mit wasserbasierten Farben auf der lebensmittelabgewandten Seite, mit Trocknung zwischen und nach den Farben
  5. Umrollen, dann Zuschneiden, Interfolding oder Aufwickeln zu Thekenrollen und Maschinenrollen
  6. Zählen, Stapeln und Verpacken in eingeschlagene Packungen und Kartons
  7. Prozessbegleitende Prüfungen und Freigabeprüfungen, danach Palettierung
Prozesslinie
  1. Zellstoff
  2. Mahlung
  3. Papiermaschine
  4. Mutterrolle
  5. Längsschneiden
  6. Flexodruck
  7. Trocknung und Umrollen
  8. Zuschneiden / Interfolding / Aufwickeln
  9. Zählen
  10. Verpacken
  11. Kontrolle

Der Weg bei bedruckten Servietten:

  1. Tissueherstellung in der Papierfabrik: Formieren, Trocknen am Yankee-Zylinder, Kreppen zu Mutterrollen (bei Airlaid stattdessen Bahnbildung und Bindung)
  2. Wareneingangsprüfung und Längsschneiden der Rollen auf die Breite der Serviettenlinie
  3. Abwickeln je einer Rolle pro Lage und Bedrucken der obersten Lage im Inline-Flexodruck
  4. Prägen zum Verbinden der Lagen sowie für Volumen oder Dekor
  5. Längsfalzen, Querschneiden und Querfalzen zu Viertel-, Achtel- oder anderen Falzen (bei Spenderformaten Interfolding und Sägen der Stränge)
  6. Zählen und Stapeln, danach Banderolieren oder Einschlagen in Folie zu Bündeln
  7. Kartonieren, Prüfung und Palettierung
Prozesslinie
  1. Tissue-Mutterrollen
  2. Abwickler (eine Rolle je Lage)
  3. Flexodruck
  4. Prägung / Lagenverbund
  5. Falzen und Schneiden
  6. Zählen
  7. Banderolieren / Einschlagen
  8. Kartonieren
AspektBedruckte fettdichte EinschlagpapiereBedruckte Servietten
BasismaterialFettdichtes oder fettbeständiges Papier, typischerweise 28-45 g/m²Gekrepptes Tissue, etwa 15-23 g/m² je Lage; Airlaid etwa 50-75 g/m²
Wer das Basismaterial herstelltSpezialisierte PapierfabrikTissue-Papierfabrik (oder Airlaid-Hersteller)
Typisches DruckverfahrenRollen-Flexodruck, CI oder Stack, wasserbasierte FarbenInline-Flexodruck auf der Serviettenlinie, wasserbasierte Farben
Lage des DrucksAußenseite, lebensmittelabgewandtOberste Lage, auf dem nach dem Falzen sichtbaren Feld
Wesentliche WeiterverarbeitungsschritteDrucken, Umrollen, Zuschneiden, Interfolding, Umrollen zu RollenDrucken, Prägen, Schneiden, Falzen, Zählen
Typisch inline oder offlineHäufig auf Rolle gedruckt, dann offline weiterverarbeitetIn der Regel ein durchgehender Inline-Durchlauf
Kritische QualitätsrisikenAbliegen, Einrollen, Fettdurchschlag, GeruchLagentrennung, Flusen, Farbabrieb bei Nässe, Falz- und Druckposition

Wie wird fettdichtes Papier in der Papierfabrik hergestellt?

Fettdichtes Papier entsteht, indem Zellstoff aus Holz deutlich intensiver gemahlen wird als für gewöhnliche Papiere. Die Fasern fibrillieren, quellen und lagern sich zu einem dichten Blatt mit sehr wenigen offenen Poren zusammen. Öl findet durch diese Struktur kaum einen Weg, weshalb echtes fettdichtes Papier Fett auch ohne Fluorchemikalien oder eine separate Barrierebeschichtung zurückhält.

Zellstoffauswahl

Fettdichte Sorten werden aus gebleichtem oder ungebleichtem Zellstoff hergestellt, überwiegend aus Kraftzellstoff (Sulfatzellstoff) von Nadelholz, Laubholz oder einer Mischung; früher kam auch Sulfitzellstoff zum Einsatz, weil er sich leicht mahlen lässt. Zellstoff ist nötig, weil das Lignin entfernt wurde und die Fasern stark quellen und binden können. Holzstoff reagiert auf die Mahlung nicht in gleicher Weise. Ungebleichter oder leicht gebleichter Zellstoff ergibt die natürliche oder braune Optik, die für Einschlagpapiere in „Kraft-Optik“ genutzt wird.

Intensive Mahlung

Die Mahlung ist der entscheidende Schritt. Der Stoff wird in Wasser wiederholt durch Refiner geführt, üblicherweise Scheiben- oder Kegelrefiner mit Mahlmessern auf rotierenden und stehenden Garnituren, die die Fasern schneiden, quetschen und fibrillieren. Die Fibrillierung vergrößert die Faseroberfläche und erhöht die Flexibilität; die Fasern nehmen Wasser auf, werden an der Oberfläche gelartig und verbinden sich später zu einem geschlossenen Blatt.

Papierfabriken verfolgen den Mahlfortschritt über den Entwässerungswiderstand, meist als Schopper-Riegler-Wert (°SR). Fettdichter Stoff wird auf einen sehr hohen °SR-Wert gemahlen, weit über den Werten für Sackkraftpapier oder gewöhnliche Einschlagpapiere. Der genaue Zielwert ist das eigene Know-how jeder Papierfabrik und variiert mit Zellstoff und Sorte, der Zusammenhang ist aber stets gleich: Mehr Mahlung bedeutet ein dichteres, weniger poröses Blatt und eine bessere Fettbarriere, allerdings bei langsamerer Entwässerung auf der Papiermaschine, höherem Energiebedarf für die Mahlung und geringerer Maschinengeschwindigkeit. Das erklärt zu einem großen Teil, warum fettdichtes Papier in der Herstellung teurer ist als ein einseitig glattes Standardpapier (MG) gleicher Grammatur.

Blattbildung, Pressen und Trocknen

Der gemahlene Stoff wird verdünnt, auf dem Sieb der Papiermaschine formiert, gepresst und auf dampfbeheizten Zylindern getrocknet. Weil der Stoff langsam entwässert, werden Blattbildung und Pressen anders eingestellt als bei schnell laufenden Verpackungspapieren. Beim Trocknen fallen die gequollenen Fasern zusammen und verbinden sich, wodurch die hohe Dichte und die leicht transluzente Optik entstehen, die für fettdichtes Papier typisch sind.

Einige Papierfabriken tragen in der Leimpresse eine leichte Oberflächenbehandlung auf, etwa Stärke oder andere filmbildende natürliche Polymere, um die Oberfläche auszugleichen oder Bedruckbarkeit und Wasserbeständigkeit einzustellen. Viele Sorten werden anschließend kalandriert, um die Oberfläche zu glätten. Pergamin ist ein enger Verwandter: ein Papier vom Typ fettdicht, das befeuchtet und superkalandriert wird, damit es glatter, dichter, glänzender und transparenter wird.

Warum keine Fluorchemikalien nötig sind

Bei echtem fettdichtem Papier ist die Barriere strukturell, sodass für die in der Gastronomie üblichen Fettbeständigkeiten keine fluorierte Behandlung erforderlich ist. Früher wurden manche geringer gemahlenen Sorten und fettbeständigen Papiere mit einer Fluorchemikalien-Leimung aufgewertet, um günstig hohe KIT-Werte zu erreichen. Dieser Weg ist in den wichtigsten Exportmärkten verschlossen.

In der EU beschränkt die Verordnung (EU) 2025/40 (EU-Verpackungsverordnung, PPWR) in Artikel 5(5) PFAS in Verpackungen mit Lebensmittelkontakt ab dem 12. August 2026: 25 ppb für einzelne PFAS und 250 ppb für die Summe der PFAS bei gezielter Analyse sowie 50 ppm für alle PFAS einschließlich polymerer PFAS; ein Gesamtfluorwert über 50 mg/kg löst die Pflicht aus, nachzuweisen, ob das Fluor aus PFAS stammt. In den USA gab die FDA am 28. Februar 2024 bekannt, dass PFAS-basierte Mittel zur Fettdichtigkeit nicht mehr für den Lebensmittelkontakt vertrieben werden, und viele Bundesstaaten verbieten absichtlich zugesetzte PFAS in Lebensmittelverpackungen. Das vollständige Regelwerk finden Sie im Leitfaden PFAS-freie Lebensmittelverpackungen. Für die Produktion lautet die praktische Konsequenz schlicht: fluorfreies Papier aus der Papierfabrik, mit hinterlegten Gesamtfluor-Daten.

Im deutschsprachigen Fachhandel wird fettdichtes Papier häufig als Pergamentersatz bezeichnet. Der Name geht darauf zurück, dass es als günstigere Alternative zum säurebehandelten Pflanzenpergament entwickelt wurde.

Wie andere Einschlagpapiere anders hergestellt werden

„Fettdicht“ wird in Angeboten oft ungenau verwendet, doch die konkurrierenden Einschlagpapiere entstehen auf deutlich unterschiedlichen Wegen. Die Tabelle fasst nur den Schritt in der Papierfabrik oder die Beschichtung zusammen; der Vergleich aus Käufersicht zu Leistung und Einsatz steht im Leitfaden Unterschiede zwischen fettdichtem Papier, Pergament, Wachspapier und Feinkostpapier.

