Für Hängeetiketten gibt es keine Normgröße, nur übliche Formate. Die richtige Größe ist die, auf die Ihre Angaben passen und die zum Produkt passt. Ist ein Etikett 5 mm zu schmal, haben Barcode und Größenraster keinen Platz; ist es zu groß, flattert es am Hemd und bleibt in der Kassenschublade hängen. Wer die Maße festlegt, bevor die Stanzkontur gezeichnet wird, vermeidet die meisten Nachdrucke. Im Folgenden finden Sie typische Abmessungen in mm und Zoll, Hinweise zur Position von Loch und Schlaufe und die Grenzen individueller Stanzformen. Er gehört zum Themenbereich individuell bedruckte Hängeetiketten und Dankeskarten.
Welche Standardgröße hat ein Hängeetikett?
Für die Größe von Hängeetiketten gibt es keine formale Norm. Das gängigste Fertigformat liegt bei etwa 50 x 90 mm (rund 2 x 3,5 Zoll) und entspricht damit einer Visitenkarte. Es passt an die meisten Kleidungsstücke und Hartwaren und trifft die Proportionen, die Käufer erwarten. Viele Marken verwenden Breiten von 40 bis 55 mm und Höhen von 70 bis 110 mm.
Das Visitenkartenformat ist aus praktischen Gründen beliebt: Es bietet genug Platz für Logo, Größe, Preis und Barcode auf einer Seite und lässt sich wirtschaftlich aus einem Standarddruckbogen ausstanzen, was die Stückkosten niedrig hält. Wer deutlich davon abweicht, sollte dafür einen Grund haben, etwa ein bewusst großes Etikett als Display-Element oder ein sehr kleines für Schmuck.
Größentabelle für Hängeetiketten nach Produktart
Nutzen Sie die Tabelle als Ausgangspunkt und prüfen Sie anschließend ein gedrucktes Muster am echten Produkt. Die Angaben sind typische Fertigmaße, keine Normwerte.
| Produkt | Typisches Fertigformat (mm) | ca. Zoll | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Feinschmuck, Ohrringe, Ringe | 20 x 40 bis 35 x 55 | 0,8 x 1,6 bis 1,4 x 2,2 | Kleines Etikett, Schlaufe oder Gummiband; Barcode häufig auf separatem Aufkleber |
| Kosmetik, Kerzen, Seifen, kleine Geschenkartikel | 40 x 70 bis 50 x 90 | 1,6 x 2,8 bis 2 x 3,5 | Etikett an Schnur oder Band um Hals oder Deckel |
| T-Shirts, Strickwaren, allgemeine Bekleidung | 45 x 90 bis 55 x 100 | 1,8 x 3,5 bis 2,2 x 4 | Loch oben mittig oder in einer Ecke |
| Denim, Oberbekleidung, Arbeitskleidung | 50 x 100 bis 65 x 120 | 2 x 4 bis 2,6 x 4,7 | Stärkerer Karton; mehr Fläche für Stoff- oder Passforminformationen |
| Taschen, Lederwaren, Accessoires | 55 x 90 bis 70 x 130 | 2,2 x 3,5 bis 2,8 x 5,1 | Häufig hochwertige Ausführung oder Paketanhänger-Form |
| Bäckerei- und Geschenkanhänger, Bäckertüten | 35 x 70 bis 50 x 100 | 1,4 x 2,8 bis 2 x 4 | Häufig mit Schreibfläche für handschriftliche Einträge |
| Klappetiketten (Booklet-Form) | 50 x 90 gefaltet; 100 x 90 geöffnet | 2 x 3,5 gefaltet | Zusätzliche Innenseite für Pflegehinweise, Markenstory oder Größen; Rillung erforderlich |
Beilegekarten für Pakete haben andere Formate; siehe Dankeskarten für Paketsendungen.
Rechteck, Paketanhänger oder individuelle Stanzform: Welche Form passt?
