Eine gute Dankeskarte für Pakete hat meist Postkarten- oder Visitenkartenformat, ist auf festen Karton gedruckt und erfüllt eine Aufgabe: ein kurzes Dankeschön plus eine nützliche Zeile, etwa zur Pflege, ein Nachbestell-Code oder ein Kontakt. Viele Händler fangen mit 200 Karten aus dem Copyshop an. Wächst das Geschäft, soll die Karte zu Verpackung und Logo passen, einen QR-Code tragen und vier Produktlinien abdecken. Dann lautet die Frage nicht mehr „Was soll draufstehen?“, sondern: welches Format, welches Papier und wer liefert 20.000 Stück? Dieser Ratgeber richtet sich an Marken, die individuell bedruckte Dankeskarten zusammen mit ihren Verpackungen bestellen: Format, Papier, Druck, Text und die praktischen Punkte beim Beilegen in die Pakete.
Welches Format sollte eine Dankeskarte für ein Paket haben?
Die gängigsten Formate sind A6 (105 x 148 mm), ein Visitenkartenformat von etwa 85 x 55 mm oder 90 x 55 mm und ein Quadrat von etwa 100 x 100 mm. Wählen Sie das Format, das flach in Mailerbox oder Beutel liegt, ohne sich zu biegen, und genug Rand lässt, damit die Karte nicht verloren wirkt.
| Format | Größe (mm) | Ca. Zoll | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Visitenkartenformat | 85 x 55 oder 90 x 55 | 3,3 x 2,2 oder 3,5 x 2,2 | Kleine Verpackungen, Schmuck, Kosmetik, kurze Botschaft plus QR-Code oder Code |
| A7 | 74 x 105 | 2,9 x 4,1 | Kompakte Notiz mit Logo und einer Zeile |
| A6 | 105 x 148 | 4,1 x 5,8 | Allgemeiner Standard; Platz für eine kurze Botschaft sowie Pflege- oder Nachbestellhinweise |
| Quadrat | 100 x 100 | 3,9 x 3,9 | Geschenk- und Abo-Boxen; moderne Optik |
| DL-ähnlich, schmal | ca. 99 x 210 | 3,9 x 8,3 | Passt in lange, flache Versandverpackungen; meist eine gefaltete oder lange Notiz |
| A5, gefaltet auf A6 | 148 x 210 offen; 105 x 148 gefaltet | 5,8 x 8,3 offen | Längere Botschaft oder Angebot auf der Innenseite; benötigt eine Rillung |
So prüfen Sie die Passform: Messen Sie die Innenseite der Mailerbox oder des Beutels, nicht die Außenseite, und lassen Sie auf jeder Seite mindestens 5 mm Spiel, damit die Karte nicht hakt oder sich wellt. Liegt die Karte auf dem Produkt, testen Sie mit dem echten Produkt und dem Seidenpapier. Grundlagen zu Innenmaßen finden Sie im Ratgeber zu Mailerbox-Größen.
Welches Papier eignet sich am besten für Dankeskarten?
Üblich ist Karton mit 300 bis 350 g/m²; 250 bis 300 g/m² ist die niedrigste Grammatur, die sich noch wie eine Karte anfühlt, und 400 g/m² wirkt hochwertig. Ungestrichenes Weiß oder Naturweiß ist die beste Wahl, wenn die Karte handschriftlich beschrieben wird; gestrichener Karton liefert schärfere Farben; Kraftkarton passt zu Marken mit Naturoptik.