PapierWoher die Fettbarriere kommtHerstellungsweg in Kürze
Fettdichtes PapierDichte Struktur durch intensive MahlungHochgemahlener Zellstoff wird formiert, getrocknet und meist kalandriert; keine Barrierebeschichtung nötig
PergaminDichte Struktur plus SuperkalandrierungFettdichtes Papier wird befeuchtet und durch einen Superkalander geführt, für Dichte, Glanz und Transparenz
Fettbeständiges beschichtetes PapierBarrierebeschichtung oder OberflächenbehandlungGering gemahlenes MG- oder MF-Rohpapier wird auf der Papiermaschine oder offline mit einer wasserbasierten Dispersionsbarriere beschichtet (per Rakelstab, Rakel, Filmpresse oder Flexo-/Tiefdruck-Beschichtungswerk) und anschließend getrocknet
PE-beschichtetes EinschlagpapierPolyethylenschichtRohpapier wird extrusionsbeschichtet: Geschmolzenes PE tritt als dünner Vorhang aus einer Flachdüse aus, trifft im Walzenspalt an einer gekühlten Walze auf das Papier und erstarrt; häufig Corona-behandelt für Haftung und Bedruckbarkeit
WachspapierWachs im oder auf dem BlattTrockenwachs: Geschmolzenes Wachs wird aufgetragen, anschließend treibt Wärme es in die Fasern, sodass sich die Oberfläche trocken anfühlt. Nasswachs: Das Wachs bleibt als Oberflächenschicht und wird für den Glanz gekühlt
Silikon-BackpapierBasis aus fettdichtem Papier oder Pergament plus Silikon-TrennschichtRohpapier wird mit einer dünnen Silikonschicht beschichtet, die durch Wärme ausgehärtet wird
PflanzenpergamentGelatinierte FaseroberflächeUngeleimtes Rohpapier läuft kurz durch ein Bad aus konzentrierter Schwefelsäure, das die Oberflächenzellulose teilweise löst und verschmilzt; danach wird es gewaschen, neutralisiert und getrocknet

Die Barrierechemie hinter beschichteten Sorten und die Auswirkungen von Beschichtungen auf die Recyclingfähigkeit behandelt der Leitfaden Barrierebeschichtungen für Papierverpackungen. Die Extrusionsbeschichtung ist dasselbe Grundverfahren wie bei Becherkarton und bei manchen flexiblen Verbundfolien; siehe die Leitfäden zur Herstellung von Pappbechern und Speisebehältern und zur Herstellung flexibler Beutel.

Rohmaterial und Wareneingangsprüfung bei der Weiterverarbeitung von Einschlagpapier

Ein Weiterverarbeiter von Einschlagpapier bezieht fettdichtes oder fettbeständiges Papier als Mutterrollen von der Papierfabrik, meist bereits auf eine zur Druckmaschine passende Breite geschnitten, und prüft jede Lieferung anhand des Werkszeugnisses, bevor das Papier in die Nähe einer Druckmaschine kommt. Die kritischen Eingangseigenschaften sind Grammatur, Feuchte, Fettbeständigkeit, Oberfläche und Wickelqualität sowie die Dokumentation.

Typisches Eingangsmaterial für bedruckte Einschlagpapiere:

EigenschaftTypischer Bereich oder AnforderungBedeutung bei der Weiterverarbeitung
GrammaturTypischerweise 28-45 g/m² für Einschlagpapiere und EinlagenBestimmt Zuschnittgewicht, Kosten je tausend Zuschnitte, Steifigkeit und Durchscheinen
RollenbreiteAbgestimmt auf Druckbreite und, wo möglich, auf ein Vielfaches der ZuschnittgrößeDer Beschnittabfall hängt davon ab, wie viele Zuschnitte quer über die Bahn passen
HülseÜblicherweise 76 mm (3 in) bei Rollen für die Weiterverarbeitung; bei manchen Mutterrollen größere HülsenMuss auf Abwickelwellen und Spannköpfe passen
FeuchtegehaltTypischerweise niedriger bis mittlerer einstelliger Prozentbereich ab PapierfabrikFeuchteänderungen beim Druck verursachen Einrollen, Wellen und Maßänderungen
FettbeständigkeitKIT-Wert der Papierfabrik, teils Terpentin- oder PermeabilitätsdatenBestätigt die Barriere, bevor Geld in den Druck fließt
PapierseiteGekennzeichnete oder vereinbarte Filz-/Siebseite oder beschichtete SeiteEntscheidet, welche Seite die Lebensmittelkontaktseite wird und welche bedruckt wird
KlebestellenAnzahl und Kennzeichnung je Rolle mit der Papierfabrik vereinbartKlebestellen verursachen Bahnabrisse und müssen aus fertigen Zuschnitten entfernt werden
DokumenteAnalysezertifikat je Charge, Konformitätserklärung (VO (EG) 1935/2004, mit BfR-Empfehlung XXXVI als üblichem Maßstab für Papier), Fluor- bzw. PFAS-PrüfdatenErforderlich für die eigene Lebensmittelkontakt-Dokumentation und Rückverfolgbarkeit des Weiterverarbeiters

Zur Wareneingangsprüfung beim Weiterverarbeiter gehören üblicherweise Grammatur (ISO 536), Feuchte (ISO 287), eine stichprobenartige KIT-Prüfung (TAPPI T559 oder ISO 16532-2), der Zustand der Rolle (gequetschte Hülsen, Kantenschäden, Teleskopieren, beschädigte Verpackung) sowie eine Sichtprüfung auf Löcher, Schleimflecken und Schmutz. Die Prüfmethoden im Detail stehen im Leitfaden KIT-Test und Fettbeständigkeitswerte; dieser Leitfaden nennt sie nur.

Die Klimatisierung wird leicht unterschätzt. Dünnes, dichtes Papier nimmt Feuchtigkeit schnell auf oder gibt sie ab. Rollen, die aus einem kalten Lager in eine warme, feuchte Druckhalle gebracht werden, sollten verpackt bleiben, bis sie Raumtemperatur erreicht haben, typischerweise einen Tag oder länger je nach Rollengröße und Temperaturunterschied; andernfalls zeigen sich Kondenswasser und ungleichmäßige Feuchte als Einrollen und wellige Kanten. Zur Einordnung von fettdichtem Papier unter den übrigen Papieren siehe Papiersorten für Verpackungen.

Druckvorstufe und Werkzeuge für bedruckte Einschlagpapiere

Die Druckvorstufe ist bei Einschlagpapieren einfacher als bei Faltschachteln, weil es kein Stanzwerkzeug gibt, doch zwei Entscheidungen prägen den ganzen Auftrag: die Rapportlänge, die durch den Umfang von Plattenzylinder oder Sleeve festgelegt ist, und die Frage, ob das Motiv frei über die Bahn läuft oder passgenau zu jedem Zuschnitt stehen muss.

Typische Schritte der Druckvorstufe:

  • Druckdaten als Vektordateien mit Sonderfarben (Pantone-Referenzen) und gekennzeichneter Lebensmittelkontaktseite
  • Step-and-Repeat-Layout für die gewählte Rapportlänge und Bahnbreite, sodass das Muster in beide Richtungen ohne sichtbare Nähte anschließt
  • Farbauszüge, je Sonderfarbe einer, mit Überfüllungen (Traps) dort, wo Farben aufeinandertreffen
  • Verzerrungskompensation für die Wicklung der Druckplatte um Zylinder oder Sleeve
  • Photopolymer-Flexodruckplatten, eine je Farbe, auf Sleeves oder Zylindern montiert
  • Proof: ein digitaler Proof für das Layout, danach, wo vereinbart, ein gedrucktes Muster auf dem Produktionspapier

Bei der Frage „freier oder registerhaltiger Druck“ treffen Gestaltung und Produktion direkt aufeinander. Bei einem freien Rapport darf der Querschneider an beliebiger Stelle im Muster schneiden; das ist effizient und verzeiht kleine Abweichungen. Ein auf jedem Zuschnitt zentriertes Logo erfordert auf die Bahn gedruckte Registermarken und einen Querschneider, der auf diese schneidet; das schränkt die Geräteauswahl ein und erhöht den Ausschuss beim Einrichten. Die Rapportlänge muss außerdem zur Zuschnitt- oder Abreißlänge passen, wenn auf jedem Zuschnitt ein vollständiges Logo erscheinen soll. Hinweise zu Größen finden sich im Leitfaden Größen von Burger-Einschlagpapier und Korbeinlagen, zur Dateiaufbereitung im Leitfaden zu Druckdaten für Verpackungen und zur Farbabstimmung in Pantone oder CMYK bei Verpackungen. Begriffe wie Anilox, Trap und Step-and-Repeat sind im Glossar Druck und Druckvorstufe erklärt.

Wie werden fettdichte Einschlagpapiere bedruckt?

Bedruckte Einschlagpapiere entstehen normalerweise auf Rollen-Flexodruckmaschinen, entweder in Zentralzylinder- (CI) oder in Etagenbauart (Stack), mit wasserbasierten Farben in typischerweise ein bis vier Sonderfarben. Gedruckt wird auf der lebensmittelabgewandten Seite mit moderater Farbdeckung, und zwischen sowie nach den Farben wird getrocknet, bevor umgerollt wird. Geringe Deckung ist eine Produktionsanforderung und nicht nur ein Gestaltungswunsch: Dünnes, dichtes Papier kann wenig Farbe aufnehmen und verzieht sich, wenn es Wasser aufnimmt.