Rechteckige Etiketten sind die günstigste und flexibelste Lösung. Paketanhänger geben dem Etikett den vertrauten Kofferanhänger-Look bei moderatem Mehrpreis. Individuelle Stanzformen erzeugen eine eigene Silhouette, erfordern aber eine eigene Stanzform und senken häufig die Ausbeute pro Bogen.
Rechteckige Hängeetiketten
Ein schlichtes Rechteck mit eckigen oder abgerundeten Ecken ist der Standard. Abgerundete Ecken (Radius meist etwa 2 bis 5 mm) verringern das Hängenbleiben und die Abnutzung und lassen das Etikett hochwertiger wirken. Ein Rechteck lässt sich auf dem Druckbogen dicht anordnen, und die Stanzform ist einfach. Diese Form eignet sich daher für große Auflagen und viele Artikelvarianten.
Hängeetiketten in Paketanhänger-Form
Ein Paketanhänger (Kofferanhänger-Form) ist ein Rechteck, dessen obere Ecken schräg angeschnitten sind und dessen verstärktes Loch mittig an der schmalen Oberkante sitzt. Diese Form kennt man traditionell von Paketen und Gepäck. Typische Proportionen liegen bei etwa 45 bis 60 mm Breite und 90 bis 120 mm Höhe. Die schrägen Ecken ergeben im Bogenlayout etwas Verschnitt, daher liegen die Stückkosten leicht über denen eines einfachen Rechtecks. In Großbritannien kann „parcel tag“ auch ein Versandetikett bezeichnen. Im Briefing sollte daher „Hängeetikett in Kofferanhänger-Form“ (luggage-style) stehen, um Verwechslungen zu vermeiden.
Individuelle Stanzformen
Eine individuelle Stanzform folgt einer Markenkontur oder der Silhouette des Produkts: Kreise, Bögen, Kleidungsstücke, Wellenränder, Fensterausstanzungen. Jedes Design braucht eine eigene Stanzform, und das Layout auf dem Bogen bestimmt, wie viel Karton als Verschnitt anfällt. Am besten funktionieren Formen mit einfachem Umriss und einer stabilen Fläche rund um das Loch.
Wo sollte das Loch sitzen und wie groß sollte es sein?
Das Loch sollte mindestens 5 bis 6 mm vom Rand entfernt liegen und für eine Schnur einen Durchmesser von etwa 3 bis 5 mm haben. Ein zu randnahes Loch reißt aus, wenn am Etikett gezogen wird. Ein zu großes schwächt das Etikett und lässt den Schnurknoten sichtbar werden.
Praktische Regeln:
- Das Loch mittig an der Oberkante für einen symmetrischen Hang, in einer oberen Ecke für einen lässigeren Fall.
- Eine Öse oder Lochverstärkung vorsehen, wenn das Etikett Gewicht trägt, mit der Anschießpistole angebracht oder oft in die Hand genommen wird.
- Text und Barcodes 3 bis 4 mm Abstand zu Loch und Schnittkante halten.
- Bei einem Schlitzloch (für Kunststoffbefestiger oder als Schlitz für eine Gürtelschlaufe) die genauen Maße angeben; Schlitzlänge und -breite lassen sich nicht mit einem runden Loch gleichsetzen.
Schnurlänge, Schlaufenverschluss und Befestigungsarten behandelt der Leitfaden zu Schnüren und Befestigungen für Hängeetiketten.
Was begrenzt eine individuelle Stanzform?
Feine Spitzen, schmale Hälse und enge Innenkurven setzen die engsten Grenzen. An scharfen Spitzen reißen oder quetschen die Kartonfasern, schmale Stege zwischen Etikett und Ausstanzung brechen, und sehr kleine Ausstanzungen können sich mit Staub zusetzen oder nicht sauber ausstanzen. Stärkerer Karton und Kraftkarton machen diese Probleme deutlicher, weil die Schnittkante rauer und das Material steifer ist.
Gestaltungshinweise vor dem Anfertigen der Stanzform:
- Bei starkem Karton keine Spitzen schärfer als etwa 90 Grad vorsehen; leicht abrunden.