| Papier | Haptik | Beschreibbarkeit | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Ungestrichen weiß oder cremefarben, 300 bis 350 g/m² | Weich, matt | Lässt sich mit Stiften gut beschreiben | Farben wirken etwas weicher; gut für textlastige Karten |
| Gestrichener Karton, 300 bis 350 g/m², matt | Glatt | Stifte können verschmieren | Am besten für Fotos und kräftige Farben |
| Kraftkarton, 300 bis 350 g/m² | Natürlich, rau | Mit Stift beschreibbar | Nur dunkle Druckfarbe; helle Farben gehen im Braun unter |
| Dicker Duplexkarton, ab 400 g/m² | Steif, hochwertig | Je nach Oberfläche | Höhere Kartonkosten und Frachtkosten |
| Leichter Karton, 250 g/m² | Flexibel | Gut | Kurzlebiger Werbeeinsatz |
Das Gewicht spielt beim Versand eine Rolle: Eine A6-Karte mit 350 g/m² wiegt etwa 5,4 g, 1.000 Karten wiegen also rund 5,4 kg. Pro Paket fällt das kaum ins Gewicht, bei großen Frachtmengen summiert es sich. Mehr zur Kartonwahl finden Sie im Ratgeber zu Materialien für Hängeetiketten, der ebenso für Karten gilt, sowie im Grammatur-Umrechner.
Was sollten Sie auf eine Dankeskarte schreiben?
Schreiben Sie ein kurzes, konkretes Dankeschön in der Sprache des Kunden, ergänzen Sie eine nützliche Information (Pflege, Nachbestellung, einen Code oder einen Kontakt) und lassen Sie den Rest frei. Karten, die vier Aufgaben auf einmal erfüllen sollen, werden meist übersehen.
Legen Sie pro Karte eine Hauptaufgabe fest:
- Persönlicher Dank: „Danke für Ihre Bestellung“ plus Vorname oder Unterschrift. Eine handschriftliche Notiz wirkt am stärksten, eine gedruckte Unterschrift ist bei großen Mengen die praktische Lösung.
- Pflege- oder Gebrauchshinweise: ein kurzer Anwendungshinweis für Kerzen, Pflanzen, Textilien, Kosmetik oder Lebensmittel.
- Nachbestellung oder Kundenbindung: ein Code für die nächste Bestellung oder ein QR-Code zur Nachbestellseite.
- Feedback: eine höfliche Bitte um Rückmeldung mit direktem Link oder QR-Code.
- Retouren oder Hilfe: Kontaktdaten und ein kurzer Retourenhinweis.
Ein kurzes Beispiel für den Aufbau:
- Anrede und Dank (ein Satz).
- Eine praktische Zeile (Pflege, Anwendung oder Inhalt der Sendung).
- Eine Handlungsaufforderung (Code, Link, QR-Code).
- Ein Name oder eine Unterschrift.
Vermeiden Sie lange Absätze, schwer lesbare Schreibschriften in kleinen Schriftgrößen, Rabattcodes, die sich nicht nachverfolgen lassen, und einen QR-Code ohne kurzen Textlink daneben für Personen, die nicht scannen können.
Welche Vorgaben beeinflussen den Text auf der Karte?
Marktplatz- und Verbraucherregeln schränken manche Formulierungen auf Karten ein. Mehrere Marktplätze beschränken Beilagen, die um positive Bewertungen bitten, Anreize für Bewertungen bieten oder Käufer von der Plattform wegleiten; prüfen Sie deshalb vor dem Druck die Verkäuferrichtlinien jedes Kanals. In der EU und im Vereinigten Königreich fällt eine Karte, die eine E-Mail-Adresse erhebt oder auf eine Anmeldeseite verlinkt, unter die Regeln zu Datenschutz und Werbeeinwilligung.
- Marktplätze: Lesen Sie die aktuellen Verkäuferregeln für Beilagen auf jeder Plattform, über die Sie verkaufen.
- Werbeeinwilligung: Eine Karte ersetzt keine Einwilligung; führt die Karte zu einer E-Mail-Anmeldung, braucht die Anmeldeseite einen eigenen Einwilligungstext.
- Aussagen: Angaben wie „nachhaltig“ oder „recycelt“ auf einer Karte unterliegen den Regeln für Umweltaussagen; siehe unseren Ratgeber zu recyclingfähigen und kompostierbaren Verpackungen.
- Preise und Angebote: Nennen Sie die Bedingungen eines Rabattcodes; das Angebot muss zutreffen.
Dies sind allgemeine Hinweise; prüfen Sie die Regeln für Ihre Märkte und Plattformen.
Wie sollte die Karte gedruckt werden?