CI- und Stack-Flexodruck

Bei einer CI-Maschine sitzen alle Druckwerke um einen großen Gegendruckzylinder. Die Bahn wird bei jeder Farbe auf dem Zylinder gehalten und kann sich zwischen den Werken weder dehnen noch verschieben, was bei dünnem, dehnbarem Papier ein engeres Farbregister ergibt. Stack-Maschinen haben die Druckwerke vertikal auf beiden Seiten eines Rahmens angeordnet, jeweils mit eigener Gegendruckwalze; sie sind einfacher und günstiger und eignen sich für ein- oder zweifarbige offene Muster, bei denen das Register nicht kritisch ist. Manche Weiterverarbeiter fahren Stack-Druckwerke inline mit einem Querschneider oder Umroller; andere drucken ganze Rollen und verarbeiten offline weiter. Das Drucken auf Rolle fügt einen Handhabungsschritt hinzu, gibt der Farbe aber mehr Zeit zum Trocknen und erlaubt es, mehrere Weiterverarbeitungsmaschinen mit einer Druckmaschine zu versorgen.

Wichtige Druckparameter

ParameterTypisches Vorgehen bei fettdichtem PapierBedeutung
FarbsystemWasserbasierte Flexodruckfarben für Lebensmittelverpackungen, mineralölfrei; lösemittelbasierte Farben sind auf Papier mit Lebensmittelkontakt seltenerGeruch, Restlösemittel und Eignung für den Lebensmittelkontakt
Rasterwalze (Anilox)Richtwerte: etwa 200-400 Linien pro Zoll (ca. 80-160 Linien/cm), mit Schöpfvolumen grob im Bereich 3-8 cm³/m² für Vollflächen und Strichmotive; geringere Volumen für feine Details. Abhängig von Maschine, Farbe und MotivFarbfilmdicke: Zu viel Farbe bedeutet langsames Trocknen, Einrollen und Abliegerisiko
DruckplattenPhotopolymerplatten; härtere oder weichere Shore-Härte und Montageklebeband je nach Strichmotiv oder VollflächeDruckschärfe und Tonwertzunahme auf geschlossener, glatter Oberfläche
DeckungOffene Muster und Logo-Rapporte; große Vollflächen und randabfallende Bilder werden vermieden oder geprüftWasserlast, Trocknung, Einrollen, Durchscheinen, Abliegen
TrocknungHeißlufttrockner zwischen den Farben bei CI-Maschinen plus Kanaltrockner vor dem Umrollen; Lufttemperatur und -menge so abgestimmt, dass das Blatt nicht übertrocknet wirdNicht getrocknete Farbe liegt in der Rolle ab; Übertrocknung macht das Papier spröde und lässt es sich einrollen
BahnspannungNiedrig und eng geregeltDünnes Papier dehnt sich, wirft Falten oder reißt; Spannungsschwankungen verursachen Registerfehler
WickelspannungKonisch (abnehmend), damit innere Lagen nicht gequetscht werdenHoher Druck in der Rolle verstärkt Abliegen und Verblocken
GeschwindigkeitTypischerweise ab einigen hundert Metern pro Minute auf modernen Maschinen, je nach Maschine, Farbdeckung, Trocknerkapazität und PapierHöhere Geschwindigkeit verkürzt die Trocknungszeit je Meter; schwere Motive laufen langsamer

Warum wasserbasierte Farben und geringe Deckung

Wasserbasierte Farben sind für Lebensmitteleinschläge der Standard, weil sie Restlösemittelgeruch vermeiden und in Rezepturen für Lebensmittelverpackungen breit verfügbar sind. Ihr Nachteil auf fettdichtem Papier ist die Trocknung. Die geschlossene Oberfläche des Papiers führt dazu, dass die Farbe hauptsächlich durch Verdunstung und nicht durch Aufsaugen trocknet, und das enthaltene Wasser lässt die Fasern nur auf einer Seite quellen. Große Vollflächen verursachen daher Wellenbildung, Einrollen zur bedruckten oder zur unbedruckten Seite und Stapel, die nicht flach liegen. Übereinandergedruckte Farben verstärken das Problem. Deshalb prüfen Weiterverarbeiter Motive mit großen Vollflächen vor dem Angebot, und deshalb sind offene Rapporte in einer oder zwei Farben die Regel. Der Leitfaden Bedrucken von fettdichtem Papier behandelt Hinweise zur Deckung und Gestaltungsansätze im Detail.

Abliegen und die GMP-Anforderung

Abliegen (Set-off) ist die Übertragung von Farbbestandteilen von der bedruckten Seite einer Lage auf die unbedruckte Lebensmittelkontaktseite der nächsten, in einer gewickelten Rolle oder in einem Zuschnittstapel. Die EU-GMP-Verordnung VO (EG) 2023/2006 verlangt, dass Druckfarben auf der lebensmittelabgewandten Seite so formuliert und aufgetragen werden, dass keine Stoffe durch das Substrat oder durch Abliegen auf die Lebensmittelkontaktseite übergehen, und zwar nicht in Mengen, die gegen die VO (EG) 1935/2004 verstoßen würden. In der Produktion wird Abliegen kontrolliert durch:

  • Auswahl von Farbsystemen für Lebensmittelverpackungen, mit Lieferantendokumentation
  • vollständiges Trocknen vor dem Umrollen, geprüft durch Berührungs-, Klebrigkeits- oder Abriebtests am Umroller
  • Begrenzung von Wickelspannung und Stapelhöhe, damit die Lagen nicht aufeinandergepresst werden, solange die Farbe noch aushärtet
  • Deckung und Farbfilmdicke innerhalb dessen, was die Trockner bewältigen
  • Lagerung bedruckter Rollen unter Bedingungen, die den Farbfilm nicht erweichen

Niedermigrierende Farbsysteme, die Schweizer Bedarfsgegenständeverordnung (SR 817.023.21, Anhang 10) als Marktreferenz, die EuPIA-Leitlinien und die deutsche Druckfarbenverordnung, die ab dem 1. Januar 2027 gilt, werden im Artikel zum Bedrucken von fettdichtem Papier und im Leitfaden Konformität bei Lebensmittelkontaktverpackungen erläutert. Wie sich Flexodruck allgemein zu anderen Verfahren verhält, finden Sie im Leitfaden Druckverfahren für Verpackungen: Flexo, Offset, Tiefdruck, Digital.

Wie werden bedruckte Rollen zu Zuschnitten, Rollen und Spenderpackungen weiterverarbeitet?

Nach dem Druck wird die Rolle in das Format gebracht, das das Restaurant tatsächlich verwendet: Zuschnitte auf einem Rotationsquerschneider, ineinandergefalzte Zuschnitte auf einem Interfolder, Thekenrollen oder Maschinenrollen auf einer Rollenschneid- und Umrollmaschine. Jede Maschine bringt eigene kritische Parameter mit: Schnittgenauigkeit, Zählgenauigkeit, Stapelqualität und Wickelqualität.

Längsschneiden und Umrollen

Bedruckte Mutterrollen werden auf Endbreite geschnitten und umgerollt. Bei Thekenrollen wird die Bahn auf kleine Hülsen mit festgelegter Länge oder festgelegtem Durchmesser gewickelt, teils mit Querperforation in festen Abständen. Bei Maschinenrollen für Einschlag- oder Verpackungslinien legt die Spezifikation meist Breite, Hülsendurchmesser, Außendurchmesser, Abwickelrichtung (Druck innen oder außen), Kennzeichnung der Klebestellen und die höchstzulässige Anzahl von Klebestellen je Rolle fest. Schneidmesser (Rasierklingen- oder Scherenschnitt) müssen scharf sein; ein stumpfes Messer hinterlässt bei dünnem Papier staubige, faserige Kanten, die später Fasern an Lebensmittel abgeben oder Spender blockieren.

Zuschneiden

Zuschnitte entstehen auf Rotationsquerschneidern. Die Bahn wird abgewickelt, geführt und von einer rotierenden Messertrommel gegen ein feststehendes Untermesser quer geschnitten; die Zuschnitte werden auf Bändern zu einer Ablage getragen, die Stapel bildet. Bei dünnen Papieren laufen oft mehrere Bahnen gemeinsam, sodass jeder Schnitt mehrere Zuschnitte erzeugt, was die Leistung erhöht und die ordentliche Stapelbildung unterstützt. Die Zuschnittlänge ergibt sich aus der Trommelgeschwindigkeit im Verhältnis zur Bahngeschwindigkeit, die Zuschnittbreite aus der Schnittbreite.

Zwei Schnittarten sind für bedruckte Einschlagpapiere wichtig:

  • Freier Schnitt: Der Querschneider schneidet unabhängig vom Muster auf Länge. Geeignet für flächige Rapporte.
  • Registerhaltiger Schnitt: Eine Fotozelle liest aufgedruckte Registermarken, und der Querschneider korrigiert den Schnitt, sodass jeder Zuschnitt das Motiv an derselben Position trägt. Erforderlich für zentrierte Logos oder Motive, die auf einem Falz sitzen müssen.