- Stege und schmale Hälse bei dünnem Karton mindestens 3 mm breit anlegen, bei starkem Karton breiter.
- Einen Innenradius von mindestens etwa 2 mm einhalten.
- Auf Details verzichten, die eine absolut saubere Schnittkante auf Kraftkarton voraussetzen.
- Eine Fensterausstanzung nur vorsehen, wenn der Karton drumherum steif bleibt.
- Eine Vektor-Stanzkontur auf einer eigenen Ebene liefern; die endgültige Stanzform wird bei der technischen Prüfung bestätigt.
Dies sind Faustregeln für die Gestaltung; die endgültigen Grenzen hängen vom Karton ab und werden im Angebot bestätigt.
Wie wirken sich Größe und Form auf die Kosten aus?
Größe und Form beeinflussen die Kosten über den Kartonverbrauch pro Etikett und die Ausbeute pro Bogen: Mehr Etiketten pro Bogen bedeuten niedrigere Stückkosten. Ein größeres Etikett verbraucht mehr Karton, eine Form mit schlechter Anordnung erzeugt mehr Verschnitt, und eine individuelle Form verursacht einmalige Kosten für die Stanzform. Abgerundete Ecken erhöhen die Stückkosten meist kaum, während eine individuelle Stanzform Werkzeugkosten mitbringt, die sich auf die Auflage verteilen.
Praktische Folgen:
- Der Wechsel von 55 x 100 mm auf 50 x 90 mm kann verändern, wie viele Etiketten auf einen Bogen passen; fragen Sie bei flexiblen Maßen beide Layouts an.
- Bei mehreren Artikelvarianten genügt eine einzige Stanzform, wenn die ganze Serie dieselbe Form verwendet.
- Eine individuelle Stanzform amortisiert sich bei größeren Auflagen oder wenn die Form selbst zur Marke gehört.
Wie sich die Kostenpositionen in einem Angebot lesen lassen, erklärt der Leitfaden zu den Kostentreibern bei Verpackungen. Die Mindestbestellmenge hängt von Karton, Größe, Druckverfahren und Anzahl der Varianten ab; siehe Was die Mindestbestellmenge bestimmt.
Wie bereitet man die Stanzkontur eines Hängeetiketts vor?
Zeichnen Sie das Etikett im Endformat auf einer Ebene für die Stanzkontur, fügen Sie 3 mm Beschnitt hinzu, markieren Sie das Loch samt Durchmesser und halten Sie allen Text innerhalb eines Sicherheitsabstands von 3 bis 4 mm. Liefern Sie Schriften in Pfade umgewandelt und Pantone-Referenzen mit. Die allgemeine Dateivorbereitung behandelt der Leitfaden zu Druckdaten für Verpackungen.
Bei beidseitig bedruckten Etiketten sollten Sie angeben, welche Seite außen liegt und ob die Rückseite bedruckt wird. Bei Klappetiketten markieren Sie die Rillung und berücksichtigen die Kartonstärke im Falz.
Checkliste zur Größe von Hängeetiketten für die Angebotsanfrage
Senden Sie diese Angaben mit Ihrer Anfrage über Kontakt oder in der Vorlage für die Angebotsanfrage:
- Produktart und die Fläche, an der das Etikett hängt.
- Gewünschtes Fertigformat in mm; Alternativformate, falls Sie flexibel sind.
- Form: rechteckig (Eckenradius), Paketanhänger oder individuell (Vektorkontur beifügen).
- Loch: Durchmesser, Position und ob verstärkt oder mit Öse.
- Gefaltet oder flach; Anzahl der bedruckten Seiten.
- Anzahl der Varianten und Menge je Variante.
- Karton und Grammatur in g/m² (siehe Materialien für Hängeetiketten).
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Die Größe richtet sich nach dem Inhalt: Lesen Sie vor der Festlegung der Maße, was auf ein Hängeetikett für Bekleidung gehört.