Drucken Sie je nach Einsatz ein- oder beidseitig. Vorderseite: Logo und kurze Botschaft. Rückseite: Pflegehinweis, Nachbestellhinweis oder Code, oder frei gelassen für eine handschriftliche Notiz. Je nach Auflage und Zahl der Versionen eignen sich Offsetdruck oder Digitaldruck; der Ratgeber zu Druckverfahren für Verpackungen erklärt den Unterschied.
Gängige Optionen:
- Beidseitiger Druck mit freier Schreibfläche auf der Rückseite.
- Partieller UV-Lack, Heißfolienprägung oder Prägung auf dem Logo, sofern der Karton dafür geeignet ist; wird im Angebot bestätigt.
- Matte Folienkaschierung oder Soft-Touch-Beschichtung für eine hochwertige Haptik (nicht bei Karten, die handschriftlich beschrieben werden).
- Abgerundete Ecken für eine weichere Optik.
- Mehrere Versionen (Sprache, Produktlinie, Markt) auf einer Vorlage; fordern Sie für jede Version einen eigenen Proof an.
Der Farbeindruck variiert je nach Karton; geben Sie einen Proof auf dem tatsächlichen Material frei. Soll die Karte zu Mailerbox, Beutel oder Seidenpapier passen, hilft der Ratgeber zu Pantone und CMYK bei Verpackungen.
Wie fügen sich Karten in das gesamte Unboxing ein?
Die Karte ist ein Element des Unboxings, zu dem auch Außenverpackung, Seidenpapier, eventuelle Einlagen und das Produkt gehören. Entscheidend ist, wo die Karte liegt: Auf dem Seidenpapier wird sie zuerst gelesen, unter dem Produkt erst später gefunden. Zur gesamten Abfolge und zum Innendruck siehe Innendruck und Unboxing-Gestaltung. Zu Schutzeinlagen siehe Einlagen für Mailerboxen. Das Einschlagen in Seidenpapier behandelt der Ratgeber Produkte in Seidenpapier einschlagen. Ein Aufkleber kann das Seidenpapier verschließen und eine kleine Marke tragen; siehe individuell bedruckte Aufkleber und Etiketten.
Praktische Hinweise bei der Bestellung großer Mengen
Karten für eine Fulfillment-Linie sollten sich leicht greifen, stapeln und platzieren lassen. Karten in gezählten Bündeln, alle in dieselbe Richtung ausgerichtet, sparen pro Paket Sekunden und vermeiden aneinanderhaftende oder doppelt eingelegte Karten.
- Bestellen Sie genug für den Bedarf der nächsten Monate, aber nicht so viel, dass Druckdaten oder Angebote verfallen.
- Drucken Sie keine Codes oder Daten auf die Karte, die sich ändern; nutzen Sie stattdessen einen QR-Code zu einer Seite, die Sie aktualisieren können.
- Erwägen Sie eine neutrale Karte für alle Produkte und eine kleine Zahl produktspezifischer Karten.
- Legen Sie die Sprachversionen je Markt fest: etwa „Dankeskarte“ für deutschsprachige Käufer, „bedankkaartje“ für niederländische Käufer.
- Planen Sie das Datum der Proof-Freigabe ein; Digital- und Offsetauflagen haben unterschiedliche Lieferzeiten. Mindestbestellmenge, Kosten und Lieferzeit behandeln die Ratgeber zu den Einflussfaktoren der Mindestbestellmenge, zu Kostentreibern bei Verpackungen und zu Lieferzeiten bei Verpackungen.
Checkliste Dankeskarten für die Angebotsanfrage
Senden Sie die Angaben über die Kontaktseite oder füllen Sie die Vorlage für die Angebotsanfrage aus:
- Endformat und Innenmaße der Mailerbox oder des Beutels.
- Papier: ungestrichen, gestrichen oder Kraft; g/m².
- Druck: ein- oder beidseitig; Farben; Pantone-Referenzen; Veredelungen.
- Schreibfläche: leere Rückseite für eine handschriftliche Notiz, ja oder nein.
- Anzahl der Versionen (Sprachen, Produkte) und Menge je Version.
- Verpackung: in gezählten Bündeln oder lose.
- Lieferland und Termin.
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