Quadratische Zuschnitte wie Korbeinlagen können auch aus größeren Bogen oder aus Stapeln auf einem Planschneider geschnitten werden. Stapel werden vom Zählsystem des Querschneiders gezählt (nach Schnittzahl, oft mit Markierungsstreifen oder versetztem Stapel bei einer festen Stückzahl), dann leicht gepresst und eingeschlagen. Packungsgrößen von einigen hundert bis tausend Zuschnitten sind üblich, bestimmt durch den Verbrauch des Käufers, den Spender oder den Karton.

Zwischenlegen und Interfolding

Ineinandergefalzte Zuschnitte, wie sie in Thekenspendern von Feinkost und Bäckerei verwendet werden, entstehen auf Interfolding-Maschinen: Zwei oder mehr Bahnen werden geschnitten und so gefalzt, dass jeder Zuschnitt den nächsten überlappt und beim Herausziehen eines Zuschnitts der folgende nachrückt. Das Ergebnis ist ein durchgehender Stapel, der auf Packungshöhe geschnitten und in Kartons verpackt wird. Zwischenlagen, etwa Patty-Papiere zwischen Burger-Patties, sind einfache Zuschnitte, die in definierter Anzahl zugeführt oder gestapelt werden. Spenderformate müssen zu den Innenmaßen des Spenders passen, daher sind Falzbreite und Packungshöhe toleranzkritisch.

Gestanzte Formen und Sonderformate

Gestanzte Formen, etwa Spitztüten für Kebab oder geformte Einlagen, benötigen einen Rotations- oder Flachbettstanzer und ein Schneidwerkzeug, was im Vergleich zu geraden Zuschnitten Werkzeugkosten und Lieferzeit erhöht.

Zählen, Verpacken und Kennzeichnen

Fertige Zuschnitte werden gestapelt und in Papier- oder Folienpackungen eingeschlagen, in Kartons verpackt und mit Artikelnummer, Chargennummer und Stückzahl gekennzeichnet. Für die Rückverfolgbarkeit bei Lebensmittelkontakt nach VO (EG) 1935/2004, Artikel 17, sollte das Chargenetikett es dem Weiterverarbeiter erlauben, jeden Karton auf die Papierrolle, die Farbchargen und die Druckauflage zurückzuführen.

StationAufgabeKritische ParameterBedeutung
Abwickler und BahnführungFührt die bedruckte Rolle mit konstanter Spannung und Position zuSpannung, KantenführungEine wandernde Bahn ergibt nicht rechtwinklige Zuschnitte und Kantenschäden
LängsschneiderSchneidet die Bahn auf EndbreiteMesserschärfe, Überlappung oder Spalt, AusrichtungStaubige Kanten, Breitentoleranz
RotationsquerschneiderSchneidet Zuschnitte auf LängeSchnittlängengenauigkeit, Messerzustand, Register zu RegistermarkenToleranz der Zuschnittgröße, Musterposition, ausgefranste Kanten
Ablage und StaplerBildet Stapel gezählter ZuschnitteStapelausrichtung, Antistatik, ZählgenauigkeitSchiefe Stapel, aneinanderhaftende Zuschnitte, Fehlmengen
InterfolderFalzt und verschränkt ZuschnitteFalzposition, Überlappung, PackungshöhePassung im Spender, einzelne Entnahme
UmrollerErzeugt Thekenrollen und MaschinenrollenWickelspannung, Länge oder Durchmesser, Handhabung der KlebestellenTeleskopieren, gequetschte Hülsen, zu kurze Rollen
VerpackungSchlägt Stapel ein und füllt KartonsStückzahl je Packung, Kartonbefüllung, KennzeichnungTransportschäden, Rückverfolgbarkeit

Die Fachbegriffe dieser Maschinen sind im Glossar Weiterverarbeitung und Fertigung zusammengestellt. Die Herstellung von Taschen und Beuteln, die ebenfalls von bedruckten Rollen ausgeht, beschreibt der Leitfaden zur Herstellung von Papiertragetaschen.

Wo passen Beschichtung und Kaschierung in die Herstellung von Einschlagpapieren?

Bei echtem fettdichtem Papier gibt es keinen Beschichtungsschritt: Die Barriere wurde bereits in der Papierfabrik aufgebaut. Beschichtete fettbeständige Papiere, PE-beschichtete Einschlagpapiere, Wachspapiere und mit Aluminiumfolie kaschierte Isolier-Einschlagpapiere ergänzen einen Beschichtungs- oder Kaschierschritt, entweder in der Papierfabrik, bei einem spezialisierten Beschichter oder beim Weiterverarbeiter vor oder nach dem Druck.

Wo die Barriere aufgetragen wird, wirkt sich auf den Druck aus. Eine wasserbasierte Dispersionsbarriere liegt normalerweise auf der Lebensmittelkontaktseite; der Druck kommt also auf die unbeschichtete Seite, und der Weiterverarbeiter muss die beiden Seiten durch jeden Schritt hindurch richtig zuordnen. PE-beschichtete Einschlagpapiere werden meist auf der Papierseite bedruckt, die PE-Seite zeigt zum Lebensmittel; die PE-Schicht stellt das Produkt zudem unter die VO (EU) 10/2011 für Kunststoffschichten mit Lebensmittelkontakt. Wachs wird häufig nach dem Druck aufgetragen, was bedeutet, dass die Farbe die Wärme beim Wachsen aushalten muss. Isolierende Einschläge aus Folie und Waben werden hergestellt, indem Aluminiumfolie mit Klebstoff auf Tissue oder leichtes Papier kaschiert und anschließend geprägt oder gekreppt wird; sie sind eher ein Kaschierprodukt als ein bedrucktes Papierprodukt.

Der Zielkonflikt zwischen Barrierewirkung und Entsorgung ist eine Entscheidung bei der Spezifikation; er wird in den Leitfäden Ist fettdichtes Papier recyclingfähig oder kompostierbar? und Barrierebeschichtungen für Papierverpackungen behandelt.

Wie wird die Qualität bei der Herstellung bedruckter Einschlagpapiere kontrolliert?

Die Qualitätskontrolle bei bedruckten Einschlagpapieren verbindet Papierprüfungen (Grammatur, Feuchte, Fett- und Wasserbeständigkeit), Druckprüfungen (Farbe gegenüber dem freigegebenen Muster, Register, Reibfestigkeit, Abliegen), Kontrollen der Weiterverarbeitung (Zuschnittgröße, Schnittposition, Stückzahl) und Prüfungen zum Lebensmittelkontakt (Geruch und Geschmack, PFAS-Dokumentation, Migration, wo die Spezifikation es verlangt). Die meisten werden zu Beginn des Auftrags und in festen Abständen währenddessen durchgeführt.

Prüfung oder KontrolleTypische MethodeStufeAussage
GrammaturISO 536Wareneingang, prozessbegleitendPapier entspricht der Spezifikation; beeinflusst Zuschnittgewicht und Kosten
FeuchteISO 287Wareneingang, vor dem DruckRisiko für Einrollen und Maßhaltigkeit
Fettbeständigkeit (Oberfläche)KIT, TAPPI T559 / ISO 16532-2, an unbedrucktem und bedrucktem Papier, plan und geknicktWareneingang, FreigabeBarriere wird durch Druck oder Weiterverarbeitung nicht beeinträchtigt
Fehlstellen und PinholesTerpentin-Test, ISO 16532-3 / TAPPI T454Wareneingang oder periodischErkennt Schwachstellen in echtem fettdichtem Papier
FettdurchlässigkeitISO 16532-1Periodisch oder bei QualifizierungFettdurchdringung über die Zeit, praxisnäher bei realer Warmhaltung
WasseraufnahmeCobb, ISO 535Wo feuchte oder dampfende Speisen im Spiel sindNiedrigere Werte bedeuten geringere Wasseraufnahme
FarbeSichtvergleich mit freigegebenem Muster unter Normlicht; Spektralphotometer, wo vereinbartAuftragsbeginn, in AbständenFarbkonstanz der Marke auf einem transluzenten Blatt
Reibfestigkeit des DrucksReibprüfgerät (zum Beispiel Sutherland-Methode, ASTM D5264), trocken und, wo relevant, mit Fett oder FeuchteFreigabeFarbe bleibt auf dem Einschlagpapier und nicht an den Händen
AbliegenUnbedruckte Seite nach Umrollen oder Stapeln prüfen, Reibtest mit weißem PapierProzessbegleitend, FreigabeFarbübertragung auf die Lebensmittelkontaktseite
Geruch und GeschmackEN 1230-1 (Geruch), EN 1230-2 (Geschmacksbeeinflussung)Qualifizierung, periodischÜbergang von Farb- oder Papiergeruch auf Lebensmittel
Migration oder ExtraktionNach Vorgabe der Lebensmittelsicherheitsspezifikation des Käufers; für Papier werden Extraktprüfungen wie EN 645 (Kaltwasser) und EN 647 (Heißwasser) genutztQualifizierung, periodischStützt die Konformitätserklärung
PFAS-DokumentationGesamtfluor (zum Beispiel mittels Verbrennungs-Ionenchromatographie) und gezielte PFAS-Analyse am Papier, von der Papierfabrik oder einem akkreditierten LaborJe Papiersorte, periodischNachweis für EU- und US-amerikanische PFAS-Beschränkungen
Zuschnittgröße und SchnittpositionLineal oder Lehre; Position des Logos zu den Kanten bei registerhaltiger WareAuftragsbeginn, in AbständenPassung zur Einschlagmethode und zum Spender
StückzahlWiege- oder Zählkontrolle der PackungenVerpackungFehlmengen sind bei großen Stückzahlen ein realer Kostenfaktor

Wie Muster, Referenzmuster (Golden Samples) und AQL-Stichprobenprüfung grundsätzlich ablaufen, behandelt der Leitfaden Bemusterung und Qualitätskontrolle bei Verpackungen; Prüfbegriffe sind im Glossar Prüfung und Qualität definiert.

Typische Fehler bei bedruckten fettdichten Einschlagpapieren

FehlerWahrscheinliche UrsacheVorbeugung in der ProduktionWie der Käufer ihn erkennt
Einrollen oder wellige ZuschnitteFeuchteungleichgewicht durch viel wasserbasierte Farbe, Übertrocknung oder mangelhafte KlimatisierungModerate Deckung, abgestimmte Trocknung, Klimatisierung der Rollen, feuchtegeregelte LagerungStapel liegen nicht flach; Zuschnitte rollen sich auf der Theke ein
Abliegen auf der LebensmittelseiteNicht getrocknete Farbe, hohe Wickelspannung, schwere StapelVollständige Trocknung, konische Spannung, Stapelgrenzen, geeignete FarbenSchwaches Druckbild auf der unbedruckten Seite; Reibtest mit weißem Papier
Fettdurchschlag an FalzenPapier mit unzureichender Barriere, Risse an Knickkanten, beschädigte OberflächeRichtige Sorte, KIT- oder Permeabilitätsprüfungen an geknickten MusternPraxistest: Flecken auf der Außenseite nach der Warmhaltezeit
Motiv außerhalb der Position geschnittenFreier Schnitt bei einem Motiv, das Register verlangt, oder Fehler bei der Verfolgung der RegistermarkenRegisterhaltigen Schnitt vereinbaren, wo nötig; Kontrollen beim EinrichtenLogo an den Kanten angeschnitten; Position wechselt von Zuschnitt zu Zuschnitt
Aneinanderhaftende Zuschnitte (Verblocken)Klebrige Farbe, Feuchte, statische Aufladung, DruckTrocknung, Entladung durch Ionisatoren, LagerbedingungenZuschnitte werden zu zweit abgehoben; zerrissene Zuschnitte
Falten und KnickeUngleichmäßige Spannung, schlechte Rollenqualität, fehlausgerichtete WalzenSpannungsregelung, Wareneingangsprüfung der RollenSichtbare Falten längs der Zuschnitte
GeruchRestbestandteile der Farbe, Papiergeruch, Lagerung neben geruchsintensiven WarenFarbauswahl, Trocknung, saubere LagerungGeruch beim Öffnen der Kartons; Geruchs- und Geschmackstest
FarbabweichungÄnderung von Viskosität oder pH-Wert der Farbe, Verschleiß der RasterwalzeRegelmäßige Farbkontrollen gegen das freigegebene MusterVergleich mit dem freigegebenen Muster
Staubige oder ausgefranste KantenStumpfe Messer beim Längs- oder QuerschneidenMesserwartungFasern an Händen und Lebensmitteln; Staub in Kartons
FehlmengenZählfehler, FehlzuführungenZählkontrolle bei der VerpackungPackungen gegen das Nenngewicht der Zuschnitte wiegen

Wie werden bedruckte Servietten hergestellt?

Bedruckte Servietten entstehen auf Serviettenlinien, die je Lage eine Tissue-Rolle abwickeln, die oberste Lage im Inline-Flexodruck mit wasserbasierten Farben bedrucken, die Lagen durch Prägung verbinden und die Bahn anschließend schneiden und zu Viertel-, Achtel- oder anderen Falzen falzen; die Servietten werden zu Stapeln gezählt und für das Banderolieren oder Einschlagen vorbereitet. Airlaid-Servietten folgen derselben Logik der Weiterverarbeitung, gehen aber von einer anderen, dickeren Vliesbahn aus.

Weil Druck und Weiterverarbeitung in einem Durchlauf stattfinden, ist das Einrichten der Linie (Druckplatten, Prägewalzen, Falz und Format) der wichtigste Kostentreiber, und die Druckposition relativ zum Falz wird durch das Timing der Maschine bestimmt.

Tissue-Mutterrollen: Faserstoff, Grammatur und Lagenzahl

Servietten-Tissue wird auf Tissuemaschinen hergestellt, wo eine sehr leichte, nasse Bahn auf einen großen dampfbeheizten Trockenzylinder (den Yankee-Zylinder) gepresst und mit einem Kreppschaber abgenommen wird. Das Kreppen verleiht dem Tissue Weichheit, Volumen und Dehnung. Der Weiterverarbeiter erhält das Ergebnis als große Mutterrollen, die auf die Serviettenlinie zugeschnitten werden.

Die Entscheidungen der Papierfabrik, die für Servietten zählen:

  • Faserstoff: Zellstoff aus Frischfasern ergibt weißeres, weicheres, festeres Tissue; Recyclingfaser, gereinigt und meist deinkt, ergibt geringere Kosten bei geringerer Helligkeit und Weichheit. Altpapier kann Rückstände wie Mineralölkohlenwasserstoffe enthalten, weshalb manche Ketten für Servietten mit wahrscheinlichem Lebensmittelkontakt Tissue aus Frischfasern vorgeben. Die Vor- und Nachteile stehen im Leitfaden Lagenzahl bei Servietten: 1-, 2-, 3-lagig und Airlaid.
  • Grammatur je Lage: etwa 15-19 g/m² je Lage bei 2-lagigen und 14-18 g/m² je Lage bei 3-lagigen Servietten; 1-lagige Servietten verwenden ein schwereres Einzelblatt, etwa 17-23 g/m².
  • Farbe: Farbige Servietten verwenden in der Masse gefärbtes Tissue aus der Papierfabrik, keine gedruckten Vollflächen. Die Farbchargen schwanken, daher wird die Farbkonstanz zwischen Chargen bei der Bemusterung vereinbart.
  • Nassfestigkeit: Manche Serviettentissues enthalten ein Nassfestmittel, damit sie im Gebrauch nicht zerfallen; das beeinflusst auch das Verhalten der gebrauchten Serviette bei Kompostierung oder Wiederaufschluss.
  • Krepp und Dehnung: Das Kreppverhältnis beeinflusst die Weichheit und das Verhalten der Bahn unter Spannung auf der Weiterverarbeitungslinie.

Im Handel werden Tissue-Servietten häufig Zellstoffservietten genannt, in Abgrenzung zu Airlaid- und Stoffservietten.

Wareneingangsprüfung der Tissue-Rollen

PrüfungTypische MethodeBedeutung
GrammaturISO 12625-6Das Lagengewicht bestimmt Weichheit, Volumen, Opazität und Kosten
Dicke und VolumenISO 12625-3Griffgefühl und Stapelhöhe in Spendern
Zugfestigkeit, trocken und nassISO 12625-4 und ISO 12625-5Bahnabrisse auf der Linie; Reißen der Serviette im Gebrauch
WasseraufnahmeISO 12625-8Saugfähigkeit der fertigen Serviette
Helligkeit und FarbtonInstrumentelle Messung oder Sichtvergleich mit StandardDruckbild und Übereinstimmung zwischen Lieferungen
Feuchte und RollenzustandFeuchtemessung; Sichtprüfung auf beschädigte Hülsen, weiche Stellen, KantenschädenLaufverhalten und Bahnabrisse
DokumenteErklärung der Papierfabrik zum Basistissue, häufig mit Bezug auf VO (EG) 1935/2004 und BfR-Empfehlung XXXVI; Angaben zum FaseranteilGrundlage für die Lebensmittelkontakt-Dokumentation und für Produktaussagen

Mutterrollen werden auf eine zur Serviettenlinie passende Breite geschnitten und umgerollt, meist bezogen auf die ungefaltete Servietten-Größe oder ein Vielfaches davon, wenn die Linie mehrere Bahnen fährt. Für eine 2-lagige Serviette werden zwei Rollen gemeinsam abgewickelt, für eine 3-lagige drei. Manche Papierfabriken liefern bereits doublierte Rollen, bei denen zwei Lagen gemeinsam gewickelt sind, was die Weiterverarbeitungslinie vereinfacht.

Wie werden Airlaid-Servietten hergestellt?

Airlaid ist kein Tissue. Es ist ein Vliesstoff, der im Trockenverfahren geformt wird: Fluff-Zellstoffbahnen werden in einer Hammermühle oder einem Defibrator in Einzelfasern zerlegt, die Fasern werden in einem Luftstrom transportiert und unter Vakuum auf einem laufenden Formiersieb abgelegt, und die lose Bahn wird gebunden, um ihr Festigkeit zu geben. Das Ergebnis ist dicker, gleichmäßiger und textilähnlicher als Tissue, bei Servietten typischerweise etwa 50-75 g/m².

Die Bindungsart bestimmt die Sorte:

Airlaid-TypWie die Bahn gebunden wirdHinweise für Käufer
Latexgebunden (LBAL)Ein Bindemittel, typischerweise eine Emulsion vom Latextyp, wird auf beide Seiten gesprüht und im Ofen ausgehärtetAm häufigsten bei Servietten; gute Weichheit und Nassfestigkeit
Thermisch gebunden (TBAL)Ein Anteil thermoplastischer Bikomponentenfasern in der Bahn schmilzt im Ofen und verbindet die ZellstofffasernEnthält Kunststofffaser; beeinflusst Aussagen wie „kunststofffrei“ und zur Kompostierbarkeit
Multi-gebunden (MBAL)Kombination aus thermischen Bindefasern und LatexbindemittelHöhere Festigkeit; dieselbe Vorsicht bei Aussagen wie bei TBAL

Nach dem Binden wird die Bahn oft geprägt und zu Rollen gewickelt, dann auf Serviettenlinien weiterverarbeitet, die für das dickere Material gebaut sind. Airlaid druckt schärfer und deckender als Tissue, weil seine Oberfläche dichter und gleichmäßiger ist. Die Bindungsart ist für Umweltaussagen wichtig: Eine Serviette mit thermoplastischen Bindefasern sollte nicht als kunststofffrei beschrieben werden, und Aussagen zur Kompostierbarkeit benötigen eine Zertifizierung der konkreten Sorte.

Wie werden Servietten bedruckt?

Die meisten Serviettenmengen werden im Inline-Flexodruck mit wasserbasierten Farben auf der obersten Lage bedruckt, in typischerweise ein bis vier Sonderfarben, unmittelbar vor Prägung und Falzung. Tissue saugt Farbe schnell und ungleichmäßig auf, daher sind Auflösung, Farbstärke und Farbregister deutlich weniger eng toleriert als auf Papier oder Karton.

So läuft der Druck auf einer Serviettenlinie ab:

  • Die Bahn der obersten Lage läuft durch Flexodruckwerke, meist inline oder als Stack angeordnet, jeweils mit eigenem Plattenzylinder, eigener Rasterwalze und eigener Farbversorgung. Manche Weiterverarbeiter bedrucken das Tissue auf einem separaten Drucker-Umroller und verarbeiten später weiter, was mehr Farben und Trocknung erlaubt, aber einen zusätzlichen Handhabungsschritt kostet.
  • Die Druckplatten sind Flexo-Reliefplatten, oft weicher und dicker als bei Folie oder Karton, damit sie auf einer weichen, unebenen gekreppten Oberfläche gleichmäßig drucken, ohne sie zu quetschen.
  • Wasserbasierte Farben werden fast durchweg verwendet. Auf saugfähigem Tissue trocknen sie überwiegend durch Eindringen in das Fasernetz, unterstützt durch kurze Heißlufttrockner, wo die Linie sie hat.
  • Die Druckposition relativ zum Falz wird durch das Timing der Linie und, wo vorhanden, durch eine Registerregelung bestimmt, die Marken oder das Druckbild liest. In der Praxis verschiebt sich die Position im Lauf eines Auftrags um wenige Millimeter, weshalb die Druckdaten Abstand zu Falzlinien und Prägebändern halten.

Das Verhalten der Farbe auf Tissue setzt Gestaltungsgrenzen. Farbe dringt in die Fasern ein, sodass Linien und Punkte verlaufen (Tonwertzunahme) und feine Details zulaufen. Die Penetration kann auch zu weit gehen: Bei leichtem 1- oder 2-lagigem Tissue kann starke Farbe auf die Rückseite der Lage durchschlagen, was als spiegelverkehrtes Bild sichtbar wird und auf die nächste Serviette im Stapel übertragen werden kann. Große Vollflächen machen die Serviette steifer und verringern die Saugfähigkeit an den bedruckten Stellen. Das Bindemittelsystem der Farbe bestimmt Reibfestigkeit und Farbechtheit bei Nässe, was bei Servietten wichtiger ist als bei fast jedem anderen Verpackungsartikel. Regeln für Druckdaten, Mindestlinienstärken und die Platzierung am Falz behandelt der Leitfaden Logodruck auf Servietten.

Digitaldruck und Heißfolienprägung gibt es für kleine Auflagen und Eventservietten, meist auf separaten Anlagen und zu höheren Stückkosten. Servietten für die Gastronomie in großen Mengen werden normalerweise im Flexodruck bedruckt.

Wie läuft die Prägung bei Servietten ab?

Beim Prägen wird zwischen Walzen unter Druck ein Muster in das Tissue gepresst. Bei Servietten erfüllt es zwei Aufgaben: Es verbindet die Lagen mechanisch, damit sie im Gebrauch zusammenbleiben, und es erhöht Volumen und Weichheit und dient als Dekor. Üblich ist die Stahl-Gummi-Konfiguration: Eine gravierte Stahl-Musterwalze läuft gegen eine gummierte Gegenwalze, und das Gummi verformt sich um das Stahlmuster und drückt es in das Tissue.

Prägearten und ihre Herstellung:

PrägeartHerstellungFunktion
RandprägungEin schmales Band aus gerändelten oder gemusterten Stahlwalzen presst die Lagen entlang des Rands zusammenLagenverbund mit minimaler Wirkung auf die Mitte der Serviette; Standard bei vielen 2- und 3-lagigen Servietten
VollflächenprägungEine Stahl-Musterwalze über die volle Breite gegen eine GummiwalzeVolumen, Weichheit, Textur und Lagenverbund über die gesamte Fläche
Dekor- oder LogoprägungEine Stahlwalze mit einem bestimmten Motiv graviert, teils ein individuelles Logo, in einem FeldBlindprägung ohne Farbe; individuelle Walzen sind eine eigene Werkzeuginvestition
KlebeprägungDie Lagen werden getrennt geprägt, auf die Prägespitzen einer Lage wird Klebstoff aufgetragen, die Lagen werden im Walzenspalt zusammengeführt (ineinandergreifende oder Spitze-an-Spitze-Muster)Starker Lagenverbund und hohes Volumen; häufiger bei hochwertigen Tissueprodukten
Passergenaue Prägung zum DruckbildPrägung zeitlich auf das gedruckte Motiv abgestimmtPremiumeffekt; hängt von den Möglichkeiten der Linie ab, die Toleranzen sind weiter als bei Karton

Kritische Prägeparameter sind der Anpressdruck im Walzenspalt, Härte und Zustand des Gummis, die Prägetiefe und der Walzenabstand. Zu wenig Druck führt zu schwachem Lagenverbund und zu Servietten, die sich trennen; zu viel schneidet oder perforiert das Tissue, erhöht Flusen und verringert die Festigkeit. Prägen über bedruckten Bereichen verzerrt den Druck und kann dicke Farbfilme aufbrechen, weshalb detailreicher Druck von Prägezonen ferngehalten wird.

Wie werden Servietten gefalzt, geschnitten und gezählt?

Auf einer Standard-Serviettenlinie wird die bedruckte und geprägte Bahn längs gefalzt, quer in einzelne Servietten geschnitten und zum endgültigen Falz quergefalzt, anschließend zu Stapeln gezählt. Spenderformate wie Interfold entstehen anders: Ein Interfolder erzeugt einen durchgehenden verschränkten Stapel, der von einer Säge in Bündel geschnitten wird.

Servietten im Viertel- und Achtelfalz

Bei einer Serviette im Viertelfalz (1/4) wird die Bahn zunächst durch einen Falztrichter längs in der Mitte gefaltet (Längsfalz). Die gefaltete Bahn wird anschließend von einem Rotationsschneidwerk mit Messern auf einem Zylinder auf Länge geschnitten, und jedes Stück wird von einem Falzmesser, das es in den Spalt zwischen Falzwalzen schiebt, quergefalzt. Das Ergebnis ist ein Quadrat mit einem Viertel der ungefalteten Fläche. Ein Achtelfalz (1/8) ergänzt einen weiteren Falz, je nach Linie entweder einen zweiten Längsfalz vor dem Schneiden oder einen zusätzlichen Querfalz. Der 1/6-Falz und andere Falze verwenden andere Anordnungen von Falztrichter und Falzmesser. Die Falzmaße der einzelnen Größen stehen im Leitfaden Serviettengrößen und Falzarten.

Kritische Parameter sind Falzgenauigkeit, Schnittlänge und die Position des bedruckten Felds relativ zu den Falzen; eine Serviette, die wenige Millimeter aus dem Winkel gefalzt ist, stapelt ungleichmäßig.

Interfold- und Spenderservietten

Interfold-Spenderservietten entstehen auf Interfolding-Maschinen. Die Bahnen werden so geschnitten und gefalzt, dass das Feld jeder Serviette die nächste überlappt; die Maschine nutzt typischerweise Vakuum-Falzwalzen, die wechselnde Blätter greifen und zu einem durchgehenden Stapel falzen, oft als Strang (Log) bezeichnet. Der Strang wird auf eine Säge übergeben, üblicherweise eine Band- oder Kreissäge, die ihn in Bündel der gewünschten Länge schneidet. Manche Spenderformate, darunter die US-amerikanischen Tall-Fold- und Low-Fold-Formate, werden auf eigenen Spenderservietten-Maschinen mit eigener Falzgeometrie hergestellt.

Spenderservietten sind toleranzkritisch. Ein Spender ist auf eine bestimmte gefaltete Breite, Tiefe, Falzart und Bündelhöhe ausgelegt, daher muss die Einrichtung der Linie diese Geometrie eng reproduzieren. Spenderkompatibilität und Verbrauchstests behandelt der Leitfaden Spenderservietten für die Systemgastronomie.

Zählen und Stapeln

Serviettenlinien zählen die Servietten beim Verlassen des Falzteils und trennen Stapel bei einer festen Stückzahl, oft mit einem Trennfinger oder durch Versetzen eines Stapels. Die Zählung wird durch Wiegen der Bündel gegen das Nenngewicht der Servietten oder durch manuelle Zählungen in Abständen überprüft.

StationAufgabeKritische ParameterBedeutung
Abwickler (einer je Lage)Führen Tissue mit geregelter Spannung zuSpannung, Ausrichtung der LagenFalten, Lagenversatz, Bahnabrisse
FlexodruckwerkeBedrucken die oberste LageZustand von Rasterwalze und Platte, Farbviskosität, Timing Druck zu FalzFarbstärke, Reibfestigkeit, Logoposition
PrägewerkVerbindet Lagen, ergibt Volumen und MusterAnpressdruck, Gummihärte, PrägetiefeLagentrennung, Flusen, Perforation
LängsfalzerErster Falz entlang der BahnEinstellung des FalztrichtersRechtwinkliger Falz, Kantenausrichtung
QuerschneiderSchneidet Servietten auf LängeMesserzustand, SchnitttimingGröße, saubere Kanten, Druckposition
QuerfalzerAbschließende FalzeTiming des Falzmessers, WalzenabstandFalzgenauigkeit, gefaltete Größe
Interfolder und Strangsäge (Spenderformate)Baut einen verschränkten Stapel auf und schneidet BündelFalzüberlappung, Bündellänge, Schärfe des SägeblattsPassung im Spender, saubere Bündelenden ohne Staub
Zähler und StaplerZählt und trennt StapelZählgenauigkeitRichtige Bündelzahlen
Banderolier- oder EinschlagwerkBanderoliert, schlägt Bündel in Folie ein oder beutelt sieBanderolenspannung, Siegelqualität der FoliePackungsintegrität, Erscheinungsbild

Wie werden Servietten banderoliert, eingeschlagen und verpackt?

Gezählte Stapel werden mit einer Papierbanderole banderoliert, in Folie eingeschlagen oder in Beutel verpackt und dann in Versandkartons gepackt. Die Bündelgrößen richten sich nach dem Einsatz: Handels- und Eventpackungen sind klein, Bündel für die Gastronomie größer, Spenderbündel entsprechen der Kapazität des Spenders. Servietten sind leicht und voluminös, weshalb viele Weiterverarbeiter die Stapel beim Einschlagen leicht komprimieren, um das Volumen zu verringern, in Grenzen, die die Prägung nicht quetschen oder bleibende Knicke verursachen.

Weil Fracht für Servietten häufig nach Volumen berechnet wird, sollten Bündelzahl, Kartongröße und Kartons je Palette in der Spezifikation vereinbart werden. Die Banderolen, Folienumhüllungen und Kartons sind eigenständige Verpackungen, auch wenn die Servietten selbst meist nicht als Verpackung gelten; siehe dazu die Produktübersicht individuell bedruckte Servietten.

Wie wird die Qualität bei der Herstellung bedruckter Servietten kontrolliert?

Die Qualitätskontrolle bei Servietten konzentriert sich auf Tissue-Eigenschaften (Grammatur, Festigkeit, Saugfähigkeit), die weiterverarbeitete Serviette (Lagenverbund, Falz und Größe, Flusen) und den Druck (Position, Farbe, Reibfestigkeit und Farbechtheit bei Nässe) sowie die Zählgenauigkeit. Tissue-Eigenschaften werden meist von der Papierfabrik dokumentiert und stichprobenartig geprüft; Eigenschaften der weiterverarbeiteten Ware werden beim Anfahren und in Abständen während des Auftrags geprüft.

Prüfung oder KontrolleTypische MethodeAussage
Grammatur und LagenzahlISO 12625-6; Lagenzahl durch TrennenServiette entspricht dem festgelegten Aufbau
SaugfähigkeitISO 12625-8 (Wasseraufnahmezeit und -kapazität)Wie gut die Serviette Verschüttetes und nasse Hände aufnimmt
Nass- und TrockenfestigkeitISO 12625-4, ISO 12625-5Reißen im Gebrauch, besonders bei Nässe
LagenverbundSicht- und manuelle Schälprüfung an Rand und MitteLagen, die sich im Gebrauch oder im Spender trennen
Flusen und StaubKlebeband-Abzug, Reib- oder Schütteltests, oft interne, mit dem Käufer vereinbarte MethodenFasern, die auf Kleidung, Lebensmittel und Flächen abgegeben werden
Gefaltete Größe und RechtwinkligkeitLineal oder Lehre gegen die SpezifikationPassung in Haltern und Spendern
DruckpositionMessung ab Falzlinien und Kanten gegen das freigegebene MusterLogo sichtbar und zentriert auf dem Außenfeld
FarbeSichtvergleich mit freigegebenem bedrucktem Tissue-MusterMarkenkonstanz
Reibfestigkeit des DrucksTrockenreibung und Reibung mit feuchtem Tuch oder FingernFarbe bleibt auf der Serviette
Farbechtheit bei NässeEN 646 (Farbechtheit von gefärbtem Papier und Karton im Kontakt mit Lebensmitteln) oder vereinbarte SimulanzprüfungenFarbe läuft nicht auf feuchte Hände oder Lebensmittel
Optische AufhellerEN 648, wo festgelegtRelevant für die Eignung von weißem Tissue für den Lebensmittelkontakt
GeruchSensorische Prüfung beim Öffnen; EN-1230-Methoden, wo festgelegtFarb- oder Tissuegeruch
StückzahlWiege- oder manuelle ZählungRichtige Menge je Bündel
SpendertestBündel in den Ziel-Spender einlegen und ziehenEinzelentnahme, keine Blockaden

Typische Fehler bei bedruckten Servietten

FehlerWahrscheinliche UrsacheVorbeugung in der ProduktionWie der Käufer ihn erkennt
LagentrennungSchwache Prägung, niedriger Anpressdruck, abgenutzte GummiwalzePrägeeinstellungen, Walzenwartung, SchälprüfungenLagen lösen sich beim Auffalten der Serviette
Flusen und StaubTissue geringer Festigkeit, aggressive Prägung, stumpfe Messer oder SägeblätterTissuesorte, Prägeeinstellungen, KlingenwartungFasern auf dunkler Kleidung oder Tischen; Staub in Kartons
Logo im falschen Feld oder durchgeschnittenDrift des Timings Druck zu FalzRegisterregelung, regelmäßige PositionskontrollenLogo teilweise verdeckt oder über einem Falz
Farbabrieb oder Ausbluten bei NässeUngeeignete Farbe, unzureichende Trocknung, hohe DeckungFarbauswahl, Deckungsgrenzen, NassreibprüfungenFarbe an Händen oder Lebensmitteln bei Gebrauch mit nassen Händen
Durchschlagen oder Abliegen im StapelStarke Farbe auf leichtem TissueDeckungsgrenzen, Kontrolle der FarbfilmdickeSpiegelbild auf der Rückseite der Serviette oder der nächsten Serviette
Nicht rechtwinkliger FalzFalztrichter oder Falzmessertiming verstelltEinrichtung und Kontrollen in AbständenUngleichmäßige Stapel; Servietten wirken in Haltern schief
Spenderblockaden oder DoppelentnahmeGefaltete Größe, Interfold-Überlappung oder Bündelhöhe außerhalb der ToleranzSpender-Passungstest bei Qualifizierung und ProduktionBeschwerden von Personal und Gästen; Test im Spender
Farbabweichung zwischen ChargenUnterschiede bei Farbcharge des Tissues oder der DruckfarbeFreigegebenes Muster je Farbe, ChargenkontrollenDirektvergleich von Lieferungen
FehlmengenZählerfehler, FehlzuführungenZählkontrolleBündel gegen Nenngewicht wiegen

Verpackung, Lagerung und Transport von Einschlagpapieren und Servietten

Beide Produktfamilien sind feuchteempfindliche Papierprodukte. Einschlagpapiere sollten in geschlossenen Packungen und Kartons verpackt, vom Boden entfernt bei moderater Temperatur und Luftfeuchte gelagert und auf der Palette mit Stretchfolie geschützt werden; Feuchteschwankungen verursachen Einrollen, aneinanderhaftende Zuschnitte und Maßänderungen. Servietten sollten trocken und fern von Gerüchen gehalten werden, weil Tissue sowohl Feuchte als auch Gerüche leicht aufnimmt.

Punkte, die in der Praxis auftauchen:

  • Palettenmuster: Kartons im Verbund oder in Säulen gestapelt, je nach Kartonfestigkeit; Kantenschutz und Deckblatt bei langen Transporten
  • Stapelhöhe: Das Palettengewicht auf Einschlagpapier-Kartons begrenzen, damit Zuschnitte in der Lagerung nicht verblocken oder abliegen
  • Container: Kondenswasser in Seecontainern ist bei langen Routen ein bekanntes Risiko; teils werden Trockenmittel oder Feuchtigkeitsbarrieren innerhalb der Stretchfolie vorgegeben
  • Volumen oder Gewicht: Einschlagpapiere sind dicht und frachteffizient; Servietten sind leicht und voluminös, daher begrenzt das Volumen die Containerbefüllung
  • First-in-first-out-Rotation im Restaurant oder im Distributionszentrum

Den Versand aus der Türkei in die EU, nach Großbritannien und in die USA, einschließlich Dokumenten und Transit, behandelt der Leitfaden Verpackungen aus der Türkei beschaffen.

Wie bestimmt der Produktionsweg Mindestbestellmenge, Kosten und Lieferzeit?

Bei bedruckten Einschlagpapieren sind die wichtigsten Treiber die Verfügbarkeit des Papiers (Mindestmengen der Papierfabrik für bestimmte Sorten, Farben oder Barrieretypen), die Anzahl der Druckfarben und Platten, die Zuschnittgröße und der Formatwechsel an der Weiterverarbeitungslinie sowie die Frage, ob registerhaltiger Schnitt oder Sonderfalze nötig sind. Bei bedruckten Servietten sind es Tissuesorte und -farbe, Platten je Farbe, individuelle Prägewalzen, Umrüstungen der Linie für Größe und Falz sowie spenderspezifische Formate.

TreiberAuswirkung bei EinschlagpapierenAuswirkung bei Servietten
BasismaterialStandardmäßiges weißes oder naturfarbenes fettdichtes Papier ist leichter zu beschaffen als eine bestimmte beschichtete, gefärbte oder PE-beschichtete Sorte, für die Mindestmengen der Papierfabrik und längere Lieferzeiten gelten könnenStandardweißes Tissue ist leichter zu beschaffen als farbige, recyclingspezifische oder Airlaid-Sorten, für die Mindestmengen beim Basismaterial gelten können
DruckfarbenEine Platte je Farbe; mehr Farben bedeuten mehr Rüstzeit und AusschussGleiches Prinzip; jede Farbe fügt zudem eine Druckwerk-Einrichtung auf der Serviettenlinie hinzu
DeckungSchwere Motive laufen langsamer, um richtig zu trocknenSchwere Motive erhöhen das Risiko von Durchschlagen und Farbabrieb
FormatDer Wechsel von Zuschnittgröße, Interfold- oder Rollenformat bedeutet Einrichten der WeiterverarbeitungDer Wechsel von Größe oder Falz bedeutet Einrichten des Falzteils
SonderwerkzeugeGestanzte Formen benötigen ein SchneidwerkzeugIndividuelle Dekor- oder Logoprägung benötigt eine gravierte Stahlwalze
RegisterRegisterhaltiger Schnitt erhöht den RüstausschussPassergenaue Prägung schränkt die Geräteauswahl ein
VerpackungPackungsgrößen, Kartongrößen und Kennzeichnung je ArtikelBündelzahlen, Einschlagart und Kartongröße je Artikel

Die allgemeine Logik von Mindestmengen, Preisaufbau und Terminplanung steht in den Leitfäden Was die Mindestbestellmenge bestimmt, Kostentreiber bei Verpackungen und Lieferzeiten bei Verpackungen. Endgültige Zahlen für ein Projekt werden bei Angebot und technischer Prüfung anhand von Material, Format und Druckmotiv bestätigt.

Wie sieht die Lebensmittelhygiene bei der Herstellung von Einschlagpapieren und Servietten aus?

Einschlagpapiere sind Lebensmittelkontaktmaterialien, ihre Herstellung fällt daher unter die GMP-Verordnung VO (EG) 2023/2006, die ein dokumentiertes Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollsystem, geeignete Rohstoffe und, für den Druck, Kontrollen gegen die Farbübertragung auf die Lebensmittelseite verlangt. Servietten sind je nach bestimmungsgemäßer und vorhersehbarer Verwendung Lebensmittelkontaktmaterialien oder nicht, doch viele Ketten stellen dieselben Anforderungen.

Worauf sich die Hygienekontrollen in Weiterverarbeitungshallen für Papier mit Lebensmittelkontakt typischerweise erstrecken:

  • Trennung der Produktion für den Lebensmittelkontakt von Arbeiten mit Nicht-Lebensmittelfarben oder -materialien
  • saubere Maschinenoberflächen, gesicherte Walzen und kontrollierte Schmierstoffe (lebensmitteltauglich, wo Kontakt möglich ist)
  • Schädlingsbekämpfung, Regeln für Glas und splitternde Hartkunststoffe sowie Kontrollen für lose Gegenstände in der Nähe offener Ware
  • Regeln zur Personalhygiene, einschließlich Kleidung und Haarbedeckung in Packbereichen
  • überdachte Lagerung von Rollen, fertigen Packungen und Kartons; kein direkter Bodenkontakt
  • Chargenrückverfolgbarkeit von der Papier- oder Tissue-Rolle und der Farbcharge bis zum fertigen Karton, wie nach VO (EG) 1935/2004, Artikel 17, gefordert
  • Rückstellmuster je Charge und dokumentierte Reklamationsbearbeitung

Käufer, insbesondere Ketten mit eigenen Lebensmittelsicherheits-Audits, fragen häufig, ob ein Lieferant nach einem anerkannten Hygiene- oder Lebensmittelsicherheitssystem arbeitet. Gängige Beispiele sind BRCGS Packaging Materials, FSSC 22000 (mit Geltungsbereich Verpackung) und ISO 22000. Dies sind Systeme, nach denen ein Käufer fragen und auditieren kann; ob ein bestimmter Lieferant eines davon besitzt, ist anhand eines gültigen Zertifikats zu prüfen. Die Dokumentationsanforderungen allgemein behandelt der Leitfaden Konformität bei Lebensmittelkontaktverpackungen.

Was sollten Käufer einen Hersteller von Einschlagpapieren oder Servietten zum Prozess fragen?

Fragen Sie so, dass deutlich wird, wie das Produkt tatsächlich entsteht: welches Basismaterial und welche Papierfabrik, wie der Druck getrocknet und Abliegen kontrolliert wird, wie Zuschnitte oder Servietten geschnitten, gefalzt und gezählt werden, welche Prüfungen in welcher Häufigkeit erfolgen und welche Dokumentation jede Charge begleitet.

Für bedruckte fettdichte Einschlagpapiere:

  • Welche Papierart: echtes fettdichtes Papier, beschichtetes fettbeständiges Papier, PE-beschichtetes Papier oder Wachspapier, und aus welcher Sorte?
  • Welche Grammatur, welche KIT- und gegebenenfalls Cobb-Werte bescheinigt die Papierfabrik, und werden sie an bedruckten und geknickten Mustern geprüft?
  • Ist das Papier fluorfrei, und liegen für die Sorte Gesamtfluor- oder PFAS-Prüfdaten vor?
  • Welche Seite ist die Lebensmittelkontaktseite, und wie wird diese Seite durch Druck und Weiterverarbeitung konsistent gehalten?
  • Welches Farbsystem wird verwendet, und welche Dokumente belegen es (GMP, EuPIA-Einordnung, Schweizer Verordnung, deutsche Druckfarbenverordnung für Deutschland)?
  • Wie wird die Trocknung vor dem Umrollen oder Zuschneiden verifiziert, und wie wird Abliegen geprüft?
  • Freier oder registerhaltiger Schnitt, und welche Toleranz gilt für Zuschnittgröße und Logoposition?
  • Packungsgröße, Packungsart, Kartonanzahl und Chargenkennzeichnung

Für bedruckte Servietten:

  • Tissue-Faserstoff (Frischfaser oder Recycling), Grammatur je Lage, Lagenzahl und Farbe sowie die Dokumentation der Papierfabrik
  • Prägeart: Rand, Vollfläche, Dekor, Klebeprägung; gegebenenfalls erforderliche individuelle Prägewalze
  • Anzahl der Druckfarben, Toleranz der Druckposition relativ zum Falz und Deckungsgrenzen
  • Farbsystem und Nachweis der Farbechtheit bei Nässe (zum Beispiel EN 646)
  • Falzart und gefaltete Größe oder, bei Spendern, das Spendermodell und die dafür nötige Bündelgeometrie
  • Bündelzahl, Banderolier- oder Einschlagverfahren, Kartongröße und Palettenaufbau

Zum allgemeinen Aufbau einer Angebotsanfrage nutzen Sie den Leitfaden zur Angebotsanfrage für Verpackungen, und für die Bewertung eines Lieferanten über die Prozessfragen hinaus siehe den Leitfaden Verpackungshersteller auswählen. Das Unternehmen 9 Packaging ist ein in Istanbul ansässiger B2B-Hersteller und Exporteur individuell bedruckter Verpackungen mit Erfahrung in der Belieferung von Fast-Food- und Kettengastronomiebetrieben; Einschlagpapiere und Servietten werden oft zusammen mit Bechern, Tragetaschen und Boxen als ein gemeinsames Markenset festgelegt.

Nächster Schritt: Einschlagpapiere und Servietten anhand ihres Herstellungswegs festlegen

Beginnen Sie bei den Produktübersichten, die die Material- und Formatentscheidungen darlegen: individuell bedrucktes fettdichtes Papier für Einschlagpapiere, Zuschnitte, Einlagen und Rollen sowie individuell bedruckte Servietten für Tissue- und Airlaid-Servietten. Senden Sie anschließend eine Spezifikation, die Basismaterial, Grammatur, Barriere oder Lagenzahl, Format und Größe, Druckfarben und Deckung, Lebensmittelkontaktseite, Packungsgrößen, erforderliche Prüfungen und Dokumente, Jahresmengen und Zielort umfasst. Fordern Sie ein Angebot an mit diesen Angaben, dann werden Material, Druck und Weiterverarbeitungsweg bei der technischen Prüfung bestätigt. Für die übrigen Verpackungsfamilien kehren Sie zur Herstellung individuell bedruckter Verpackungen zurück.